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© M. Shawn Crahan

Slipknot

Düstere Halloween-Maskeraden, brachiale Live-Shows und markerschütternde Metal-Sounds - mit dieser Mischung stiegen Splipknot Ende der 90er zu einer der aufsehenerregendsten Gruppen der Nu-Metal-Welle auf. Aufgewachsen waren die Slipknot-Mitglieder im verschlafenen US-Provinznest Des Moines, Iowa. 1995 beschlossen dort DJ Sid Wilson, Bassist Paul Grey, die Perkussionisten Chris Fenn und Shawn „Clown“ Crahan, Schlagzeuger Joey Jordison, die Gitarristen James Root und Mick Thompson sowie Sägner Corey Taylor, die kaum erwähnenswerte Musikszene ihrer Heimatstadt aufzumischen und legten dabei reichlich Fantasie an den Tag.

Neben einem explosiven Gemisch aus Industrial-Sounds, Metal-Riffs und Rap-Einflüssen entwickelten sie ein eindrucksvolles, mancherorts auch als lächerlich bezeichnetes, Image, indem sie sich in düstere Halloween-Kostüme, die ihre Inspiration auch aus der Sado/Maso-Szene bezogen, kleideten und ihre bürgerlichen Namen ablegten. Stattdessen bekam jedes Mitglied eine Nummer von null bis acht verpasst und hatte somit einen neuen Bühnennamen.

Standesgemäß veröffentlichte die Gruppe an Halloween 1996 in Eigenregie ihr Debütalbum „Mate. Feed. Kill. Repeat“, mit dem sie rasch Aufmerksamkeit auch außerhalb ihres Heimatorts erregte. Zahlreiche Labels zeigten Interesse an Slipknot, darunter Roadrunner Records, die die Band 1997 schließlich unter Vertrag nahmen. Gemeinsam mit Nu-Metal-Starproduzent Ross Robinson nahm die Band ihr zweites Album, „Slipknot“, auf, das im Frühjahr 1999 weltweit veröffentlicht wurde. Es folgten ausgedehnte Konzertreisen, darunter mehrere Shows im Rahmen der erfolgreichen Ozzfest-Tour, auf denen die Band ihre Anhängerschaft stetig vergrößerte. Rasch erlangten Slipknot einen exzellenten Ruf als energetische und kompromisslose Live-Band - was nicht zuletzt Trommler Shawn Crahan mit vollem Köpereinsatz manifestierte: Der hatte sich in diesem Jahr zweimal auf der Bühne den Kopf derart aufgeschlagen, dass die Wunde genäht werden musste. Ein Einsatz, der sich lohnen sollte: Im Frühling 2000 erreichte das Album als erste Roadrunner-Veröffentlichung überhaupt Platin-Status in den USA.

2001 folgte der dritte Longplayer „Iowa“ , der in den USA auf Position drei debüttierte. In Deutschland gelangte die CD bis auf Rang vier. Ein weiteres Mal trat die Gruppe bei der Ozzfest-Tour auf und verbrachte auch den Rest des Jahres größtenteils wieder auf internationalen Konzertbühnen. Zurück in der Heimat wurde das Projekt Slipknot zunächst auf Eis gelegt: Nachdem sie noch gemeinsam das Label Maggot Recordings gegründet hatten, widmeten sich die Bandmitglieder diversen Solo- und Nebenprojekten. So schloss sich u.a. Gitarrist Joey Jordison mit Static-X-Gitarrist Tripp Eisen zum Projekt Murderdolls zusammen, während Sänger Corey Taylor die Maske ablegte und wieder mit seiner alten Band Stone Sour auftrat. So zerstreuten sich die Mitglieder zunehmend, was zur Folge hatte, dass bald Auflösungsgerüchte kursierten. Angefeuert wurden diese noch von Taylor, der auf der Bandwebsite mitteilte, die Mitglieder hätten seit Monaten nicht mehr miteinander gesprochen. Die Band würde sich lieber auflösen, als ein ähnliches Schicksal wie die ebenfalls maskierte Rocktruppe Gwar zu erfahren. Die Mitteilung löste Entsetzen bei den „Maggots“ aus, wie die Band ihre Fans liebevoll nennt.

In Deutschland geriet die Band im Jahr 2002 massiv in die Schlagzeilen: Die Medien stürzten sich auf die Guppe, nachdem bekannt geworden war, dass der jugendliche Amokläufer Robert Steinhäuser, der im April in seiner Schule ein Blutbad angerichtet hatte, Fan der US-Gruppe gewesen sein sollte. Zahlreiche Radio- und Musikfernsehstationen verbannten die Band daraufhin aus ihren Playlists. Anfang 2003 konnten die Slipknot-Fans schließlich wieder aufatmen: Taylor nahm seine früheren Aussagen zurück und teilte mit, dass die Band an einem neuen Album arbeite. Die Aufnahmen begannen im August unter der Ägide von Produzentenlegende Rick Rubin (u.a. Slayer, Johnny Cash, Beastie Boys). „Vol.3: The Subliminal Verses“ kam im Frühjahr 2004 auf den Markt und eroberte in Deutschland Position zwei der Charts. Ein drittes Mal schlossen sich Slipknot der Ozzfest-Tour an, diesmal als Headliner. Im Herbst 2005 erschien die Live-CD „9.0: Live“.

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