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„Charité“ Staffel 3: Start, Cast, Handlung - Medizin beim Mauerbau

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

© ARD

Wann ist die dritte Staffel „Charité“ im TV zu sehen? Die Dreharbeiten zur neuen Fortsetzung sind abgeschlossen.

Im hessischen Rundfunk wird gerade die erste Staffel der beliebten historischen Krankenhaus-Serie wiederholt und auch bei Netflix könnt ihr die ersten beiden Staffeln anschauen. Fans warten aber sicher auf den Start der dritten Staffel.

Wann kommt „Charité“ Staffel 3?

Die gute Nachricht ist, dass die Dreharbeiten gerade noch rechtzeitig vor den Coronavirusbeschränkungen Anfang März 2020 beendet waren. Das heißt, das Material ist da und geht jetzt in die Postproduktion. Inwieweit diese im Home-Office erledigt werden kann oder ob die Arbeiten stark eingeschränkt sind, wissen wir nicht. Die schlechte Nachricht ist also, dass es noch keinen Starttermin gibt und sich die TV-Premiere der dritten Staffel „Charité“ noch hinziehen könnte. Vielleicht können wir erst mit einem Start im Februar 2021 rechnen?

Die Charité und ihr leitender Virologe Christian Drosten sind derzeit dafür umso mehr in den deutschen Medien präsent und sorgen sicherlich auch dafür, dass das Interesse an der Geschichte der Klinik womöglich noch steigt.

Dritte Staffel „Charité“ zeigt Medizin zum Mauerbau

Diesmal soll die berühmte medizinische Institution zu Zeiten des Mauerbaus gezeigt werden. Hauptfiguren sind auch diesmal medizinische Koryphäen der Epoche. Professor Otto Prokop, der Leiter der Gerichtsmedizin und Professor Ingeborg Rapoport, die Chefin der Kinderklinik an der Charité, sollen, ebenso wie die Humangenetikerin Dr. Regine Witkowski, wichtige Figuren in den neuen Folgen sein.

Neben diesen Figuren nach historischem Vorbild, steht auch wieder eine fiktive Person im Zentrum der Erzählung. Die junge Ärztin Dr. Ella Wendt (Nina Gummich) kommt aus der Provinz nach Berlin und beginnt, an der Charité zu arbeiten. Da Ellas Mutter schon in ihrer Kindheit vom Krebs dahingerafft wurde, ist sie besonders an der Früherkennung bösartiger Tumore interessiert. Aber die medizinische Welt ist immer noch von Männern dominiert und so muss sie sich beweisen und durchsetzen. Die Regie bei der dritten Staffel führte Christine Hartmann.

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„Charité“: Medizin in der DDR

Nicht nur im NS-Staat haben die Ärzte auf Kosten moralischer Maßstäbe und ärztlicher Eide mit dem System kollaboriert. Auch die Medizingeschichte der DDR weist einige düstere Flecken auf, deren historische Aufarbeitung noch andauert.

Nach dem Krieg war die Klinik zu 90 Prozent zerstört und wurde in der DDR wieder aufgebaut. Neben der besonderen Herausforderung, hohe medizinische Standards auch bei den bekannten Versorgungsengpässen in der DDR zu garantieren, mussten die Ärzte auch aufpassen, mit wem und worüber sie redeten. Die Stasi beteiligte sich maßgeblich am Aufbau des Charité-Personals und fürchtete den Verrat von Forschungsgeheimnissen an den sogenannten Klassenfeind. Daher suchte das Ministerium für Staatssicherheit nach Mitbestimmung, wenn es darum ging, wer Karriere machen durfte und wer für Auslandsreisen in Frage kam. Natürlich waren auch in der Charité inoffizielle Mitarbeiter*innen des Ministeriums beschäftigt, die ihre Kolleg*innen ausspionierten und auch denunzierten.

Die Hauptfiguren Prokop und Rapoport sind beide auch mit dieser Thematik verwoben. Prokop war als Gerichtsmediziner auch für die Obduktionen der Todesopfer an der Berliner Mauer zuständig und trug durch Schweigen dazu bei, dass es der DDR gelang, Todesumstände und Todesursachen der Maueropfer zu vertuschen. Prokop legte aber Wert auf politische Unabhängigkeit und war nie Mitglied in einer Partei.

Rapoport war Mitglied in der SED und sehr überzeugt von der Ideologie, die sie auch nach dem Mauerfall noch verteidigte.

Die Verantwortlichen wollen sich in der Serie auf die Monate vor und nach dem Mauerbau 1961 konzentrieren.

Medizingeschichte im Unterhaltungsformat

Die erste Staffel (Sönke Wortmann) zeigte das ehemalige Berliner Pesthaus in der Kaiserzeit und stellte vier Wegbereiter moderner Medizin in den Vordergrund. Die Folgen der zweiten Staffel (Arno Saul) zeigen die Charité kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Vordergrund steht der damalige Star-Chirurg Ferdinand Sauerbruch und die fiktive Person der Doktorandin Anni Waldhausen (Mala Emde).

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