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The Verve

Richard Ashcroft (Gesang), Nick McCabe (Gitarre), Simon Jones (Bass) und Peter Salisbury (Schlagzeug) gründen 1989 im englischen Wigan, Lancashire, die Gruppe Verve. 1992 erscheint auf Hut Records eine erste EP: „Verve“ zeigt bereits das Potenzial hinter Ashcrofts Songwriting und McCabes beeindruckendem Gitarrenspiel. Das 1993 veröffentlichte Album-Debüt „A Storm In Heaven“ wird zwar von Britpop-Größe John Leckie produziert, bleibt einer breiteren Öffentlichkeit jedoch eher verborgen. Der psychedelisch angehauchte Sound erweist sich als nicht gerade radiofreundlich. 1994 verschafft die Single „Slide Away“ der Band einen Platz beim alternativen Rock-Spektakel Lollapalooza. Die Tour endet für Verve damit, dass Ashcroft wegen Dehydrierung ins Krankenhaus eingeliefert wird - zu viel Ecstasy. Kurz darauf verklagt das Jazz-Label Verve die Gruppe wegen Verletzung der Namensrechte. Flugs stellt man ein „The“ voran. Das 1995 erschienene Album „A Northern Soul“ erntet zwar stürmischen Kritikerjubel, der kommerzielle Durchbruch bleibt jedoch aus. Die Aufmerksamkeit von Fans und Medien gilt dem lächerlichen Kampf der Giganten Oasis und Blur. Enttäuscht löst Ashcroft die Gruppe kurzfristig auf. Einige Wochen später erscheint McCabe nicht mehr zur Wiedervereinigung. Mit dem Ersatzmann Simon Tong spielen The Verve das Album „Urban Hymns“ ein, das zu ihrem größten Erfolg werden soll. Die Single „Bitter Sweet Symphony“ steigt auf Platz zwei der britischen Charts ein und hält sich dort monatelang. The Verve mausern sich praktisch über Nacht vom Geheimtipp zu einer der beliebtesten Bands des Königreichs. Doch der Erfolg bekommt einen bitteren Beigeschmack, als der Anbieter des Rolling-Stones-Backkataloges, ABKCO Music, The Verve wegen einer nicht genehmigten Verwendung eines Samples aus „The Last Time“ verklagt - und gewinnt. Nicht nur die Tantiemen an der Hitsingle sind nun verloren, sondern auch die Urheberrechte, die zu hundert Prozent dem Duo Jagger/Richards zugesprochen werden. Später taucht der Titel in einer Nike-Werbung wieder auf. Bei der anschließenden Tour bricht Bassist Simon Jones auf der Bühne zusammen, der zurückgekehrte McCabe verschwindet ohne Vorwarnung. Für ihn springt der Studiomusiker B.J. Cole ein. 1999 lösen sich The Verve endgültig auf. Zum Zeitpunkt des Bandsplits hat Ashcroft bereits mit der Arbeit an seinem Solo-Debüt „Alone With Everybody“ (2000) begonnen. Mit im Boot sind auch Cole und Salisbury.

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