Game of Thrones Poster

Emmy-Verleihung 2015: "Game of Thrones" sahnt ab

Teresa Otto  

In der letzten Nacht fand die 67. Preisverleihung für die Emmy’s statt. Der Preis wird gut und gern als „TV-Oscar“ bezeichnet und kürt herausragende Fernsehformate im amerikanischen Raum.

Bei den Emmy’s wird seit jeher in drei große Kategorien unterschieden: Drama, Komödie und Fernsehfilm/Mini-Serie. Als große Abräumer des Abends gab es gleich drei Formate zu feiern. Die Fernsehserien „Game of Thrones“ und „Veep“ gewannen je vier Preise, die Mini-Serie „Olive Kitteridge“ konnte gleich sechs Auszeichnungen in den wichtigsten Kategorien bei den PrimeTime Emmy’s abstauben.

„Game of Thrones“ konnte zudem eine Woche zuvor bei den Creative Arts Emmy’s weitere acht Preise in Empfang nehmen und gilt damit dieses Jahr mit zwölf Auszeichnungen als der große Gewinner. Zu den Creative Arts werden beispielsweise Kameraführung, Sound oder Stuntchoreografien gezählt.

Die Fantasy-Serie, die in Deutschland auf Sky zeitnah zur US-Ausstrahlung gezeigt wird, konnte mit ihrer fünften Staffel Preise in den wichtigsten Kategorien einheimsen. Das Staffelfinale „Die Gnade der Mutter“ („Mother’s Mercy“) erhielt die Trophäen für „Bestes Drehbuch – Drama“ und „Beste Regie – Drama„. Peter Dinklage als Tyrion Lannister wurde erneut, nach seinem Gewinn im Jahr 2011, als „Bester Nebendarsteller – Drama“ ausgezeichnet.

Zu guter letzt konnte die Serie auf HBO den Preis als „Beste Serie – Drama“ nach Hause nehmen und setzte sich damit gegen „Better Call Saul„, „Downton Abbey„, „Homeland„, „House of Cards„, „Mad Men“ und „Orange is the New Black“ durch.

Doch zumindest „Mad Man“ konnte mit seiner letzten, siebten Staffel einen wichtigen Preis nach Hause nehmen. Jon Hamm gewann den Preis als „Bester Hauptdarsteller – Drama“ für seine Darbietung als Jon Draper. Damit konnte er unter anderen Jeff Daniels (The Newsroom) oder Oscar-Preisträger Kevin Spacey (House of Cards) in die Schranken weisen.

Als „Beste Hauptdarstellerin – Drama“ wurde Viola Davis für ihre Darbietung in der Kriminal-/Gerichtsserie „How to Get Away with Murder“ ausgezeichnet. Damit konnte sie sich unter anderen gegen Robin Wright (House of Cards) und Claire Danes (Homeland) durchsetzen.  Danes konnte zuletzt zwei Trophäen für ihre Darbietung als Carrie Mattison gewinnen.

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„Veep“ ist die beste Komödie

In den Komödie-Kategorien gingen die wichtigsten Preise an die Satire-Serie „Veep“. Aus der Feder von Armando Iannucci wird das fiktive Leben der US-Vizepräsidentin Selina Meyer komödiantisch auf die Schippe genommen. Dargestellt von Julia Louis-Dreyfus bekam die Seinfeld-Mime die Trophäe als „Beste Hauptdarstellerin – Komödie„.

Ihr Kollege Tony Hale, gleichzeitig rechte Hand in der Serie, erhielt nach seinem Gewinn 2013 erneut die Trophäe als „Bester Nebendarsteller – Komödie„. Iannucci konnte sich indes über zwei weitere Preise freuen. Zum einen für das „Beste Drehbuch – Komödie“ und des Weiteren über den großen Preis als „Beste Serie – Komödie„.

Als „Bester Hauptdarsteller – Komödie“ wurde Jeffrey Tambor für seine Darstellung in der Amazon-Serie „Transparent“ ausgezeichnet. Für seine Transgender-Rolle konnte er sich gegen Komödiengrößen wie Matt LeBlanc (Episodes) oder Louie C.K. (Louie) durchsetzen.

Die vierteilige Miniserie „Olive Kitteridge“ konnte als abgeschlossenes Format überzeugen. Neben dem Preis für „Beste Regie – Mini-Serie„, „Bestes Drehbuch – Mini-Serie“ und dem Hauptpreis „Die Beste Mini-Serie“ wurden die drei Darsteller Frances McDormand, Richard Jenkins und Bill Murray mit einer Trophäe ausgezeichnet.

Am gestrigen Abend führte Andy Samberg als Host durch den Abend.  Wer eine komplette Übersicht über alle Gewinner und Verlierer haben möchte, kann dies auf der offiziellen Website der Emmy-Verleihungen einholen.

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