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© Lado Alexi

Tokio Hotel

Jung sind sie, die neuen deutschen Hitparadeneroberer. Jung wie ihre Zielgruppe - die besteht mittlerweile aus 10- bis 15-Jährigen. Nach Juli, Silbermond und Christina Stürmer versuchen nun auch ein paar Jungs aus Magdeburg ihr Glück - mit einem Song über erste Sehnsüchte und Weltschmerz, der nicht nur im Titel der perfekten Welle arg ähnelt. Die 2001 noch unter dem Namen Devilish gegründete Gruppe belegte bereits in der ersten Woche nach Veröffentlichung der Single die Top-Position in den Charts. „Durch den Monsun“ begeistert vor allem diejenigen Teenies, denen die Boygroups zu wenig authentisch, die englischsprachigen Texte der „erwachsenen“ Alternative-Bands aber zu wenig verständlich sind. Ob sich Tokio Hotel - alias die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz (15), Gustav Schäfer (16) und Georg Listing (18) - nun in Windeseile selbst zum Starruhm gerockt haben oder ob sie das Produkt eines geschäftstüchtigen Teams sind, wird von der Plattenfirma Universal sorgsam im Unklaren gelassen. Tatsache ist, dass Bill Kaulitz 2002 in der Sat-1-Sendung „Star Search“ erstmals in Erscheinung getreten ist. Wirft man einen Blick hinter die Kulissen, kommt man ins Grübeln: Pat Benzer liefert gemeinsam mit seinem Partner Peter Hoffmann seit langem Material für den Kindermarkt, schreibt für Oli P. und den kleinen Eisbären. Dave Roth und David Jost haben bereits Marlon und Patrick Nuo passende Lieder auf den Leib geschrieben. Das Management der Band hat der ebenfalls musizierende Stiefvater der Gebrüder Kaulitz übernommen. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden ist nun eine mehr oder weniger gefällige Melange aus Rock und Pop, die mit dem vor kurzem noch in Magdeburger Jugendclubs dargebotenem Geklampfe wenig gemein hat: Hochglanz-Rock fürs Poster im Jugendzimmer, inklusive Lederkleidung und Manga-Outfit. Dazu passt auch das „Tokio“ im Bandnamen wieder ganz hervorragend. „Durch den Monsun“ wird im Herbst 2005 gefolgt vom Album „Schrei“. Was folgte war schlicht: Tokiomanie. Innerhalb kürzester Zeit wurden die vier Magdeburger zu den unbestrittenen Superstars der deutschen (Teenie)-Pop-Szene. Wo auch immer Tokio Hotel auftauchten, sorgten sie für ohrenbetäubende Kreischorgien hysterischer Heranwachsender, mit ihrem Debütalbum schossen sie bis auf Platz fünf der Charts und füllten mit Leichtigkeit die großen Konzerthallen der Nation. Derartige Begeisterungsstürme hatten zuletzt die Knabenpopper von Echt ausgelöst, die von Tokio Hotel jedoch bereits nach kurzer Zeit erfolgsmäßig deutlich überholt wurden. Die „Bild“-Zeitung empörte sich über angebliche Alkohol-Exzesse der Minderjährigen Musikanten, Thomas Gottschalk lud sie zu sich auf die „Wetten, dass …?“-Couch, kurz - Tokio Hotel waren Ende 2005/Anfang 2006 die Band der Stunde auf dem Deutschpopmarkt. Ihre Plattenfirma Universal nutzte die Euphorie und veröffentlichte bereits wenige Wochen nach „Schrei“ die erste DVD der Band ,“Leb die Sekunde - Behind The Scenes“, und schürte das Feuer im April 2006 mit einer „Special Edition“ des Debütalbums und einer Live-DVD weiter. Nach ausgedehnten Konzertreisen folgte im März 2007 mit „Zimmer 483“ das zweite Studioalbum, mit dem Tokio Hotel aus dem Stand die Charts-Spitze erreichten. Auch in Frankreich begeisterte man sich mittlerweile für die Teenager, hier stieg das Album auf Rang zwei ein.

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