„Game of Thrones“: Das Ende erklärt und diese Fragen sind noch offen

Author: Helena CeredovHelena Ceredov |

Nach acht Jahren ist die epische Saga um Eis und Feuer zu Ende gegangen. Wir fassen die finale Folge der achten Staffel von „Game of Thrones“ zusammen und greifen die wichtigsten Fragen auf.

- Achtung, Spoiler zum Ende von „Game of Thrones“ -

Das „Game of Thrones“-Ende: Die Zusammenfassung

Das Serienfinale schließt da an, wo wir zuletzt aufgehört haben. Daenerys (Emilia Clarke) ist am Ziel ihrer Träume angelangt: Cersei (Lena Headey) ist tot, Königsmund erobert, der Eiserne Thron gehört ihr. Ser Davos (Liam Cunningham), Tyrion (Peter Dinklage) und Jon Schnee (Kit Harington) laufen derweil geschockt durch das zerstörte Königsmund. Bei einem Abstecher zum Roten Bergfried entdeckt Tyrion Jaimes und Cerseis Leichen.

Daenerys hält derweil eine Rede, in der sie die Unbefleckten und Dothraki dazu aufruft, den Rest der Welt zu „befreien“. Tyrion tritt aus Wut als ihre rechte Hand zurück und wird für seinen Verrat von Daenerys eingesperrt.

Jon wird Zeuge, wie Grauer Wurm auf Geheiß von Daenerys Kriegsgefangene hinrichtet. Später besucht er Tyrion, der Jon auf seine Seite ziehen will. Tyrion glaubte einst, dass Daenerys eine bessere Welt schaffen will. Nach der Zerstörung von Königsmund muss er Varys recht geben. Daenerys hat keinen Wohlstand und Frieden für Westeros im Sinn, sondern Feuer und Blut. Jon scheint trotz der sehr guten Argumente zu zögern, auch wenn ihn sichtliche Zweifel plagen.

Hier findet ihr kleine und große Fragen, die das Serienfinale nur teilweise beantwortet hat:

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Diese Fragen hat das Ende von „Game of Thrones“ nicht beantwortet (oder nur teilweise)

Jon tötet Daenerys: Das Ende einer Dynastie

Nach dem Gespräch mit Tyrion sucht Jon den Thronsaal auf, wo Daenerys andächtig den Eisernen Thron berührt. Als er sie fragt, warum sie unschuldige Menschen tötet, gibt Daenerys die typische Antwort eines Tyrannen: Der Zweck heiligt die Mittel! Sie möchte zwar eine bessere Welt aufbauen, doch vorher müssen die Vertreter der alten Ordnung brennen. Jon realisiert, dass Daenerys das gesamte Königreich inklusive Winterfell mit Gewalt erobern wird.

Deswegen entscheidet er sich schlussendlich gegen die Liebe zu Daenerys und für seine Pflicht gegenüber dem Volk. Jon alias Aegon Targaryen küsst seine Tante/Königin/Geliebte ein letztes Mal und rammt ihr einen Dolch in den Leib. Daenerys stirbt wortlos in seinen Armen.

Drogon eilt instinktiv herbei und versucht vergeblich, seine Mutter aufzuwecken. Voller Trauer zerstört er den Eisernen Thron und fliegt mit der Leiche von Daenerys über das Meer davon. Dabei verschont er den eigentlichen Mörder Jon. Ob das nun Absicht oder ein Irrtum war, werden wir wohl nie erfahren. In unserem anderen Artikel fragen wir uns, wo Drogon hinfliegen könnte.

„Bran der Gebrochene“ sitzt am Ende auf dem Eisernen Thron

Nach einem Zeitsprung von einigen Wochen versammeln sich die Lords der großen Häuser in der Drachengrube. Grauer Wurm hat nach dem Tod von Daenerys die Kontrolle über Königsmund übernommen. Nun gilt es, über die Zukunft der Sieben Königslande zu entscheiden.

Der große Rat besteht aus folgenden Vertretern:

  • Edmure Tully, Lord von Schnellwasser
  • Gendry, Lord von Sturmkap
  • Samwell Tarly, Lord von Haus Tarly, das als Vasallen den Tyrells diente
  • Arya Stark, Bran Stark und Sansa Stark als Verteter des Nordens
  • Asha Graufreud, als Vertreterin der Eiseninseln
  • Robin Arryn, Lord von Hohenehr, und sein Berater Yohn Royce
  • Ser Brienne von Tarth
  • Ser Davos Seewert
  • der namenlose Prinz von Dorne
  • vier namenlose Lords

Grauer Wurm will Tyrion und Jon für den Verrat an Daenerys hinrichten lassen. Doch Tyrion rettet sich mit einer gewitzten Rede, in der er Bran als König vorschlägt. Der Rat stimmt dafür und somit ist „Bran der Gebrochene“ der neue Herrscher über Westeros. Tyrions „Strafe“ besteht darin, als Hand seine alten Fehler wiedergutzumachen. Und Jon muss seinen Dienst in der Nachtwache fortsetzen.

Nebenbei plädiert Sansa für die Unabhängigkeit des Nordens, was von Bran genehmigt wird. Grauer Wurm gibt sich mit der Entscheidung des Rats widerwillig zufrieden und segelt mit den Dothraki und den Unbefleckten in den Osten. Die Dothraki werden sich vermutlich wieder ihrem Volk anschließen und die Unbefleckten beschützen fortan Missandeis Heimatinsel Naath.

Einige Zeit später hält Brans Regierung ihre erste Sitzung ab:

  • Tyrion ist die Hand des Königs
  • Bronn ist nun Lord von Rosengarten und Meister der Münze
  • Samwell ist Großmaester
  • Ser Davos ist Meister der Schiffe
  • Ser Brienne ist Kommandantin der Königsgarde
  • Podrick ist auch bei der Königsgarde und Brans persönlicher Lakai

Drei Positionen im kleinen Rat sind am Ende noch offen: Meister der Flüsterer (einst Varys) und Meister des Rechts (einst Kevan Lennister). Der Titel Meister des Krieges wurde erst vor Kurzem von Cersei begründet. Die Rat sucht noch geeignete Kandidaten für die Positionen. Samwell stellt als kleinen Meta-Gag das Buch „Ein Lied von Eis und Feuer“ vor, in dem der Krieg nach Robert Baratheons Rebellion nacherzählt wird. Ironischerweise kommt Tyrion trotz seiner Schlüsselrolle in den Schriften der Maester nicht vor.

Bran betritt den Raum und kündigt an, dass er sich nach dem entflohenen Drogon umsehen wird. Nebenbei trägt Brienne Jaimes Taten in das Buch der Brüder ein, wo sie ihn als ehrenhaften Mann beschreibt.

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Die Starks gehen getrennte Wege

Sansa wird in Winterfell zur unabhängigen Königin des Nordens erklärt. Arya verabschiedet sich tränenreich von ihrer Familie, bevor sie auf eine Entdeckungsreise westlich von Westeros verschwindet. Jon kehrt in der schwarzen Uniform der Nachtwache zur Schwarzen Festung zurück. Statt seine Strafe anzutreten, reist er jedoch gemeinsam mit Tormund, den Wildlingen und Schattenwolf Geist – der endlich seine wohlverdienten Streicheleinheiten bekommt – hinter die Mauer. Jon wird dort eventuell als König die Stämme vereinen und hoffentlich Frieden finden. Die Serie lässt offen, ob er je wieder in den Süden zurückkehren will.

Wie wird sich das Ende der Serie von den Büchern unterscheiden?

Damit sind die wichtigsten Punkte der Handlung zusammengefasst. Viel Spielraum für Interpretationen lässt die letzte Folge den Fans nicht. Das Ende von „Game of Thrones“ wird dennoch, so wie bei „Lost“, „Dexter“ und „The Sopranos“, auch die nächsten Jahre für Diskussionen sorgen. Vor allem wenn man bedenkt, dass „Game of Thrones“ auf der noch unvollständigen Buchreihe von George R.R. Martin basiert.

Martin hat bisher zu Protokoll gegeben, dass das Serienende in etwa mit seiner eigenen Vision übereinstimmen wird. Da der Autor seine Geschichten im Schreibprozess mehrfach überarbeitet, könnte das Ende der Bücher dennoch abweichen. Das heißt, wenn die Reihe überhaupt abgeschlossen wird. Bis es so weit ist, wird das Serienfinale von D. B. Weiss und David Benioff wohl Kanon bleiben.

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