In den vergangenen 13 Jahren hatten die Fans Gelegenheit, fünf Spider-Man-Filme in Augenschein zu nehmen. In den ersten drei führte noch Sam Raimi Regie und Tobey Maguire trat als Peter Parker/Spidey auf; in den beiden folgenden The Amazing Spider-Man-Abenteuern übernahm dann Marc Webb die Regie, und nun war es Andrew Garfield, der in die Rolle des Netzschwingers schlüpfte.

Beide Spider-Man-Reihen weisen ihren eigenen Stil und Tonalität auf. Nicht alle Fans waren indes mit dem Wechsel auf dem Regieposten glücklich. Beinahe hätte aber noch ein ganz anderer Regisseur mit seiner unverkennbaren Handschrift die Spider-Man-Filme geprägt: Kultregisseur David Fincher, der Filme wie Fight Club, Sieben oder zuletzt Gone Girl in Szene setzte, war sowohl 2002 als möglicher Regisseur als auch 2011 vor dem Wechsel im Gespräch.

The Amazing Spider-Man wäre ganz anders

In die engere Wahl gelangte David Fincher endgültig, als der Deal zwischen Sony und Sam Raimi für Spider-Man 4 platzte. Anders als Marc Webb wäre Fincher jedoch ein erwachsenerer Held vorgeschwebt. Auf die Ursprungsgeschichte hätte er anderseits weitestgehend verzichtet. Wie er in einem Interview äußerte, sind die Entstehungsgeschichten der bekannten Superhelden wie Batman, Superman und inzwischen auch Spider-Man mittlerweile mehr als oft genug erzählt worden. Das Ganze wäre in seinen Augen gut im Stile eines mehrminütigen musikalischen Prologs wie bei Watchmen abzuhandeln. Dort werden die Ereignisse der Zeit zwischen 1940-1980 zu den Klängen von Bob Dylans "The Times They Are A Changin" bündig zusammengefasst.

David Fincher hätte sich nach eigener Aussage inhaltlich auch näher an die Comic-Vorlagen gehalten. Dies betrifft vor allem den tragischen Tod von Gwen Stacy (Emma Stone), der im Prinzip recht früh im Leben Peter Parkers geschieht. Im Kino war dies erst im Finale von The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro mitzuerleben - jedoch anders als in den Comics, in denen sie Norman Osborn als Grüner Kobold in voller Absicht von der George Washington Bridge stürzt.

Dies alles ist nun aber Geschichte, und die mögliche Version von David Fincher wird höchstwahrscheinlich nie auf die Leinwand gelangen. Das Wiedersehen mit Spider-Man und Andrew Garfield könnte überdies auch noch eine Weile auf sich warten lassen: Nach aktuellen Stand ist The Amazing Spider-Man 3 erst für 2018 vorgesehen.

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