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Cliffhanger: Bedeutung, Erklärung und Beispiele

Cliffhanger: Bedeutung, Erklärung und Beispiele
© IMAGO / agefotostock

Das bringt der Serienherbst auf Disney+

Die einen lieben es, die anderen hassen es, aber alle kennen es: Das Gefühl, wenn uns ein Cliffhanger in Unwissenheit zurücklässt. Aber was bedeutet „Cliffhanger“ eigentlich und woher kommt der Begriff?

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Wer kennt es nicht: Die Handlung könnte nicht mitreißender sein – und plötzlich beginnt der Abspann. Wir verraten euch, was es mit dem Trend des Cliffhangers auf sich hat und welche aktuellen Filme und Serien voll davon sind.

Cliffhanger Bedeutung: Deutsche Übersetzung

Der Begriff Cliffhanger kommt aus dem Englischen und bedeutet zu Deutsch Klippenhänger. Bezeichnet wird damit eine Person, die sich an einer Klippe festhält, um nicht in den Tod zu stürzen.

Was ist ein Cliffhanger? Begriffserklärung

Eine an einer Klippe hängende Person ist der Situation hilflos ausgeliefert und weiß nicht, wie es weitergehen wird. Ähnlich ist das Publikum beim Ansehen von Filmen und Serien dem Plan von Regisseur*innen und Produzent*innen ausgeliefert: Am Ende wissen wir oft nicht, wie die Handlung aufgelöst werden könnte und sind im Spannungsbogen gefangen.

Spricht man beim Schauen einer Serie oder eines Films also von einem Cliffhanger, ist damit das offene Ende einer Folge beziehungsweise das offene Ende eines Films gemeint. Dieses Stilmittel wird eingesetzt, um die Zuschauer*innen an die Serie beziehungsweise die Filmfortsetzung zu fesseln – schließlich ist das offene Ende meist so spannend, dass wir sofort wissen wollen, wie es weitergeht und sehnsüchtig der nächsten Folge entgegenfiebern.

„The Walking Dead“ arbeitete seit Serienbeginn mit so vielen Cliffhangern, dass einige nur in Spin-offs aufgelöst werden können. Welche Fortsetzungen der Zombie-Survival-Serie euch erwarten, erfahrt ihr in diesem Video:

Cliffhanger: Herkunft und Ursprung

Wider Erwarten stammt der Begriff Cliffhanger nicht aus der Film- oder Serienwelt, sondern aus der Literatur. Geprägt wurde er bereits im Jahr 1873 durch Thomas Hardys Roman „Blaue Augen“, den eine Zeitschrift als monatliche Serie veröffentlichte. Am Ende einer Ausgabe hält sich die Figur Henry Knight nur noch an einem Grasbüschel fest, um nicht von der Klippe zu stürzen.

Erst in der Fortsetzung erfuhren die Leser*innen, ob sich Knight retten konnte. Da einerseits die Figur selbst an einer Klippe hing und andererseits der Spannungsbogen von einer Ausgabe zur nächsten gezogen wurde – also auch in der Luft hing – verbreitete sich diese Methode des Spannungsaufbaus unter dem Namen Cliffhanger.

In den 1930er-Jahren machte sich das Kino die Form der Kundenbindung zunutze, indem vor dem wöchentlich wechselnden Hauptfilm eine Folge einer 30-minütigen Kinoserie ausgestrahlt wurde, die mit einem Cliffhanger endete. So war das Publikum gezwungen, regelmäßig das Kino zu besuchen, um die Serie zu verfolgen – ganz egal, welcher Film als Hauptfilm ausgestrahlt wurde.

Cliffhanger: Beispiele

Wer vor allem gern moderne Serien und Filme schaut, wird mit dem Phänomen des Cliffhangers mehr als vertraut sein. Mittlerweile ist ein Großteil des Sehgenusses darauf ausgelegt, eine mögliche Fortsetzung anzudeuten.

Filme mit Cliffhanger

Bei Filmen dient der Cliffhanger meist dazu, eine Fortsetzung anzukündigen und gleichzeitig ähnliche Publikumszahlen wie beim Vorgänger-Film zu erzielen. Filmemacher*innen erhoffen sich, dass die Fans wissen wollen, wie es weitergeht.

Der Cliffhanger wird dabei oft so groß gehalten, dass die Auflösung die Handlung eines gesamten neuen Films stemmen kann.

Ärgerlich wird es hingegen dann, wenn das Filmende einen weiteren Film ankündigt, es aber nie dazu kommt. Meist ist der Fortsetzungsfilm allerdings bereits in Planung oder sogar schon abgedreht.

Bekannte Beispiele für Filme mit Cliffhanger:

Serien mit Cliffhanger

Bei Serien wird der Cliffhanger oft bereits am Beginn der nächsten Episode aufgelöst. Manchmal werden wir allerdings auch mehrere Folgen lang hingehalten, bis wir wissen, wie der Handlungsstrang endet.

Essentiell ist der Cliffhanger zudem beim Staffelfinale – immerhin muss das Publikum hier über eine längere Pause bei der Stange gehalten werden.

Neben deutschen Daily Soaps wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Alles was zählt“ bedienen sich natürlich auch große Serienproduktionen an diesem Stilmittel.

Aktuelle Beispiele für Serien mit Cliffhanger:

Könnt ihr euch noch an diese Cliffhanger aus „GZSZ“ erinnern?

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