Arthurs Gesetz

  1. Ø 5
   2018
Arthurs Gesetz Poster

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Kritikerrezensionen

  • Die ziemlich makabre Serie mit Jan Josef Liefers schießt manchmal übers Ziel hinaus, macht aber großen Spaß.

    Der Sender kündigt die sechsteilige Serie als „Comedy noir“ an. Andernorts würde man schlicht „schwarze Komödie“ sagen, aber das TNT-Etikett passt recht gut, denn „Arthurs Gesetz“ fällt aus dem üblichen Schema solcher Geschichten: weil die Ereignisse, die der unglücklichen Titelfigur widerfahren, höchst ungewöhnlich sind. Arthur Ahnepol (Jan Josef Liefers) ist der typische naive Antiheld, der sich schon sein ganzes Leben danach sehnt, einen Zipfel vom Glück zu erhaschen. Stattdessen hat ihn das Schicksal mit einer Tyrannin gestraft. Um ihren anspruchsvollen Lebensstandard zu finanzieren, hat Gattin Martha (Martina Gedeck) ihren Arthur dazu überredet, sich bei der Arbeit die Hand abzusägen. Weil die Aktion von einer Überwachungskamera aufgezeichnet worden ist, zahlt die Versicherung keinen Cent. Nun muss er sich regelmäßig beim Jobcenter einfinden, um sich von einer arroganten Sachbearbeiterin (Nora Tschirner) demütigen zu lassen. Als er an seinem Geburtstag im Bett einer reizenden Prostituierten (Cristina do Rego) landet, ist dies der Beginn jener Kettenreaktion, auf die der Titel anspielt: Jede Lösung erzeugt prompt ein neues Problem, diverse groteske Todesfälle inklusive.

    Kreativer Kopf hinter der Serie ist Benjamin Gutsche, dessen überschaubare Filmografie neben einigen Kurzfilmen die Drehbuchmitarbeit an der Kinderserie „Armans Geheimnis“ enthält. Dass ein Sender einem derart unerfahrenen Autor eine Serie überlässt, verdeutlicht die Risikofreude, durch die sich Pay-TV- und Streamingdienste von den etablierten Sendern unterscheiden. Als Ausgleich hat TNT Comedy Christian Zübert engagiert. „Arthurs Gesetz“ ist allerdings komplett anders als „Lammbock“, „Dreiviertelmond“ oder „Hin und weg“, wie schon die Bilder verdeutlichen. Gerade bei den Innenaufnahmen im Haus von Arthur und Martha hat Kameramann Ngo The Chau für ein Licht gesorgt, das sich am besten mit „Gelsenkirchener Barock“ beschreiben lässt: Das Eigenheim wirkt wie eine Gruft, in der Arthur lebendig begraben ist.

    Makabre Scherze sind erfahrungsgemäß nicht jedermanns Geschmack, weshalb sich ARD und ZDF nur selten an Stoffe jenseits der ausgetretenen Erzählwege trauen. Deshalb haben sich Gutsche und Zübert ganz offensichtlich vorgenommen, über alle möglichen Stränge zu schlagen, was zur Folge hat, dass ihre Serie mitunter übers Ziel hinausschießt. Das beginnt beim verwirrenden Make-up von Nora Tschirner, die kaum zu erkennen ist, und endet bei Martina Gedecks ähnlich dick aufgetragenem Spiel. Den größten Spaß machen ohnehin die vielen originellen Einfälle. Am amüsantesten sind die liebevoll ausgedachten Todesarten. Dass die Unglücksfälle regelmäßig mit großer Sauerei einhergehen, versteht sich fast von selbst; einige Dialoge sind ebenfalls ziemlich versaut. tpg.

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