„Chernobyl“ begeistert das Publikum. Leider hat die Serie von HBO und Sky nur fünf Folgen. Ein Trailer gibt Ausblicke auf das Finale und der Serienschöpfer verspricht, das Schlimmste ist vorbei.

„Chernobyl“ lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Spätestens, wenn die Strahlenopfer in rauen Mengen im Krankenhaus in Moskau „behandelt“ werden, wird es auch Horror-affinen Menschen eng in der Brust. Das liegt zum einen an dem grausamen Elend der Betroffenen, dass ungeschönt und brutal ins Bild gesetzt wurde, zum anderen aber auch am Schrecken, den die Ignoranz der Herrschenden gegenüber der eigenen Bevölkerung hervorruft.

Und natürlich an der Erkenntnis, dass wir in einer atomaren Risikogesellschaft leben, die gezeigten Vorgänge eben keine Horrorvision sind, sondern von der Realität abgeschrieben. Wie im Falle des Zwischenfalls 2011 in Fukushima erneut zu sehen war, ist die Bevölkerung abhängig von der Informationspolitik der verantwortlichen Betreiber und der Regierung. Und da die meisten von uns keine Atomwissenschaftler sind, müssen wir es hinnehmen, wenn die Behörden zum Beispiel das Einleiten radioaktiver Elemente ins Meer für ungefährlich halten.

Die absolut herausragenden Bewertungen auf Imdb für die Serie zeigen deutlich, dass sie einen Nerv beim Zuschauer getroffen hat.

Die Ausstrahlung erfolgt in Deutschland linear bei Sky Atlantic und ist im günstig und ohne Langzeitabo anzusehen. Die vorletzte Folge erscheint am 4.06.2019 und die finale fünfte Folge seht ihr am Dienstag danach, den 11.06.2019 jeweils ab 20:15 Uhr. Die gesamte Serie könnt ihr noch bis zum 11.07.2019 im Stream bei Sky Go und Sky Ticket abrufen.

Vorschau auf das Finale von „Chernobyl“

HBO hat bereits ein Preview-Video veröffentlicht, das euch Einblicke in die letzte Folge gibt.

Serienerfinder, Drehbuchautor und Showrunner Craig Mazin interagiert erfreulich viel mit seinem Publikum, wer des Englischen mächtig ist, sollte ihm unbedingt auf Twitter folgen. Sowohl die Fragen zur Serie als auch seine Antworten dürften für die meisten sehr interessant sein.

Die fünfte Folge teasert er damit an, dass wir das Härteste schon hinter uns gelassen haben – womit er sicherlich meint, dass uns in der letzten Folge wohl Strahlentod und Elend erspart bleibt. Weiterhin schreibt er, dass geklärt wird, was in dieser verhängnisvollen Nacht mit dem Reaktor geschah und warum. Wir werden lernen, wie ein RBMK-Reaktor explodieren kann und der Gerechtigkeit soll auf eine Art genüge getan werden. Zum Abschluss bedankt er sich bei allen, die mit ihm auf diese Reise gegangen sind. Wir sind gespannt, welches Projekt er als nächstes in Angriff nimmt und hoffen, HBO macht aus „Chernobyl“ eine aufklärerische Anthologie-Serie. Die Welt könnte das gebrauchen!

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„Chernobyl“: 17 Hintergründe & Fakten zur Serie – brutaler als jede Fiktion

 

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