Das Glück am anderen Ende der Welt

  1. Ø 4.4
   2007
Das Glück am anderen Ende der Welt Poster
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Handlung und Hintergrund

Das Glück am anderen Ende der Welt: Dramatischer TV-Zweiteiler um Familienglück und -leid in Neuseeland.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wer Kinder so erzieht, dass ihnen Flügel wachsen, muss akzeptieren, dass sie eines Tages davonfliegen. Ein großes Teamworx-Melodram mit ausgezeichneten Schauspielerleistungen.

    Weites Weideland, wollige Schafe, wogendes Meer, wallende Emotionen: so muss Neuseeland sein. In Wirklichkeit ist der Zweiteiler allerdings in Südafrika entstanden. Auf den Kopf gestellt wird auch die Welt von Hanna Westphal (Maja Maranow), Managerin eines global agierenden Berliner Molkereikonzerns: Sie muss verkraften, dass Tochter Judith (Diane Willems) für immer in Neuseeland bleiben will, weil sie sich in Jan (Franz Dinda), den Sohn eines Schafzüchters, verliebt hat. Anstatt daheim Chemie zu studieren, wird sie in einem Biobetrieb Käse produzieren. Just diesen Betrieb will Hannas Konzern schlucken, und sie soll die Übernahme organisieren. Bioproduktion wäre dann aber nicht mehr drin; Jans Vater Wolf (Heiner Lauterbach) bekäme für seine ökologisch gewonnene Milch viel weniger Geld und müsste die Farm dicht machen. Als sich Hanna und Wolf verlieben, scheint sich alles zum Guten zu wenden, doch dann stirbt Judith bei einem Unfall. Um das Vermächtnis der Tochter fortzuführen, steigt Hanna trotzdem mit eigenen Mitteln in den Milchbetrieb ein und wird deshalb fristlos entlassen. Außerdem ist ihr Vertrauen zu Wolf zerstört, weil Judith in seiner Obhut starb.

    Obwohl das noch längst nicht alle Schicksalsschläge sind, ist Regisseur Dietmar Klein („Der Wunschbaum“) und Autorin Rodica Döhnert diese von Teamworx produzierte Achterbahnfahrt der Gefühle außerordentlich gut gelungen. Vielleicht wäre man ja auch weniger großzügig, wenn nicht Maja Maranow und Heiner Lauterbach das tragisch umflorte Liebespaar spielen würden. Während sie von Liebe bis Trauer das ganze Spektrum abarbeiten muss, bleibt er stets der markige, aber trotzdem sensible Typ aus der „Outdoor“-Werbung. Lauterbach ist trotzdem die perfekte Besetzung für den Naturburschen, zumal seine immer markanteren, mittlerweile auch leicht asketisch wirkenden Gesichtszüge nahelegen, dass es dieser Wolf im Schafspelz nicht immer leicht im Leben hatte.

    Natürlich fotografiert Kameramann Johannes Geyer auch prächtige „Neuseeland“-Bilder, und zwischendurch sorgen Maori-Tänze für den unvermeidlichen Folklore-Touch. Trotzdem ist „Das Glück am anderen Ende der Welt“ ein Schauspielerfilm, wobei gerade die jungen Darsteller imponieren. Vor allem Diane Willems (Judith) und Karoline Teske (Mara), beide ungewöhnlich hübsch, werden gewiss Karriere machen. Letztlich funktioniert der Zweiteiler vermutlich so gut, weil bei aller Überhöhung die Handlung stets glaubwürdig bleibt. tpg.

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