Die Dasslers - Pioniere, Brüder und Rivalen

  1. Ø 1.6
   2016
Die Dasslers - Pioniere, Brüder und Rivalen Poster

Handlung und Hintergrund

Die Dasslers - Pioniere, Brüder und Rivalen: TV-Zweiteiler über die Brüder Dassler, Gründer der Weltfirmen "adidas" und "Puma".

Darsteller und Crew

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Kritikerrezensionen

  • Ganz großes Fernsehen um eine Familienfehde, die Geschichte schrieb

    Quirin Berg und Max Wiedemann, die Produzenten des erfolgreichsten deutschen Kinofilms des letzten Jahres Willkommen bei den Hartmanns und inzwischen eine der besten Adressen für gesellschaftspolitisch relevante TV-Events nach „Tannbach“ und dem NSU-Mehrteiler, ist mit „Die Dasslers“ erneut ganz großes Fernsehen gelungen. Die dramatische Familiensaga um die erbitterte Fehde der Brüder Adi und Rudi (exzellent besetzt mit Christian Friedel und Hanno Koffler, und von ihnen herausragend verkörpert), die im Ringen um den besten Sportschuh und den größten Marktanteil im mittelfränkischen Herzogenaurach mit Adidas und Puma zwei Firmen von Weltrang schaffen, ist deutsche (Sport-)Geschichte geworden.

    Der so aufwändig wie sorgfältig produzierte Zweiteiler spannt einen fast epischen Bogen von den frühen 20ern, als die ehrgeizigen Söhne eines kleinen Schumachers noch einträchtig Genie und Geschäftssinn kombinieren, um die Welt der Athleten mit ihren Erfindungen auszustatten, über die Nazi-Jahre, in der ihre Produkte mit Hilfe von Jesse Owens Weltgeltung erlangen, und die Nachkriegszeit, in der das Misstrauen und der Konkurrenzgedanke zwischen ihnen wächst, bis zur Fussball-WM 1974, als sie schon 26 Jahren nicht mehr mit einander sprechen, und die schwere Krankheit Rudis die Brüder vielleicht ein letztes Mal zusammen führt.

    Für die Schauspieler ist es eine reine Tour de Force, die sie famos zum Teil in perfekten Altersmasken meistern. Denn alle spielen ihre Rollen über die 50 Jahre durch. Mit Alina Levshin, Hannah Herzsprung, Joachim Król und Christoph Maria Herbst ist dieses auch emotional fesselnde Biopic mehr als eindrucksvoll besetzt. Die Leistungen von Produktionsdesign, Kostümbild und Maske können gar nicht genug gelobt werden. Während der Film sich durch die Jahrzehnte bewegt, stimmt jedes Detail an Ausstattung und Kleidumg. Geradezu liebevoll werden die über die Jahre gefertigten Schuhe und Leisten ins Bild gesetzt. Dieselbe Sorgfalt und derselbe Einfallsreichtum gelten aber auch für Drehbuchautor Christoph Silber und die beiden Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert („Neues vom Wixxer„, „Das Haus der Krokodile“), denen es gelingt, die ausufernde Geschichte über die komplette Laufzeit konzentriert, präzise und vor allem glaubwürdig mit ihren dramatischen Höhepunkten zu erzählen und zu inszenieren und gleichzeitig geschickt in den zeitgeschichtlichen Kontext einzubetten.

    Erst letztes Jahr hat Michael Souvignier das „Duell der Brüder“ für RTL produziert und dabei gute Arbeit geleistet. Die neuerliche Umsetzung als Event-Mehrteiler schafft eigene Akzente und lässt ein aufregende Geschichte ganz neu erleben. Ein echtes Festtagsprogramm. uh.

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