„Chernobyl“: Serien-Star Alex Ferns spricht über eigene Erfahrungen mit der Nuklearkatastrophe

Author: Marek BangMarek Bang |

Die Mini-Serie „Chernobyl“ über die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl schlägt derzeit hohe Wellen. Jetzt hat sich Schauspieler Alex Ferns zu den wahren Ereignissen von 1986 geäußert und über das Schicksal seiner Familie berichtet.

Vor 32 Jahren erschütterte das Reaktorunglück von Tschernobyl die Welt. In seiner Serie „Chernobyl“ hat der US-Amerikaner Craig Mazin die Ereignisse von damals filmisch aufgearbeitet und damit neues Interesse an den tragischen Ereignissen geweckt. Touristen aus der ganzen Welt eilen derzeit in die heutige Geisterstadt Prypjat, während die Kommunistische Partei Russlands die Serie verbieten möchte und das russische Fernsehen an einem Gegenentwurf arbeitet. Bei so viel Aufsehen könnten die wahren Schicksale der betroffenen Menschen schnell in den Hintergrund rücken, wovor auch Craig Mazin bereits gewarnt hat.

Sein Schauspieler Alex Ferns, der in der Serie den Bergmann Andrei Glukhov spielt, hat in einem Interview mit der Sunday Mail (via Daily Record) seine persönliche Sicht auf die Ereignisse aus der Ukraine geschildert und klare Worte gefunden: Die Nuklearkatastrophe sei eine Tragödie, die seine Familie unmittelbar betroffen habe. Sein Onkel Robert hat zur Zeit des Unglücks bei den schottischen Wasserwerken in Killearn in der Nähe von Glasgow gearbeitet. Dann setzten radioaktive Niederschläge ein, doch die Arbeiter mussten weiter im Freien ihre Arbeit verrichten. Robert starb wie alle seine Kollegen später an Krebs. Keiner der Männer wurde 50 Jahre alt. Wie sein Onkel ist Alex Ferns fest davon überzeugt, dass die Arbeiter an den Folgen des Regens starben, da die Krankheit jeweils erst nach den Ereignissen auftrat.

Genauere Informationen über die Hintergründe und die Ausmaße der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl findet ihr hier:

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„Chernobyl“: 17 Hintergründe & Fakten zur Serie – brutaler als jede Fiktion

Radioaktive Niederschläge erreichten 1986 auch Schottland

Dass die Reaktorkatastrophe in ihren Ausmaßen weit über die Landesgrenzen der Ukraine zu spüren waren, berichtet unter anderem die Bundeszentrale für politische Bildung. So wurde radioaktive Strahlung in Schottland nachgewiesen. Schäfer im Hochland durften beispielsweise ihre Tiere nicht mehr verkaufen und mussten kontaminierte Weiden verlassen. Radioaktive Niederschläge außerhalb der betroffenen Orte in der Ukraine hat es unmittelbar nach dem Reaktorunglück also tatsächlich gegeben, was die Annahmen von Alex Ferns und seines verstorbenen Onkels leider untermauert.

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