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Filmhandlung und Hintergrund

Zweiteilige Bestsellerverfilmung vor dem Hintergrund historischer Umbrüche.

„Dein Bernsteinamulett - es war doch verschollen all‘ die Jahre“, erstaunt blickt Alexander Reichenbach seine Frau Barbara an. Just am Tage ihrer Goldenen Hochzeit im Jahr 1994 bringt ihr ältester Sohn Konstantin das verloren geglaubte Schmuckstück mit. Damit bringt er auch ein altes Familiengeheimnis ans Licht: Alexander Reichenbach ist nicht sein leiblicher Vater. Seine Mutter hebt zu einer Erzählung an, die bis zum Tag ihrer Hochzeit zurückführt, als sie noch die junge Comtesse Barbara von Ganski war. In einer Rückblende wird ihre dramatische Lebensgeschichte erzählt, die geprägt wurde durch den Zweiten Weltkrieg, die Wirren der Nachkriegszeit, die russische Besatzung und den Ost-West-Konflikt.

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Das Bernstein-Amulett

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Das Bernstein-Amulett: Zweiteilige Bestsellerverfilmung vor dem Hintergrund historischer Umbrüche.

    „Dein Bernsteinamulett - es war doch verschollen all‘ die Jahre“, erstaunt blickt Alexander Reichenbach (Günther Schramm) seine Frau Barbara (Eva Maria Hagen) an. Just am Tage ihrer Goldenen Hochzeit im Jahr 1994 bringt ihr ältester Sohn Konstantin (Matthias Brandt) das verloren geglaubte Schmuckstück mit. Damit bringt er auch ein altes Familiengeheimnis ans Licht: Alexander Reichenbach ist nicht sein leiblicher Vater. Seine Mutter hebt zu einer Erzählung an, die in einer Rückblende mit dem Tag ihrer Hochzeit beginnt, als sie noch die junge Comtesse Barbara von Ganski (Muriel Baumeister) war. Damals bekam sie von ihrem Ehemann (Michael von Au) ein Amulett aus Bernstein als Symbol seiner immerwährenden Liebe geschenkt. Die Ehe stand jedoch von Anfang an unter keinem guten Stern. Schon bei der Feier gerät das frischgebackene Ehepaar mit dem SS-Mann Dr. Karl-Heinz Luschnat (Pierre Besson) aneinander. Auch die Gutsverwalterin Elisabeth (Nadeshda Brennicke) steht der Ehe ablehnend gegenüber. Was Barbara nicht weiß: Elisabeth ist ihre uneheliche Schwester, außerdem liebt auch sie Alexander. Dieser gerät nach dem Ende des Krieges jedoch in russische Kriegsgefangenschaft. Barbara muss sich allein durchschlagen, dabei legt ihr Elisabeth, die sich inzwischen bestens mit den neuen Herrschern - sie leben in der russischen Besatzungszone - arrangiert hat, immer wieder Steine in den Weg. Getrennt von ihrem Mann lässt sich Barbara zudem auf eine leidenschaftliche, folgenreiche Beziehung mit dem russischen Offizier Belajew (Merab Ninidze aus „Nirgendwo in Afrika“) ein. Als Alexander zurückkehrt, hat sie bereits einem kleinen Jungen das Leben geschenkt. Alexander nimmt Konstantin als seinen Sohn an, das wiedervereinte Paar bekommt zwei weitere Kinder. Doch dann trennt ein erneuter Schicksalsschlag die beiden: Zu unrecht wird Alexander als vermeintlicher Westspion zu zwanzig Jahren Haft verurteilt. Hilfe kann Barbara nur von Belajew erwarten, der als Gegenleistung von ihr das Amulett fordert.

    Mit „Das Bernsteinamulett“ verbindet die Ziegler Film zwei ihrer großen Know-How-Bereiche: Literaturadaptionen und historische Verfilmungen. Auf der Basis des Bestsellers von Peter Prange - der Roman verkaufte sich bislang mit einer Gesamtauflage von 950.000 Exemplaren - entwickelten Sue und Wilfried Schwerin von Korsigk das Drehbuch. Anders als der Roman, der die Zeit bis zur Wiedervereinigung umfasst, endet der Zweiteiler jedoch mit dem Mauerbau 1961. Neben der zeitgeschichtlichen Ebene schildert „Das Bernsteinamulett“ auch eine Gesellschaft im Umbruch: Das alte Feudalsystem wird durch Krieg und Nachkriegszeit langsam abgeschafft, später zählen andere Werte, wie z.B. die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei, mehr als die adelige Abstammung.

    Die hochkarätig besetzte Familiensaga besticht durch ausgezeichnete Ausstattung und stimmige Motive (u.a. Schloß Krumke in Sachsen-Anhalt, Berlin und Potsdam-Babelsberg). Allerdings gelingt es Regisseurin Gaby Kubach („Ich leih‘ dir meinen Mann“) und ihrem Kameramann Thomas Etzold nicht immer, die großen Gefühle ihrer Hauptfiguren ihr filmisch packende Bilder umzusetzen. Dramaturgisch gerät gerade im zweiten Teil die Lebensgeschichte von Barbara zunehmend zum bloßen Abhaken einzelner Situationen. Dadurch wirkt auch der Konflikt der beiden Halbschwestern immer stärker schwarz-weiß gezeichnet, wobei sich die Darstellerinnen Muriel Baumeister und Nadeshda Brennicke bemühen, Nuancen herauszuarbeiten. Auch die Rahmenhandlung ist nur ein magerer Anlass um den Rückblick in Gang zu setzen. Auf die Reaktion der Kinder auf die Enthüllungen ihrer Mutter wird beispielsweise kaum eingegangen, das versöhnliche Schlussresümee wirkt dadurch beinahe aufgesetzt. sw.

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