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Auf tatsächlichen Ereignissen basierender, historischer Zweiteiler über den Bau eines Tunnels von West- nach Ost-Berlin.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Tunnel: Auf tatsächlichen Ereignissen basierender, historischer Zweiteiler über den Bau eines Tunnels von West- nach Ost-Berlin.

    Der Schluss ist frei erfunden: Die Schießerei auf offener Straße mit der Stasi hat’s nie gegeben. Der Rest aber ist authentisch, und am echtesten ist der Schweiß, den die Helden in Strömen vergießen: In mühsamer Handarbeit gruben vierzig Studenten 1962 einen Tunnel - mitten hinein ins sozialistische Berlin. Roland Suso Richters Film vermittelt geradezu quälend, wie anstrengend die Buddelei gewesen sein muss. Für die Dreharbeiten stockte man den Tunnel großzügig auf. Schon diese 1.40 Meter wirken extrem niedrig; der echte Tunnel war bloß neunzig Zentimeter hoch.

    „Der Tunnel“ ist ein ungemein ehrgeiziges Projekt, in jeder Hinsicht. 13 Millionen Mark hat der zweiteilige Film gekostet; Sat 1 übernahm die Hälfte der Kosten. Produziert hat die Firma teamWorx unter der Leitung von Nico Hofmann („Der Sandmann“), einem Garanten für exzellente Arbeit. Auch Richter, der zuletzt gemeinsam mit Kameramann Martin Langer die nicht minder ehrgeizige „Bubi Scholz Story“ und den allerdings umstrittenen Mengele-Film „Nichts als die Wahrheit“ gedreht hat, steht für beste handwerkliche Qualität. Und „Der Tunnel“ enttäuscht nicht: Basierend auf einem Drehbuch von Johannes W. Betz erzählt der Film die Geschichte vom Schwimmmeister Harry Melchior (Heino Ferch), dem sein Widerspruchsgeist bereits vier Jahre Gefängnis in Bautzen eingebracht hat. Als ihm die Flucht in den Westen gelingt, verspricht er seiner Schwester (Alexandra Maria Lara), sie nachzuholen. Gemeinsam mit seinem Freund Matthis, einem Ingenieur (Sebastian Koch), und dem Amerikaner Vic (Mehmet Kurtulus) entwirft Melchior einen unerhörten Plan: einen 140 Meter langen Tunnel unter der Mauer durch.

    Natürlich sorgen Betz und Richter immer wieder dafür, dass der Zweiteiler nicht ausschließlich aus unterirdischer Buddelei besteht. So gibt es beispielsweise eine traurige Romanze zwischen Harry und Fritzi (Nicolette Krebitz), deren Freund in einer der bewegendsten Szenen des Films auf der anderen Seite der Mauer erschossen wird. Und damit das Böse ein Gesicht bekommt, wird ein Stasi-Oberst (Uwe Kockisch) als Melchiors großer Gegenspieler aufgebaut. Selbst Ferch gibt zu: „Der dramatische Showdown“, in dem Harry als Vopo verkleidet die Flucht überwacht, „ist pures Kintopp“. Aber eben höchst spannend, wie der ganze Film, der praktisch keine Durchhänger hat. Allerdings haben sich Betz und Richter mit der Charakterisierung ihrer Hauptfiguren nicht lange aufgehalten. Es zählt nur das Motiv, und das in doppelter Hinsicht: Ansporn der Männer (und der einen Frau) sind die Menschen, die sie ‚rausholen wollen; das muss reichen.

    Wichtiger als komplexe Charaktere sind Richter und Langer Bilder, die beeindrucken. Erneut erweist sich Langer als Meister der Lichtsetzung; das muss er auch, denn der Film kommt passagenweise ganz ohne Dialog aus. Markante Darsteller selbst in kleineren Rollen (Felix Eitner, Claudia Michelsen, Karin Baal) tragen ebenfalls dazu bei, dass „Der Tunnel“ fesselnde Fernsehunterhaltung mit Kinoformat ist. tpg.

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