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Söhne Mannheims

1995 gründet der Mannheimer Sänger Xavier Naidoo mit zunächst weiteren sieben (später insgesamt siebzehn) Söhnen der Stadt ein Künstlerkollektiv, dem auch Michael Herberger, Claus Eisenmann und DJ Davis angehören. Nach monatelangen Aufnahmen und Probe-Sessions in Eisenmanns Keller entstehen die ersten Titel: „Meine Stadt“, „20 000 Meilen“ und „Quadrate“. Zu einer Mixtur aus Soul, Hip Hop und Poprock predigen die Söhne viel Volksnahes und Persönliches. Damit die beginnende Solokarriere Naidoos nicht das vorzeitige Ende des Projekts einläutet, lässt sich dieser die Möglichkeit zum musikalischen Seitensprung beim Label 3p vertraglich zusichern. Mit der wachsenden Bekanntheit des deutsch singenden christlichen Soul-Hip-Hoppers festigt sich auch das Fundament für die Söhne. Nebenbei schreibt Herberger weiter fleißig Stücke, Eisenmann und Davis arbeiten an der Darbietung. Als Naidoo die Millionengrenze verkaufter Tonträger überschritten hat, baut er eine eigene Vertriebsfirma auf, mit deren Hilfe das Debüt der Söhne Mannheims nun endlich realisiert werden soll. Die Belegschaft von 3p sieht solches Treiben naturgemäß gar nicht gern. Man gerät in Streit miteinander, bis das Gericht entscheidet: Naidoo darf als Herr der Söhne deren Material auch selbst veröffentlichen. „Geh davon aus“ heißt die erste Single, „Zion“ das erste Album (Naidoo sieht ein Ebenbild des heiligen Berges Zion angeblich im Heidelberger Königsstuhl). Die Scheibe verkauft sich eine halbe Million mal, nicht nur in Mannheim. Einen Teil der Einnahmen will Xavier Naidoo für soziale Zwecke aufwenden. Nach erfolgreich beendeter Deutschlandtournee trennen sich die Wege der Söhne wieder. Am 2004 veröffentlichten Nachfolger „Noiz“ sind nur noch vierzehn der ursprünglich siebzehn Mitglieder beteiligt (dafür neu im Boot: H-Blockx-Sänger Henning Wehland). Die anschließende Tournee findet vor vollen Häusern statt, muss verlängert werden. Nach der Tsunami-Katastrophe im Herbst 2004 tun es die Söhne Mannheims den Tausenden weniger bekannten deutschen Bands gleich und geben ein Benefiz-Konzert. 2005 bekommen sie einen ECHO in der Kategorie „Beste Band Rock/Pop national“.

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