Joss Whedons erheblicher Einfluss auf das MCU (Marvel Cinematic Universe) ist nicht von der Hand zu weisen. Er vereinte im ersten Avengers-Film die Solo-Superhelden Iron Man, Thor und Captain America in einem der erfolgreichsten Genrestreifen aller Zeiten. Danach war Whedon maßgeblich am Entstehen der Spin-Off-Fernsehserie Agents of S.H.I.E.L.D. beteiligt, und in einigen Monaten bringt er die Rächer-Heldentruppe in The Avengers: Age of Ultron zurück auf die große Leinwand. Danach möchte Whedon aber etwas völlig anderes kreieren - vielleicht gar ein neues eigenständiges Film-Universum mit einer einzigartigen Heldin.

Sicher ist, dass Joss Whedon nicht mehr auf dem Regiestuhl von The Avengers Infinity War Part 1 und Part 2 Platz nehmen wird. Die Inszenierung dieser Filme wird in den Händen der Captain America-Regisseure Anthony und Joe Russo liegen. Ob Whedon in irgendeiner Form Marvel nach The Avengers: Age of Ultron dennoch erhalten bleibt, ist ungewiss. Die heutige Generation Comic-Fans kennt und schätzt ihn für seine Superhelden-Filme, doch seine eigentlichen Wurzeln liegen bei Kult-TV-Shows wie Buffy - Im Bann der Dämonen oder Firefly, in denen starke Frauencharaktere eine wesentliche Rolle spielten.

Mehr Frauenpower in Hollywood nötig, sagt Joss Whedon

Erst kürzlich wetterte Joss Whedon öffentlich über den Sexismus und dem Mangel an Powerrollen für Frauen im Filmbusiness der Traumfabrik. In einem Interview, das er "Buzzfeed" gab, sagte er nun, dass er, wenn er nicht The Avengers gemacht hätte, gerne eine Art weiblichen Batman entworfen und inszeniert hätte, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielen würde.

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„Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“: Erste Bilder aus der 5. Staffel

"Ihr wisst, wie ich bin. Ich liebe Genre-Bouillabaisse. Ich mag es, alles in den Kochtopf zu werfen. Eine Superheldenstory… die muss nicht unbedingt von einem traumatisierten Milliardär handeln. Im Mittelpunkt kann ein Mädchen und ihr Umfeld stehen, ihre Konflikte und Ängste. Wir können solch ein Gerne schneller entwickeln, wenn wir es von einem anderen Weg her angehen. Und es macht sowohl kommerziell als auch künstlerisch Sinn.", so Whedon weiter.

Die Wahrscheinlichkeit für die cineastische Geburt solch einer Figur mag letzten Endes gering sein, was Joss Whedon in Zukunft allerdings auch immer aus der Taufe heben mag, es wird auf die eine oder andere Weise sicherlich innovativ sein. Bevor es jedoch soweit ist, kehren zunächst Marvels mächtigste Helden zurück: Am 30. April startet The Avengers: Age of Ultron in den deutschen Kinos. Und diesmal gleich mit zwei Powerfrauen: Black Widow (Scarlett Johansson) bekommt diesmal Konkurrenz von Scarlet Witch (Elizabeth Olsen).

(Bild: Universum)

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