Der Verleger (2 Teile)

Der Verleger (2 Teile) im Stream

weitere Anbieter und mehr Informationen

Bilderstrecke starten(8 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Der Verleger (2 Teile)

Filmhandlung und Hintergrund

TV-Zweiteiler, der die Lebensgeschichte Axel Springers erzählt, angelehnt an die Biografie von Michael Jürgs.

Der Verleger (2 Teile) im Stream

Der Verleger (2 Teile) ist leider derzeit nicht bei den größten Streaming-Anbietern in Deutschland verfügbar. Das Programm der Plattformen wie Netflix, Amazon Prime Video oder Sky Ticket wird mehrmals monatlich aktualisiert. Auf Kino.de findest Du weitere Infos und Hintergründe zu Der Verleger (2 Teile).

Der Verleger (2 Teile) bei Netflix
- Derzeit kein Angebot -
Zum Angebot *
Der Verleger (2 Teile) bei Amazon Instant Video
- Derzeit kein Angebot -
Zum Angebot *
Der Verleger (2 Teile) bei MaxdomeStore
- Derzeit kein Angebot -
Zum Angebot *
Der Verleger (2 Teile) bei Sky Ticket
- Derzeit kein Angebot -
Zum Angebot *
Der Verleger (2 Teile) bei iTunes
- Derzeit kein Angebot -
Zum Angebot *
Der Verleger (2 Teile) bei Google Play
- Derzeit kein Angebot -
Zum Angebot *

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray

Der Verleger Poster

Der Verleger

Bei Amazon

Kritiken und Bewertungen

0,0
0 Bewertung
5Sterne
 
(0)
4Sterne
 
(0)
3Sterne
 
(0)
2Sterne
 
(0)
1Stern
 
(0)

Wie bewertest du die Serie?

Kritikerrezensionen

  • Der Verleger (2 Teile): TV-Zweiteiler, der die Lebensgeschichte Axel Springers erzählt, angelehnt an die Biografie von Michael Jürgs.

    Ganz im Gegensatz zu sonstigen Gepflogenheiten hat die ARD im Vorfeld des Axel-Springer-Films „Der Verleger“ an die Presse keine Kassetten verschickt. Angeblich fürchtete man juristische Schritte seitens der Verlegererben. Mag sein; vielleicht hat man aber auch gehofft, kritische Stimmen unterdrücken zu können. Denn damit musste zu rechnen sein: Das zweiteilige Porträt von Axel Caesar Springer, des zeitweise größten Verlegers Europas, wirkt seltsam lustlos; Regisseur Bernd Böhlich vermittelt kaum eine rechte Zuneigung zu seinen Figuren.

    Der Film konzentriert sich auf die Jahre 1945 bis 1980, beschreibt also Aufstieg und Fall des Zeitungsimperators und endet fünf Jahre vor seinem Tod. Schon die ersten Szenen geben die Atmosphäre vor. Als Springer beim Antrag auf eine Zeitungslizenz gefragt wird, wer ihn denn während der Nazi-Zeit verfolgt habe, antwortet er mit entwaffnendem Charme „Eigentlich nur die Frauen“.

    Heiner Lauterbach, der mit der Verkörperung Axel Springers eine der größten Herausforderungen seiner Karriere meistert, behält diesen Tonfall bei; Böhlich gelingt das nicht. Oftmals beschreibt der Film den Aufbau des Verlagsimperiums reichlich naiv, und einige Szenen sind geradezu peinlich geraten. Das gilt vor allem für die Momente, in denen Springer nach Titeln für ein neues Projekt sucht; hier scheitert selbst Lauterbach an der Einfallslosigkeit des Drehbuchs. Tiefpunkt in dieser Hinsicht ist eine Stippvisite in London, in deren Verlauf Springer aus dem „Daily Mirror“ mit Hilfe von Schere und Lippenstift eine erste Ausgabe der „Bild“-Zeitung bastelt. Bombastisch ertönt dazu Richard Wagners „Also sprach Zarathustra“. Das wirkt natürlich lächerlich; unglücklicherweise ist dieses behauptete Pathos typisch für den Film.

    Doch „Der Verleger“ scheitert aus einem anderen Grund: Böhlich hat die Widersprüchlichkeit seiner Hauptfigur nicht in den Griff bekommen. Er betont zwar immer wieder Springers Philanthropie, doch die diversen Aktionen („Seid nett zueinander“) muten eher weltfremd an. Springer selbst muss permanent sämtliche politischen Ambitionen weit von sich weisen, doch das Leiden an Deutschland frisst ihn schließlich auf. Ohne Bezug zueinander stehen auch Springers zunehmende Religiosität, die unvermittelte Abhängigkeit von der Astrologie, sein Verständnis von Männlichkeit (die Ehen werden en passant geschlossen und wieder gelöst) sowie die Hilflosigkeit gegenüber Sohn Sven Simon, der sich schließlich im Schatten des überlebensgroßen Vaters das Leben nimmt.

    Während Lauterbach diesen Facettenreichtum sichtlich genießt, scheitert der Film genau daran, weil es Böhlich nicht gelingt, die Widersprüche unter einen Hut zu bekommen. Er rettet sich statt dessen gern in Zeitkolorit oder lässt seinen „Verleger“ aus dem Stegreif in Gesang ausbrechen. Wenn Lauterbach mit seinem Schirm durch den Londoner Regen tanzt und dazu „Singin‘ in the Rain“ trällert, kommt man sich vor wie im Musical. Und selbst wenn sich Springer gern mit Aphorismen schmückte: Die Dialoge klingen stellenweise kräftig nach Poesiealbum („Ein bisschen Liebe von Mensch zu Mensch ist besser als die Liebe zur ganzen Menschheit“). Wie immer man zu Axel Springer steht: Er hätte einen besseren Film verdient gehabt. tpg.

Kommentare

  1. Startseite
  2. Die besten Serien
  3. Der Verleger (2 Teile)