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Filmhandlung und Hintergrund

Zweiteiler über das am 21. September 1957 untergegangene Segelschulschiff "Pamir".

21. September 1957: Das stolze Segelschulschiff „Pamir“ gerät im Atlantik in einen Hurrikan. Zuerst fühlt die Crew sich noch sicher, denn das Schiff gilt als unsinkbar. Doch nach einem verzweifelten Kampf in den unberechenbaren Fluten des Ozeans wird klar, dass es nichts mehr zu retten gibt. Allen Bemühungen zum Trotz versinkt die Pamir und reißt 80 Seeleute in den Tod, darunter mehr als die Hälfte junge Kadetten. Nur sechs Besatzungsmitglieder überleben und werden in einer spektakulären Rettungsaktion, die die gesamte Nation gebannt verfolgt, aus den Fluten gezogen.

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Der Untergang der Pamir

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    Kritikerrezensionen

    • Der Untergang der Pamir: Zweiteiler über das am 21. September 1957 untergegangene Segelschulschiff "Pamir".

      Erneut geht es in einer aufwändigen deutschen TV-Produktion um eine Katastrophe. Doch „Der Untergang der Pamir“ braucht einen langen Anlauf.

      Natürlich ist es unfair, einen Fernsehzweiteiler mit dem Multi-Millionen-Dollar-Kinofilm „Titanic“ von James Cameron zu vergleichen; selbst wenn am Ende beider Geschichten ein angeblich unsinkbares Schiff in den Fluten versinkt. Andererseits ist Studio Hamburg selbst Schuld: Bei den Verkaufsgesprächen im Rahmen der Mipcom wurde der 7,5 Millionen Euro teure TV-Film in einem Atemzug mit Petersens „Boot“ und Camerons „Titanic“ genannt. Dem Film tut die auf diese Weise geweckte Erwartungshaltung nicht gut.

      Auch der Titel führt in die Irre: Nimmt man ihn beim Wort, benötigt die Großproduktion exakt 130 Minuten, um endlich zur Sache zu kommen. Dann aber entschädigt Regisseur Kaspar Heidelbach mit derart furiosen Katastrophenbildern, dass man sich unwillkürlich ins Kino wünscht. Inszenierung, Bildgestaltung (Daniel Koppelkamm), Schnitt und Musik stellen eine Intensität her, die ähnlich eindrucksvoll ist wie das Fanal im zweiten Teil von „Dresden“. Bis dahin aber ist der Film streckenweise regelrecht langweilig.

      Das liegt nicht zuletzt an Fritz Müller-Scherz‘ episodischem Erzählstil. Eine fortlaufende Handlung kommt kaum in Gang, weil der Film immer wieder nur Momentaufnahmen bietet; kein Wunder bei einem Ensemble mit über zwanzig Sprechrollen. Die hochkarätige Besetzung wertet die Nebenfiguren zwar enorm auf, lenkt aber auch immer wieder vom Haupterzählstrang ab.

      Selbstredend ist es müßig zu spekulieren, ob NDR und Polyphon den Film nicht besser auf neunzig Minuten reduziert hätten. So aber verhindern die vielen Seitenstränge die Konzentration aufs Wesentliche, und das ist schließlich die Vorgeschichte des Desasters: Der ehrgeizige Kapitän des Segelschulschiffs lässt die „Pamir“ 1957 in Buenos Aires viel zu schwer beladen. Selbst Wassertanks, die eigentlich zur Stabilisierung des Viermasters dienen, werden mit Gerste gefüllt. Prompt bekommt das Schiff Schlagseite, als es in einen schweren Sturm gerät, und sinkt.

      Dass der Untergang des Segelschiffs vor knapp fünfzig Jahren die ganze Welt in Atem gehalten hat, bleibt im Übrigen bloße Behauptung. Die fieberhafte Suche, an sich der mehrere Dutzend Länder zu Wasser und in der Luft beteiligt haben, reduzieren Müller-Scherz und Heidelbach auf ein Flugzeug, ein Schiff und die Nachrichtensendungen in Funk und Fernsehen. Das macht den Stoff und damit auch den Film kleiner als nötig und beraubt ihn just jener Epik, die man doch gerade mit dem komplexen Figuren-Ensemble angestrebt hat. tpg.

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