„Charité“ Staffel 3 schon in Arbeit! Medizin rund um den Mauerbau

Author: Kristina KielblockKristina Kielblock |

Charité Poster

An einer dritten Staffel wird bereits gearbeitet. Sie soll die Monate vor und nach dem Mauerbau darstellen.

Am 19. Februar 2019 startete die lineare TV-Ausstrahlung der zweiten Staffel „Charité“ im Ersten. Das Finale flimmert am 19.03.2019 über die Bildschirme. Neugierige konnten alle Folgen diesmal schon in der Mediathek im Stream ansehen. Wer diese Variante wählte, war vermutlich schnell fertig, denn die sechs Folgen lassen sich problemlos hintereinander verschlingen. Bisher wurden die Folgen 850.000 Mal in der ARD-Mediathek abgerufen.

Dritte Staffel „Charité“ kommt!

Wie B.Z. und Bild berichten, laufen bereits die Vorbereitungen für eine Fortsetzung der beliebten Serie. Diesmal soll sie die berühmte medizinische Institution zu Zeiten des Mauerbaus zeigen. Hauptfiguren sind auch diesmal medizinische Koryphäen der Epoche. Professor Otto Prokop, der Leiter der Gerichtsmedizin und Professor Ingeborg Rapoport, die Chefin der Kinderklinik an der Charité sollen ebenso wie die Humangenetikerin Dr. Regine Witkowski sollen wichtige Figuren in den neuen Folgen sein.

Die Ufa Fiction ist bereits mit der Produktion beauftragt und vielleicht starten die neuen Folgen schon im Februar 2020 im Ersten.

„Charité“: Medizin in der DDR

Nicht nur im NS-Staat haben die Ärzte auf Kosten moralischer Maßstäbe und ärztlicher Eide mit dem System kollaboriert. Auch die Medizingeschichte der DDR weist einige düstere Flecken auf, deren historische Aufarbeitung noch andauert.

Nach dem Krieg war die Klinik zu 90 Prozent zerstört und wurde in der DDR wieder aufgebaut. Neben der besonderen Herausforderung, hohe medizinische Standards auch bei den bekannten Versorgungsengpässen in der DDR zu garantieren, mussten die Ärzte auch aufpassen, mit wem und worüber sie reden. Die Stasi beteiligte sich maßgeblich am Aufbau des Charité-Personals und fürchtete den Verrat von Forschungsgeheimnissen an den sogenannten Klassenfeind. Daher suchte das Ministerium für Staatssicherheit nach Mitbestimmung, wenn es darum ging, wer Karriere machen durfte und wer für Auslandsreisen in Frage kam. Natürlich waren auch in der Charité inoffizielle Mitarbeiter des Ministeriums beschäftigt, die ihre Kollegen ausspionierten und auch denunzierten.

Die Hauptfiguren Prokop und Rapoport sind beide auch mit dieser Thematik verwoben. Prokop war als Gerichtsmediziner auch für die Obduktionen der Todesopfer an der Berliner Mauer zuständig und trug durch Schweigen mit dazu bei, dass es der DDR gelang, Todesumstände und Todesursachen der Maueropfer zu vertuschen. Prokop legte aber Wert auf politische Unabhängigkeit und war nie Mitglied in einer Partei.

Rapoport war Mitglied in der SED und sehr überzeugt von der Ideologie, die sie auch nach dem Mauerfall noch verteidigte.

Die Verantwortlichen wollen sich in der Serie auf die Monate vor und nach dem Mauerbau 1961 konzentrieren.

Medizingeschichte im Unterhaltungsformat

Die erste Staffel zeigte das ehemalige Berliner Pesthaus in der Kaiserzeit und stellte vier Wegbereiter moderner Medizin in den Vordergrund. Die neuen Folgen zeigen die Charité kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Im Vordergrund steht der damalige Star-Chirurg Ferdinand Sauerbruch und die fiktive Person der Doktorandin Anni Waldhausen (Mala Emde).

Welche neue Serie solltest du im August 2019 ansehen?

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