System of a Down

System of a Down Poster

Leben & Werk

Mit einer ebenso unkonventionellen wie brachialen Variante riff-basierter Metal-Musik konnte sich das kalifornische Quartett System Of A Down nach seiner Gründung Mitte der Neunziger schnell eine treue Fan-Gefolgschaft und sogar einen gewissen Kult-Status erspielen. Gegründet wurde die Band 1995 von Sänger Serj Tankian, Gitarrist Daron Malakin, Shavo Odadjian am Bass und John Dolmayan am Schlagzeug. Ihren Plattenvertrag verdankten sie Meister-Produzent Rick Rubin (Beastie Boys, Johnny Cash, Slayer), der die Band - die in ihrer Heimatstadt Los Angeles durch Mundpropaganda bereits den Status einer Top-Gruppe genoss - bei einem Konzert im Viper Room sah und sofort begeistert war. „Er kam tatsächlich nach diesem Gig in unsere Garderobe und lud uns ein, zu ihm ins Studio zu kommen“, erzählte die Band rückblickend. Der Vierer aus Kalifornien, dessen Mitglieder zwar in den USA geboren wurden, aber alle armenischer Abstammung sind, musste nicht lange überlegen, dieser Einladung Folge zu leisten. Rubin engagierte zusätzlich Engineer Sylvia Massey (u.a. Tool) und Dave Sardy (u.a. Far, Barkmarket) als Mixer für die Aufnahmen, und heraus kam das Debütalbum „System Of A Down“. Die CD sowie eine Tour im Vorprogramm von Slayer und bei der reisenden Heavy-Metal-Revue Ozzfest machten die Band landesweit bekannt und ließen auch Metal-Fans in Europa erstmals aufhorchen.

Der internationale Durchbruch folgte mit dem wiederum von Rick Rubin produzierten zweiten Album „Toxicitiy“, das im Jahr 2001 auf den Markt kam. Die CD erreichte den Spitzenplatz der US-Billboard-Charts und wurde später mehrfach mit Platin ausgezeichnet; auch die Singles „Chop Suey“ und „Toxicity“ erreichten die Charts-Spitze in den USA und machten die Band gemeinsam mit Linkin‘ Park und Limp Bizkit zu den populärsten Bands der damals grassierenden Nu-Metal-Welle. In Deutschland kletterte das Album bis auf Position 23 und hielt sich über 40 Wochen in den Charts. Im November 2002 legte die Gruppe mit „Steal This Album“ ihr drittes Album vor, das die musikalische Marschrichtung konsequent fortsetzte - bestand das Album doch überwiegend aus Songs, die wähend der „Toxicity“-Sessions aufgenommen worden waren. Die CD erreichte in den US-Charts Position 15, während sie in Deutschland sogar bis auf Rang 14 vordringen konnte. Im Juni 2005 legten die Vier mit „Mesmerize“ bereits ihr nächstes Studio-Album nach, mit dem sie ihren Aufstieg zu einer der größten Metal-Bands des 21. Jahrhunderts fortsetzten. Die CD, auf der die Gruppe ihre ebenso anarchische wie punktgenaue Metal-Variante weiter perfektionierte, debüttierte sowohl in den USA wie in Deutschland auf Platz eins der Charts.

Es sollte keine sechs Monate dauern, bis mit „Hypnotize“ bereits das nächste vollwertige Studioalbum in den Regalen stand. Trotz des hohen Veröffentlichungsrhythmus‘ zeigten sich System Of A Down auch auf ihrem fünften Album von ihrer stärksten Seite. Die CD erreichte in Deutschland Rang vier der Longplay-Charts.

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