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Der Fremde in „Ringe der Macht“: Ist der Metor-Mann wirklich einer der Guten?

Der Fremde in „Ringe der Macht“: Ist der Metor-Mann wirklich einer der Guten?
© Amazon Studios

Schon im Trailer zu „Die Ringe der Macht“ war ein mysteriöser Fremder zu sehen. Die Serie bietet Hinweise auf seine Identität - und reichlich Raum für Spekulationen.

Poster Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht

Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht

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In „Die Ringe der Macht“ begibt sich Galadriel (Moryfdd Clark) tausende Jahre vor den Ereignissen von „Der Herr der Ringe“ auf die Suche nach Sauron. Im Gegensatz zu den anderen Elben in Mittelerde ist sie davon überzeugt, dass Sauron sich immer noch versteckt hält und nur auf eine Gelegenheit wartet, das Werk seines Meisters Morgoth fortzusetzen. In den ersten Episoden der Amazon-Serie landet mit einem Meteoriten ein mysteriöser Fremder (Daniel Weyman) in Mittelerde, bei dem spekuliert wird, dass es sich um Sauron handelt.

Der Schluss liegt nahe, denn immerhin erinnert der Krater, in dem er von Nori Brandyfuss (Markella Kavenagh) in der ersten Folge gefunden wird, an das Auge Saurons aus den „Der Herr der Ringe“-Filmen. Außerdem bemerkt Nori, dass der brennende Krater überhaupt nicht heiß ist. Ein Umstand, den Galadriel schon zu Beginn der Serie mit dem Bösen in Zusammenhang bringt und den es auch in den Filmen gibt.

Des Weiteren sorgt der Meteoriten-Mann mit Zaubersprüchen dafür, dass sich Noris Vater verletzt und dass ein Schwarm Glühwürmchen stirbt. Da der Fremde nach seiner Ankunft noch sehr verwirrt ist, sind diese Taten nicht mutwillig, sondern vielmehr wie ein Versehen. In der dritten Folge ist er sogar wirklich hilfsbereit gegenüber Nori und bezeichnet sie als Freundin und auch in der fünften Folge mit dem Titel „Abschiede“ zeigt er seine Gutmütigkeit, als er die Harfüße gegen Wölfe verteidigt. Außerdem befindet er sich in einem inneren Konflikt: Einerseits möchte er offensichtlich gut sein, gleichzeitig verletzt er immer wieder die Harfüße und stellt somit eine Gefahr für sie dar. Gegen Sauron spricht auch, dass er seine Zaubersprüche nicht in der Schwarzen Sprache aufsagt und mit dem Absturz viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, obwohl er eigentlich im Geheimen seine Macht ausbauen muss.

Noch mehr Infos zu der Fantasy-Serie gibt es im Video:

Ist der Fremde Gandalf?

Die offensichtlich magischen Fähigkeiten des Fremden und sein Flüstern mit den Glühwürmchen lassen auch die Spekulation zu, dass es sich bei dem Meteormann um Gandalf handelt. Allerdings kommt er, wie auch die anderen Zauberer, genannt „Istari“, erst im Dritten Zeitalter nach Mittelerde. Außerdem hat Gandalf von Anfang an die Gestalt eines alten Mannes und zeichnet sich durch seine zurückhaltende und bescheidene Art aus, die nicht so richtig zu dem Absturz mit einem Meteoriten passt.

Mit ihrer Ankunft im Dritten Zeitalter könnten eigentlich auch die anderen vier Istari ausgeschlossen werden - also neben Gandalf auch Saruman, Radagast und die beiden Blauen Zauberer Alatar und Pallando. Wäre da nicht die alternative Herkunftsgeschichte aus Tolkiens Nachlass, die in den „Nachrichten aus Mittelerde“ posthum veröffentlicht wurde: Hier werden die beiden Blauen Zauberer Alatar und Pallando schon im Zweiten Zeitalter von den Valar nach Mittelerde entsandt. In Tolkiens Worten hatten sie „einen großen Einfluss auf die Geschichte des Zweiten und Dritten Zeitalters im Schwächen und Verwirren der Kräfte des Ostens“ - über ihre konkreten Taten ist allerdings wenig festgehalten.

Oder könnte es sich auch um eine gänzlich neue Figur handeln? Sowohl Sauron als auch die Zauberer sind Maiar, überirdische Wesen, die den Göttern, den Valar, dienen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Fremde ebenfalls einer der Maiar ist. Darauf deutet auch eine Aussage von Showrunner Patrick McKay gegenüber Vanity Fair hin. Auf die Frage, ob der Fremde einer der bekannten Zauberer sei, sagt er Folgendes: „Ich würde sagen, dass diese nicht die einzigen Wesen dieser Art sind. Also vielleicht, vielleicht auch nicht. Und ich würde sagen, dass das Rätsel und die Reise der große Spaß sind.“

Tolkiens Welt bietet in ihrer Reichhaltigkeit den Raum für weitere Spekulationen, so wird an anderen Stellen diskutiert, ob der Meteor-Mann Tom BombadilTilion (der Mann im Mond), ein Balrog oder sogar der eine Gott Illuvatar selbst sein könnte. Wer die mysteriöse Figur ist, werden wir sicherlich in den nächsten Folgen von „Die Ringe der Macht“ erfahren. Weiter geht es mit der Serie jeden Freitag bei Amazon Prime.

Wie gut kennt ihr die „Der Herr der Ringe“-Filme? Findet es im Quiz heraus:

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