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Smashing Pumpkins

Die Smashing Pumpkins werden 1987 von Billy Corgan, dem Sohn eines Jazzgitarristen und der Bassistin D’Arcy Wretzky in Chicago gegründet. Nur von einem Drumcomputer begleitet absolviert das Duo erste Auftritte und veröffentlicht eine Single bei Sub Pop, bis sie mit dem Jazzschlagzeuger Jimmy Chamberlain und dem Gitarristen James Iha ihre Besetzung vervollständigen. Das gemeinsam mit Butch Vig produzierte Debüt-Album Gish verschmilzt 1991 verschiedene Stile wie Heavy Metal und Psychedelic Rock zu einem eigenständigen Ganzen und verkauft sich ohne Chartplatzierung weltweit über 1,5 Millionen Mal. Die Smashing Pumpkins werden damit zum Prototyp des neuen US-amerikanischen Alternative Rock. Die auch in Europa rasant anwachsende Popularität der Gruppe zeigt sich 1992 darin, dass sich die überarbeitete Single-Auskopplung „I Am One“ über eine Woche lang in der britischen Hitparade zu halten vermag. Bis zur nächsten Veröffentlichung soll es dennoch zwei Jahre dauern. Die Band wechselt zum Major Virgin und nutzt das erweiterte Budget für eine luxuriöse Produktion. Dutzende übereinander gelegte Spuren - allein bis zu vierzig Gitarrentracks - verleihen „Siamese Dream“ einen weites und vielseitiges Klanggewand. Während dieser Zeit machen die Smashing Pumpkins aber auch durch ihre internen Querelen von sich reden: Corgan, in den Medien häufig als Control-Freak dargestellt, verfährt mit den Spuren seiner Mitstreiter im Studio gnadenlos, löscht und ändert nach Belieben. Für „Siamese Dream“ spielt er beinahe die gesamten Bass- und Gitarrenparts im Alleingang ein. „Siamese Dream“ erscheint 1993 und wird in den USA dreifach mit Platin ausgezeichnet. Die Pumpkins begeben sich auf eine ausgedehnte Europa-Tournee. Im Folgejahr sind sie die Stars der Lollapalooza-Tour. Das ehrgeizige Doppelalbum „Mellon Collie And The Infinite Sadness“ verleiht der Band 1995 endgültig Superstarstatus. Die Presse jubelt, doch Corgan ist am Ende: Der Workoholic leidet seit den Aufnahmen zu „Gish“ an chronischer Überarbeitung und verfällt schließlich in eine schwere Depression. Anfang 1996 stirbt der Tour- und Studio-Keyboarder der Gruppe, Jonathan Melvoin, an einer Überdosis Heroin. Auch Schlagzeuger Chamberlain ist abhängig und verlässt die Band. Dem mit Aushilfsdrummern und Computern eingespielten Album „Adore“ (1998) ist dieser Verlust anzumerken. Nach der Veröffentlichung des Albums „Machina“ steigt auch Wretzky aus - im Dezember 2000 gibt die Gruppe ihr letztes Konzert. Am 21. Juni 2005 verkündet Corgan in einer ganzseitigen Anzeige in der Chicago Times, dass er die Smashing Pumpkins wieder aus der Versenkung holen will.

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