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Yo La Tengo

Yo La Tengo zählen trotz eher mittelmäßiger kommerzieller Erfolge zu den langlebigsten Gruppen der US-amerikanischen Independent-Szene. Die aus Hoboken, New York, stammende Band wird 1984 von dem Ehepaar Ira Kaplan und George Hubley gegründet. Der Name Yo La Tengo ist aus einer Baseball-Anekdote abgeleitet, in welcher ein englischsprachiger Spieler die spanische Entsprechung des Satzes „I got it!“ lernt, um von einem venezuelanischen Kameraden verstanden zu werden: „Yo La Tengo!“ In dem Gitarristen Dave Schramm und dem Bassisten Mike Lewis findet sich die fehlende Verstärkung und 1986 veröffentlicht die Band ihr Debüt-Album. „Ride The Tiger“ verkauft sich nicht gerade bahnbrechend, doch die Resonanz bei der Kritik ist durchweg positiv. Als Schramm und Lewis aussteigen, übernimmt Kaplan, unterstützt von Stephen Wichnewski am Bass, die Rolle des Leadgitarristen. In dieser Besetzung entstehen „New Wave Hot Dogs“ (1987) und „President Yo La Tengo“ (1989). 1990 erscheint mit „Fakebook“ ein folkiges Cover-Werk mit Stücken von Cat Stevens, den Kinks, The Pastels und einigen eigenen Songs. Auf „May I Sing With Me“ (1992) ist der neue Bassist James McNew zu hören, mit dem auch „Painful“ (1993), „Eletr-o-Pura“ (1995) und „I Can Hear The Heart Beating As One“ (1997) eingespielt werden. Yo La Tengo entwickeln einen facettenreichen Stil, der aus vielen Quellen schöpft und Folk, Punk, Rock, Noise und Electronica zu einem höchst eigenwilligen Gebilde vereint. Daneben wird die Formation auch durch ein schier endloses Repertoire an Cover-Songs bekannt (dokumentiert auf dem 2006 erschienenen Album „Yo La Tengo Is Murdering The Classics“). Nicht zuletzt dank der leitenden Hand von Produzent Roger Moutenot erreicht die Band so einen festen Kultstatus. Dieser verschafft den New Yorkern auch Aufträge aus der Film- und Fernsehwelt: 2001 nimmt die Gruppe mit „The Sounds Of The Sounds Of Science“ den Soundtrack zu acht Folgen einer Unterwasser TV-Doku-Reihe auf, für die Filme „Junebug“ (2005) und „Old Joy“ (2006) liefert man ebenfalls die musikalische Untermalung. In „I Shot Andy Warhol“ (1996) haben Yo La Tengo sogar selbst einen kurzen Auftritt - als Velvet Underground. Nach der Best-Of-Compilation „Prisoner Of Love“ (2005) ist für 2006 wieder ein neues Album angekündigt.

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