Die Stadt und die Macht

  1. Ø 3.7
   2015
Die Stadt und die Macht Poster
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Handlung und Hintergrund

Die Stadt und die Macht: Sechsteilige Politserie über den intrigenreichen Kampf ums Berliner Bürgermeisteramt mit Anna Loos als Außenseiter-Kandidatin.

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Kritikerrezensionen

  • Friedemann Fromms Miniserie ist eine herausragend besetzte, komplex konzipierte und grandios gespielte Mischung aus Familiendrama, Krimi und Polit-Thriller.

    In allen großen Geschichten begeben sich die Hauptfiguren auf eine Reise, in deren Verlauf sie an ihre Grenzen stoßen. Manchmal führt diese Reise allerdings auch nach innen. Dieses Erzählmuster zieht sich durch nahezu alle Filme von Friedemann Fromm: Er konfrontiert seine Figuren mit Momenten, in denen keine Ausflüchte und keine Maskeraden mehr möglich sind. Die Heldin seiner Serie „Die Stadt und die Macht“ erfüllt diese Voraussetzungen geradezu perfekt: Susanne Kröhmer (Anna Loos), Mitglied einer konservativen Partei, erklärt sich spontan dazu bereit, gegen den langjährigen Regierenden Bürgermeister von Berlin anzutreten. Ausgerechnet ihrem Vater (Thomas Thieme) ist jedoch kein Schachzug zu niederträchtig, um den Status quo einer großen Koalition zu erhalten, zumal er mit dem aktuellen Amtsinhaber (Burghart Klaußner) buchstäblich eine gemeinsame Leiche im Keller hat. Natürlich geht es in der Miniserie vor allem um Politik, doch es ist der familiäre Anteil, der aus der Geschichte eine klassische Tragödie macht. Gespielt ist das ausnahmslos famos, zumal Fromm selbst für kleinste Sprechrollen namhafte Schauspieler gewinnen konnte. Gerade Anna Loos ist jederzeit glaubwürdig; weil das ungemein komplexe Drehbuch die Heldin ständig mit neuen Ausnahmesituationen konfrontiert, muss sie mehrmals quasi vor laufender Kamera um Jahre altern. Eines dieser Ereignisse führt dazu, dass ihr Vater von seinem Sockel stürzt. Der alte Kröhmer ist ohnehin die heimliche Hauptfigur der Geschichte und der Schauspielgigant Thomas Thieme die beste denkbare Besetzung für diesen Übervater, den seine Frau (Renate Krößner) mal als „Gott des Gemetzels“ bezeichnet. Allerdings muss er sich die Meriten mit Martin Brambach teilen, der Susannes Wahlkampfmanager als mit allen Abwassern gewaschenen mephistophelischen Manipulator mit hinreißender Hingabe verkörpert. tpg.

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