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Satirische Comedyserie mit Bjarne I. Mädel als Mann von der Straße, der für eine Schnapswerbung gecastet wird.

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    Kritikerrezensionen

    • Der kleine Mann: Satirische Comedyserie mit Bjarne I. Mädel als Mann von der Straße, der für eine Schnapswerbung gecastet wird.

      Die späte Sendezeit um 22.45 Uhr ist ein klares Signal: „Der kleine Mann“ muss sich nicht im gnadenlosen Quotenrennen der Primetime behaupten; und das Kleinod ist für Zuschauer gedacht, die auch „Stromberg“ und „Dr. Psycho“ zu schätzen wussten. Die drei Produktionen haben eins gemeinsam: Der kluge Kopf, der dahinter steckt, gehört Ralf Husmann, neben Bora Dagtekin („Türkisch für Anfänger“, „Doctor’s Diary“) derzeit der wohl beste Dialogautor für komische Serien und in den letzten Jahren entsprechend und völlig zu Recht mit allen wichtigen Preisen dekoriert.

      „Der kleine Mann“ ist ein hübsch doppeldeutiger Titel, denn er bezieht sich nicht nur auf den sprichwörtlichen Normalverbraucher, sondern ist auch ein (natürlich fiktiver) Schnaps, der in handlichen Fläschchen vertrieben wird. Als Werbefigur wurde Elektroverkäufer Rüdiger Bunz erkoren: weil er den perfekten Durchschnitt verkörpert. Er selbst fühlt sich allerdings ganz und gar nicht derart durchschnittlich, was zwangsläufig immer wieder zu Diskrepanzen mit den Auftraggebern führt. Er sei weder ein „cooler Typ“ noch ein „schnieker Stecher“, erklärt ihm Lydia (Karoline Eichhorn), die wichtige Frau von der Werbeagentur, als Rüdiger sich beim öffentlichen Auftritt so richtig in Schale schmeißt: „Du bist ein Würstchen!“ Aber ein berühmtes Würstchen, denn durch die Werbekampagne wird Rüdiger quasi über Nacht zum Star, was die Arbeit im Betrieb wie auch das Leben in der Beziehung nicht gerade einfacher macht.

      Bjarne Mädel ist die perfekte Besetzung für die Rolle dieses Zeitgenossen („Ein Mann wie ein Opel Corsa“), der in den Werbespots allerlei ausgefallene Zeitgeisterscheinungen mit den Worten „Normal ist das nicht“ kommentiert. Als Ernie Heisterkamp, der Fußabtreter aus dem „Stromberg“-Büro, genießt er längst Kultstatus. Neben Mädel konnte Husmann unter anderem Karoline Eichhorn und Florian Lukas gewinnen, beides Schauspieler, die noch nie eine Serienrolle übernommen haben. Lukas, gern als Großmaul besetzt, spielt Rüdigers Kollegen, der alles besser weiß und sich unbedingt als Karriereplaner beweisen will. Dritter im Elektroladen ist Karl Kranzkowski als tendenziell schlecht gelaunter Chef. Allein die Dialoge zwischen diesem Trio sind erneut sämtliche Preise wert. Aber Husmann begnügt sich nicht mit der Comedy-Ebene: Immer wieder konfrontiert er Rüdiger mit den Folgen des Ruhms und nutzt die entsprechenden Erlebnisse, um dem Fernsehen ein paar böse Seitenhiebe mitzugeben, wenn beispielsweise ein bekannter TV-Koch Rüdigers Käsestullen verewigen möchte. Sarah Wiener und Gülcan ziehen sich gleich selbst durch den Kakao. tpg.

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