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Die Gefahr im Nacken

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James Cameron's Dark Angel Poster

Sie ist jung, hübsch und liebt den Nervenkitzel: Janina Dall hat nicht wie andere schöne Frauen eine Modelkarriere angestrebt, sondern sich für das toughe Leben als Stuntfrau entschieden. Die Alternative „Schauspielerin“ war ihr zu langweilig, sie liebt die Gefahr: Es muss anständig krachen und scheppern, knirschendes Blech und donnernde Explosionen lassen das Herz der 28-Jährigen höher schlagen. Ganz zum Leidwesen ihrer Eltern Barbara und - jawohl - Karl Dall.

Karl Dalls Tochter: Power pur und noch dazu höchst attraktiv

Janina lebt und arbeitet seit 1996 in Vancouver/Kanada und hat sich längst einen Namen in Hollywood gemacht.

So zeigte sie ihre Frauenpower unter anderem Titanic-Regisseur James Cameron in dessen Action-Serie „Dark Angel“. Im Kino können wir ihre Kunst bald in „Halloween: Resurrection“ bewundern.

kino.de-Redakteur Oliver Bosch traf die Powerfrau in Santa Monica/Kalifornien während der Taurus Awards, dem Oscar der Stuntleute.

Wie hältst du dich fit für den Job?

Janina Dall: In einem Fitnesscenter, das sich auf professionelle Athleten spezialisiert hat. Dort trainieren Nationalmannschaftsmitglieder der Sportarten Football, Skifahren, Eislaufen und Eishockey.

Zuviel trainieren darf ich allerdings nicht. Die meisten Schauspielerinnen, die ich double wiegen wenig und haben keine Muskeln. Da kann ich nicht mit einer Bodybuilderfigur auflaufen.

Die Stars aus James Camerons "Dark Angel" hat sie schonoft gedoubelt

Wie sieht dein Trainingsprogramm also aus?

Viel Gymnastik und Koordination wie Saltos vorwärts und rückwärts, außerdem spiele ich Squash.

Du hast früh damit begonnen, deine Haut zu riskieren.

Meine erste Begegnung mit Stunts hatte ich mit 18 Jahren. Aber erst mit 22 bekam ich dann die ersten Jobs. Das war auch vom Timing gut so: Der Körper braucht Zeit um ausgewachsen zu sein, hart trainiert werden zu können und die derben Schläge zu schlucken. Du darfst ihn nicht kaputt machen, wenn du jung bist. Mac Steinmeier zum Beispiel engagiert keine Leute unter 22 Jahren.

Was hat dich denn daran gereizt?

Action und Stunts sind einfach eine große Herausforderung für mich. Und jeder Tag ist anders. Ich arbeite nicht jeden Tag 14 Stunden, sondern ich habe Zeit zu trainieren - Sport, Hobby und Beruf gehen ineinander über. Das ist schon toll. Das wünscht sich doch jeder, der von 9 bis 17.00 Uhr ins Büro geht.

Dabei hätte sie locker selbst Schauspielerin werden können…

Was haben deine Eltern zu deinem Entschluss gesagt, die Schauspielerei zu vernachlässigen und ins Stunt-Geschäft zu gehen?

Ich wollte unbedingt einmal einen Fallschirmsprung machen, das gab den ersten Ärger. Meine Mutter meinte damals, ich habe doch kein Kind groß gezogen, damit es aus einem Flugzeug springt.

Das habe ich dann natürlich trotzdem gemacht und schickte ihr davon ein Video. Sie war dann so stolz, dass sie es jedem gezeigt hat.

Mit den Stunts ist es ziemlich das Gleiche. Meine Eltern vertrauen darauf, dass ich weiß, was ich tue.

Einmal haben sie mir bei einem Stunt zugeschaut. Da musste ich für einen Werbetrailer durch eine Glasscheibe springen - aus sieben Metern Höhe - das ganze im Matrix-Stil, mit langem, schwarzen Mantel und so.

Ich stehe also da oben, schaue runter und sehe meine Mutter, völlig bleich im Gesicht. Am Ende meinte mein Vater: „Nie wieder werde ich mir so was anschauen!“

Einen Filmauftritt mit Papa Karlgab's bisher nicht

Bist du schon einmal gemeinsam mit deinem Vater vor der Kamera gestanden?

Nicht in einem Film. Wir waren einmal zusammen in Talkshows eingeladen. Ein richtiges Projekt würden wir wirklich gerne mal zusammen machen. Aber ich weiß nicht, ob sich das jemand angucken würde.

Du hast ja bereits mehrere Hollywood-Stars gedoubelt. Gibt es jemanden, den du noch auf deiner Wunschliste hast?

Es gibt viele, die ich gerne doubeln würde. Aber die müssen auch meine Größe und mein Aussehen haben.

Im Januar war ich gerade auf dem Weg nach Deutschland, da boten sie mir Bridget Fonda für zehn Tage an. Sehr ärgerlich - aus Zeitgründen musste ich das leider absagen. Ich habe für Joana Pacula gearbeitet, die machte damals ‚Virus“. Sie möchte seitdem, dass nur ich sie double und keine andere.

Ich habe Schauspielerinnen gedoubelt, die keiner kannte und welche, die gar keine waren. Egal, der Job ist immer der gleiche. Natürlich, große Kinofilme sind eine ganz andere Klasse.

Das Who-is-who bei den Stunt Awards: Hermann Joha, Mac Steinmeier,Janina Dall, Ralf Möller

Was ist der größte Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Produktionen?

In Deutschland wird mehr verlangt. In Amerika musst du beispielsweise eine Schauspielerin doubeln, nur um die Treppen hoch zu rennen. Die könnten sich ja einen Fingernagel abbrechen.

In Deutschland dagegen wird man engagiert, um einen richtigen Stunt zu machen. Das Geld ist gar nicht da, um einen nur rumstehen zu lassen. Auch fürs Endprodukt ist es natürlich schöner, wenn die Schauspieler vieles selbst machen.

Wie ist denn das Niveau der deutschen Stuntmen?

Das ist sehr hoch. Die Leute, die ich kennen gelernt habe, sind tolle Performer. Gerade auch Mac Steinmeier und Hermann Joha. Die machen irre Sachen.

Auch Ashley Judd vertraut gerne auf Janina

In welchen Projekten bist du denn in nächster Zeit zu sehen?

Im Fernsehen müsste jetzt bald „Dead Zone„, eine Stephen King-Verfilmung zu sehen sein. Da habe ich das Opfer gespielt.

Außerdem haben wir im letzten Jahr „Halloween: Resurrection“ abgedreht. Ich glaube, das kommt im Juli in den USA ins Kino. Da habe ich eine Schauspielerin mit roten Haaren gedoubelt. Achtet mal auf diese Szene: Das Mädchen will mit ihrem Freund in einer Höhle gerade zur Sache gehen, als eine Wand einstürzt und tausend Skelette auf das Pärchen fallen.

Das ist kein gefährlicher Stunt aber immerhin ein sehr staubiger. Ich hätte schwören können, dass die Skelette echt sind.

Wie lange kannst du diesen Job machen?

Auf jeden Fall solange es mein Körper mitmacht. Dann gibt es ja noch die Möglichkeit zur Stuntkoordination zu wechseln. Mein Chiropraktiker verdient sich jedenfalls eine goldene Nase an mir.

Vielen Dank für das Gespräch.

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