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Culpa - Niemand ist ohne Schuld

Poster Culpa - Niemand ist ohne Schuld Staffel 1

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Filmhandlung und Hintergrund

In der vorzüglichen ersten Serie von 13th Street will ein Priester Verbrechen verhindern, ohne das Beichtgeheimnis zu verletzen. Als Filmidee gab es das schon öfter: Ein Priester erfährt im Beichtstuhl von einem geplanten Verbrechen. Der Reiz dieser Ausgangslage liegt im Dilemma des Geistlichen: Das Beichtgeheimnis ist eine der ältesten Regeln des Kirchenrechts. Wer es verletzt, wird exkommuniziert, weshalb der Priester...

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • In der vorzüglichen ersten Serie von 13th Street will ein Priester Verbrechen verhindern, ohne das Beichtgeheimnis zu verletzen.

    Als Filmidee gab es das schon öfter: Ein Priester erfährt im Beichtstuhl von einem geplanten Verbrechen. Der Reiz dieser Ausgangslage liegt im Dilemma des Geistlichen: Das Beichtgeheimnis ist eine der ältesten Regeln des Kirchenrechts. Wer es verletzt, wird exkommuniziert, weshalb der Priester nicht einfach zur Polizei gehen kann; er muss also einen anderen Weg finden. Die von Jano Ben Chaabane konzipierte vierteilige Serie „Culpa“ erzählt diese Geschichte in immer wieder anderen Variationen. Obwohl das Schema der in sich abgeschlossenen Episoden identisch ist und die Handlung sich größtenteils im Beichtstuhl einer heruntergekommenen Kirche abspielt, überraschen die Drehbücher jedes Mals aufs Neue. Der Reiz dieser Reihe, der ersten fiktionalen Eigenproduktion von Universal Networks International für seinen Sender 13th Street, liegt nicht zuletzt in der vorzüglichen Besetzung. Den namenlosen Priester, der die Beichtenden allein Kraft seiner Worte zu Einsicht und Umkehr bewegen muss, spielt Stipe Erceg. Da die einzelnen Filme nur 25 Minuten dauern, geben die Geschichten nicht viel über ihn preis. Er lebt in einem spartanisch eingerichteten Zimmer, hat ein Ameisenproblem, raucht zuviel und ernährt sich von Fast Food. Hinter einem Spiegel verbirgt er eine in den Putz gekratzte Strichliste. Die Übersicht zeigt die Zahl der Sünden, die er unterbinden konnte; aber auch jene, bei denen er machtlos war. Die vier Geschichten erzählen beide Varianten: Mal will eine Frau (Barbara Philipp) angeblich ihren Hund von seinem Leid erlösen, in Wirklichkeit jedoch ein grausiges Geheimnis vertuschen („Unten“), mal will ein Polizist (Maxim Mehmet) Selbstjustiz üben, weil ein Serienmörder davonzukommen droht (110″). Faszinierend ist auch die Folge mit einem BND-Mitarbeiter (Ludwig Trepte), der einen investigativen Journalisten (Mehmet Kurtulus) nicht vor einem Killer warnen kann, ohne seinen Job zu verlieren („Die Falle“). Jano Ben Chaabane war bislang überwiegend als Regisseur und Autor für Florida TV tätig; die Firma von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf produziert deren Erfolgsformat „Circus HalliGalli“. Bei „Culpa“, seiner ersten fiktionalen Arbeit, war Chaabane Regisseur, Headautor und Showrunner. Die von seinem eigenen Unternehmen Ready Made Films hergestellten Kurzfilme tragen eine klare Handschrift und imponieren nicht zuletzt durch das ästhetische Konzept. Obwohl das Budget sicher nicht üppig war und jeweils nur wenige Szenen außerhalb der Kirche spielen, wirken die Bilder nie billig (Kamera: Tobias Koppe). Die Musik (Tim Schwerdter) ist ebenfalls vorzüglich. 13th Street ist über das Bezahlfernsehen Sky zu empfangen sowie Teil der digitalen Programmpakete aller großen Kabelnetzbetreiber. TPG.
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