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Filmhandlung und Hintergrund

Historisches Drama mit internationaler Star-Besetzung nach dem französischen Bestseller "Daddy" von Loup Durand.

Des zwölfjährige Thomas von Gall und seiner Mutter Maria, helfen 1942 mehreren Juden, ihr Vermögen vor den Nazis auf Schweizer Geheimkonten in Sicherheit zu bringen. Der ehemalige Professor von Maria, Gregor Lämmle, wird auf ihre Spur angesetzt und macht Mutter und Sohn bald dingfest.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Im Visier des Bösen: Historisches Drama mit internationaler Star-Besetzung nach dem französischen Bestseller "Daddy" von Loup Durand.

    Seit zwanzig Jahren hat Klaus-Maria Brandauer TV-Produktionen gemieden. Stattdessen drehte er Kinofilme, führte Regie oder spielte Theater. Jetzt ist er in dem zweiteiligen TV-Film „Im Visier des Bösen“ als Philosophie-Professor zu sehen, der aus Liebe gemeinsame Sache mit den Nazis macht. Die internationale Koproduktion basiert auf dem französischen Bestseller „Daddy“ von Loup Durand und erzählt die Geschichte des Jungen Thomas von Gall und seiner Mutter Maria, die 1942 Juden helfen, ihr Vermögen vor den Nazis auf Schweizer Geheimkonten in Sicherheit zu bringen. Der ehemalige Professor von Maria, Gregor Lämmle, wird auf ihre Spur angesetzt und macht Mutter und Sohn bald dingfest.

    Klaus Maria Brandauer ist nicht der einzige Star, den der Regisseur Giacomo Battiato („Der junge Casanova“) für den Zweiteiler gewinnen konnte. Die italienische Schauspielerin Giovanna Mezzogiorno - sie war u.a. in dem Kinofilm „Ein letzter Kuss“ zu sehen - spielt die Mutter, die ihren Sohn so schnell wie möglich fit für eine finstere Welt machen will und ihm dabei die Kindheit nimmt; aus England wurde als kindlicher Widerstandskämpfer Thomas Sangster (ein talentierter Cousin von Hugh Grant, der kürzlich übrigens für eine amerikanische Serie den zehnjährigen Hitler verkörperte) engagiert und Stephen Moyer, den man aus der de Sade-Verfilmung „Quills“ kennt; zu den französischen Stars gehören Thierry Lhermitte („Ein Mann sieht rosa“) und Dominique Pinon („Die fabelhafte Welt der Amélie“). Außerdem sind die deutschen Schauspieler Gottfried John, Ken Duken und Thomas Heinze in „Im Visier des Bösen“ zu sehen, letzterer gibt damit auch sein Debüt als Produzent.

    „Im Visier des Bösen“ gehört zum besten, was die ARD/Degeto in den vergangenen Jahren produzierte: der Zweiteiler ist atmosphärisch dicht, gut gespielt, spannend und behandelt ein relevantes Thema. Dabei zeigt der reißerische Titel der Romanverfilmung von vorneherein die Fronten auf. Tatsächlich ist Professor Lämmle im Sumpf der Nationalsozialisten die einzige Figur, der Regisseur Giacomo Battiato Menschlichkeit neben den Abgründen zugesteht. Brandauer lässt sich - wie schon als Henrik Höfgen in „Mephisto“ - wider besseren Wissens mit den Nazis ein, nur ist sein Motiv diesmal die Liebe. Dagegen beweist der Regisseur im Lager der Guten seinen Mut zur Zeichnung von Grautönen: hier ist niemand perfekt, und dennoch sind alle letztlich Helden.

    Doch trotz Starbesetzung und hoher Qualität wollte die ARD die neun Millionen Euro teure Produktion zunächst im Spätprogramm ausstrahlen, weil man meinte, Thematik und Erzählweise eignen sich nicht für die Prime-Time. Inzwischen hat man sich eines Besseren besonnen, auch wenn die Ausstrahlung von zwei 90-Minütern nacheinander die Zuschauer auf eine harte Probe stellen wird. sw.

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