Die Dickköpfe (2 Teile)

  1. Ø 5
   2002
Die Dickköpfe (2 Teile) Poster
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Handlung und Hintergrund

Die Dickköpfe (2 Teile): Die Dauerfehde einer bayrischen und einer österreichischen Gemeinde entlädt sich vor allem bei den Begegnungen der beiden örtlichen Fußballvereine.

Der schwergewichtige bayerische Brauereibesitzer Otto Mühldorfer sponsort den Fußballverein seines Heimatdorfs, der regelmäßig Erfolge gegen die Kicker aus dem österreichischen Nachbarort feiert. Nachdem Otto mit dem Bürgermeister um den Sportplatz der Österreicher wettet, sieht sich deren Trainer Toni Brandtner plötzlich in der Pflicht, das nächste Spiel gewinnen zu müssen. Und auch abseits des grünen Rasens geht es turbulent zu: Mühldorfers Frau Stephanie will sich scheiden lassen, Brauerei-Patriarch Theodor intrigiert im Hintergrund und plötzlich ist auch gar nicht mehr so sicher, ob Stürmerstar Ricky wirklich Ottos Sohn ist.

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Kritikerrezensionen

  • Bier und Fußball – zwei der Deutschen (und Österreicher) liebster Kinder in einem Film, in Kombination mit zwei Publikumslieblingen. Das könnte zur Erfolgsformel dieses Sat 1/ORF-Zweiteilers werden, bei dem Dor Film auch eine Reihen-Produktion im Hinterkopf hat.

    Unter der Regie von Walter Bannert trumpfen Ottfried Fischer und Harald Krassnitzer über drei kurzweilige Fernsehstunden hinweg als ungleiches Protagonisten-Paar auf: Hier der selbstherrliche bayerische Bierbrauer Otto Mühldorfer, der in bester J.R.-Manier die Ehefrau mit der Sekretärin betrügt. Dort der introvertierte österreichische Dorf-Fußballtrainer Toni Brandtner, dessen große Erfolge als internationaler Profi weit zurückliegen und der das Leben als alleinerziehender Vater meistern muss. Darüber hinaus besticht „Die Dickköpfe“ durch die bis in die Nebenrollen hinein präzise ausgewählte Besetzung, aus der vor allem April Hailer als gnadenlose Mühldorfer-Ehefrau, Lambert Hamel als intriganter Brauerei-Patriarch und Michael Schönborn als fußballbegeisterter Pfarrer herausragen.

    Die Drehbuchautoren Johann Skocek und Mike Majzen werfen gekonnt und mit sichtlichem Vergnügen allerlei Versatzstücke aus den Lehrbüchern der Ewings, Carringtons und Guldenburgs in die Waagschale, ohne jedoch die ironische Distanz zu diesen Klassikern der Familiensaga zu verlieren. Zudem wird die Welt der neureichen Gerstensaft-Dynastie in einen reizvollen Kontrast zur rauen Welt des Dorffußballs gesetzt, die Bannert in gelungen inszenierten Spielsequenzen einfängt. Mit lakonischem Witz wird auch das Verhältnis zwischen Österreichern und Bayern an und für sich thematisiert. Lediglich die von den Autoren beiläufig eingestreuten Zitate aus dem Büchlein mit (weniger intelligenten) Fußballer-Statements wirken bisweilen etwas bemüht.

    Insgesamt bietet „Die Dickköpfe“ jedoch eine originelle Geschichte ohne Längen, die von ihrer Personenkonstellation her eine Fülle von Stoff für weitere Episoden bietet: Maria, die neue Freundin des Brandtner Toni, taucht dort ebenso auf, wie die Trainer-Tochter Alexandra, die sich in Starkicker Ricky verliebt, von dem wiederum lange Zeit keiner so recht weiß, ob er nicht vielleicht doch ihr Halbbruder ist. Nicht zu vergessen zwei – dezent bestechliche – Umweltinspektoren, die dem Mühldorfer-Imperium unsaubere Methoden nachweisen wollen. Da die Herberger-Weisheit „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ durch das Zweiteiler-Format eh schon außer Kraft gesetzt ist, könnten die „Dickköpfe“ durchaus die Verlängerung erreichen. jl.

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