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Unverständnis bei Folge 2, doch viele „House of the Dragon“-Zuschauer übersehen wichtigen Punkt

Unverständnis bei Folge 2, doch viele „House of the Dragon“-Zuschauer übersehen wichtigen Punkt
© IMAGO / ZUMA Press

König Viserys gewinnt bei dem „Game of Thrones“-Prequel wahrlich nicht viele Sympathiepunkte. Doch bei seiner fatalen Entscheidung übersehen viele den wohl ausschlaggebenden Fakt.

– Achtung: Es folgen Spoiler zu Folge 2 von „House of the Dragon“! –

Nach dem für viele katastrophalen Ende von „Game of Thrones“ ist die Prequel-Serie gerade Balsam für die Fanseele. Die erste Folge von „House of the Dragon“ erfreute sich regen Interesses und neben dem Andrang durften sich auch die Reaktionen und Kritiken durchaus sehen lassen. Folge 2 knüpft jetzt an den Einstieg an, denn die Episode taucht tiefer in das Geflecht der Charaktere ein und bringt die Schachfiguren zugleich für einen wahrlich gewaltigen Konflikt in Stellung.

Dabei macht ausgerechnet König Viserys Targaryen (Paddy Considine) für viele weiterhin keine gute Figur. Schon in der ersten Folge dürfte er mit seiner Entscheidung, seine Frau Aemma (Sian Brooke) für die Chance auf einen Sohn zu opfern, viele Sympathien verloren haben. Das setzt sich in Folge 2 fort, denn am Ende enthüllt der König, dass er Alicent Hightower (Emily Carey) heiraten wird. Das sorgt für einige unverständliche Reaktionen bei den Zuschauer*innen, wenn man einen Blick in die sozialen Netzwerke wirft:

„Viserys berechnet die schlimmst mögliche Entscheidung, die er in jeder Situation treffen kann.“

„Sollte ich in die reichste Familie, mit der ältesten Blutlinie, die noch von Valyria übrig ist, die die Hälfte der Flotte des Königs besitzt, einheiraten oder eine Rothaarige heiraten, die mir Geschichten vorliest?“

„Passt alle auf, er macht gleich was Dummes.“

Und auf dem Papier scheint Viserys mit seiner Entscheidung, Alicent zu heiraten, wirklich mehrere offensichtliche Fehler mit einmal gemacht zu haben: Er verprellte das mächtige Haus Velaryon, woraufhin Corlys (Steve Toussaint) quasi direkt zu Viserys‘ Bruder Daemon (Matt Smith) ging und mit ihm jetzt gemeinsame Sachen machen will. Ein sicherlich nicht unwichtiger Schritt hin zum Targaryen-Bürgerkrieg.

Zudem hat er seine Beziehung zu seiner Tochter und aktuellen Thronfolgerin Rhaenyra (Milly Alcock) wohl irreparabel beschädigt. Immerhin ist Alicent ihre beste Freundin und dass sie jetzt zu ihrer Stiefmutter wird und ihre möglichen Söhne ihren Platz als Königin gefährden, dürfte Rhaenyra definitiv nicht gefallen.

Trotzdem ergibt es aus einem guten Grund durchaus Sinn, dass sich Viserys für Alicent und gegen Leana Velaryon (Nova Foueillis-Mosé) entschieden hat: Die Tage des Königs sind höchstwahrscheinlich gezählt. 

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Darum entschied sich Viserys für Alicent als neue Königin

Schon Folge 1 zeigte, dass Viserys mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat. Eine Wunde an seinem Rücken wollte einfach nicht heilen, was quasi gleichbedeutend mit einem hustenden Charakter in einer Serie oder einem Film ist: viel Zeit bleibt da nicht mehr. Jetzt sahen wir in Folge 2 garantiert nicht ohne Grund, dass eine Schnittwunde an seinem Finger, die er sich in Folge 1 am Eisernen Thron zugezogen hat, ein halbes Jahr später dazu geführt hat, dass ein guter Teil seines kleinen Fingers derart verfault ist, dass Maden das tote Gewebe abknabbern sollen.

Die eiternde Wunde am Rücken und der halbverfaulte Finger verdeutlichen Viserys großes Dilemma: Er kann es sich nicht leisten, Leana zu heiraten, auch wenn es aus politischen Gründen die richtige Entscheidung wäre. Immerhin müsste er zwei Jahre warten, bis er mit ihr versuchen könnte, Kinder zu zeugen und wie er Rhaenyra klarmachte: Seine Blutlinie braucht weitere Nachfolger*innen, um ihre Position zu stärken.

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Der größte Fehler von Viserys war es also wohl, dass er nicht schon früher damit begonnen hat, eine neue Königin zu suchen. So hatte er jetzt einen entsprechenden Zeitdruck, der Alicent als einzig valide Kandidatin wirken ließ. Aber wirklich verübeln kann man ihm das wohl nicht, denn Viserys ist tatsächlich zuzutrauen, dass er um Aemma trotz – oder vielleicht auch gerade wegen – seiner Entscheidung für den Kaiserschnitt aufrichtig trauerte.

Dennoch dürfte klar sein, dass Viserys mit dieser Aktion für viel Unheil sorgen wird. Aus seiner Sicht dürfte es aber wohl die weniger schlimme von zwei schlechten Optionen gewesen sein. Zumal er Alicent ja offenbar wirklich mag, wie ihre Interaktionen verdeutlichten. Er hätte Rhaenyra nur vorab informieren sollen, nur hat „House of the Dragon“ deutlich gezeigt, dass Viserys Konflikte eher scheut, gerade mit seiner Tochter. Zumal auch fraglich ist, ob Rhaenyra dann besser reagiert hätte.

Der wahre Gewinner der ganzen Geschichte ist eindeutig Otto Hightower (Rhys Ifans), die Hand des Königs. Er schickte Alicent direkt nach dem Tod von Aemma zum König, auch noch in einem Kleid ihrer verstorbenen Mutter, um sie so schon früh als mögliche neue Königin in Position zu bringen. Ein perfider Schachzug, der jetzt vollends aufging und die Position von Haus Hightower enorm stärkt. Zu welchem Preis? Das erfahren wir vielleicht schon in Folge 3 von „House of the Dragon“, die ihr euch ab dem 5. September bei Sky und WOW ansehen könnt.

Wie lange würdest du bei „Game of Thrones“ überleben?

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