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Handlung und Hintergrund

Laconia: Deutsch-britische Koproduktion über die heroische Tat eines deutschen U-Boot-Kommandanten.

1942 im Atlantik: Das deutsche U-Boot U 156 versenkt den britischen Truppentransporter Laconia. Doch an Bord des Schiffes waren auch Tausende Zivilisten und Kriegsgefangene. Kommandant Hartenstein nimmt die Schiffbrüchigen auf und bittet um internationale Hilfe. Trotz Rot-Kreuz-Flagge wird das U-Boot von einem amerikanischen Bomber angegriffen und muss tauchen. Dennoch hat Hartenstein durch sein beherztes Eingreifen weit über 1000 Menschenleben gerettet.

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Kritikerrezensionen

  • Die Geschichte hat ihn vergessen, aber nach Männern wie Oskar Schindler und John Rabe bekommt nun auch Werner Hartenstein sein filmisches Denkmal.

    Im September 1942 versenkt das deutsche U-Boot U 156 den britischen Truppentransporter Laconia. Doch an Bord des Schiffes waren auch Tausende Zivilisten und italienische Kriegsgefangene. Obwohl er ahnt, dass er sich damit in der Admiralität nicht nur Freunde machen wird, nimmt Hartenstein so viele Schiffbrüchige wie möglich an Bord und die übrigen Rettungsboote in Schlepptau. Auf offener Funkfrequenz gibt er seine Position durch und bittet um internationale Hilfe. Trotz Rotkreuzflagge wird das U-Boot von einem amerikanischen Bomber angegriffen und muss tauchen. Dennoch hat Hartenstein durch sein beherztes Eingreifen weit über tausend Menschenleben gerettet.

    Der 13 Mio. Euro teure Zweiteiler „Laconia“ ist die erste fiktionale deutsch-britische Koproduktion seit vielen Jahren. Das Buch stammt von Alan Bleasdale, Regie führt Uwe Janson. Er hat bereits mit der Teamworx-Produktion „Vulkan“ gezeigt, dass er auch mit großen Budgets umgehen kann. Gerade seine Theaterfilme („Baal“, „Lulu“, Werther“) weisen ihn darüber hinaus als ausgezeichneten Schauspielerregisseur aus.

    Davon profitiert auch „Laconia“. Natürlich hat der Film große Schauwerte zu bieten, aber das ist bei einer internationalen Koproduktion dieser Kategorie Standard. Zu einem Werk über Mitgefühl und Menschlichkeit in Zeiten des Krieges und zum Fernsehereignis aber wird der Zweiteiler durch die herausragenden Darsteller. Ken Duken hat schon in vielen Rollen seine Klasse bewiesen. Durch seine mimisch und vor allem akustisch sparsame, aber dennoch berührende Verkörperung des stets etwas melancholisch wirkenden heroischen Kommandanten etabliert er sich endgültig in der ersten Reihe des deutschen Schauspiels. Mit ähnlicher Zurückhaltung interpretiert Franka Potente die weibliche Hauptrolle: Die Deutsch-Britin Hilda Schmidt ist mit ihrer kleinen Nichte auf der Flucht vor der Gestapo und will unter dem Namen Hilda Smith mit der Laconia nach England reisen. Der britische Offizier Mortimer (Andrew Buchan), der sich um sie kümmert, entdeckt, dass sie Deutsche ist, verrät sie jedoch nicht. Auch Hartenstein stößt auf Hildas Geheimnis. Er müsste sie eigentlich ausliefern, beweist jedoch erneut seinen Anstand. Während die anderen Rettungsboote auf die angekündigte Hilfe warten, wollen die Insassen von Hildas Boot die Hunderte von Seemeilen entfernte Küste Afrikas erreichen; ein so gut wie aussichtsloses Unterfangen.

    Die weiteren Rollen sind gleichfalls ausgezeichnet besetzt. Gerade die kammerspielartigen U-Boot-Szenen gehören dank Matthias Koeberlin, Jacob Matschenz und Frederick Lau zu den stärksten Momenten des Films. Einprägsame Auftritte haben zudem Thomas Kretschmann als Admiral Dönitz und Brian Cox als Kapitän der Laconia. Ein deutliches Manko ist allerdings die sprachliche Gleichmacherei. Weil sämtliche Figuren deutsch reden, verpufft zum Beispiel der erhoffte Effekt, wenn sich Hilda als Deutsche zu erkennen gibt, um Mortimer zu retten. Mitunter hat „Laconia“ auch deutliche Längen; gerade die individuellen Schicksale der englischen Reisenden scheinen sich stärker an den britischen Sehgewohnheiten zu orientieren. tpg.

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