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Simple Minds

Der Sänger Jim Kerr gründet mit dem Gitarristen Charlie Burchill 1977 eine gemeinsame Band, die sie zunächst Johnny & the Self Abusers nennen. Zur Urbesetzung gehört neben Brian McGhee (Schlagzeug, später ersetzt durch Mel Gaynor) auch Tony Donald am Bass, der jedoch bald von Derek Forbes (dann von John Giblin) ersetzt werden soll. Wenig später stößt der Keyboarder Mick MacNeil hinzu. Nach einer erfolglosen Single-Veröffentlichung versucht man im Jahr darauf einen Neustart unter dem Namen Simple Minds, der aus einer Textzeile des Bowie-Songs „Jean Genie“ entlehnt wird. Erste Aufnahmen wie „Real To Real Cacophony“ (1979) oder „Empires And Dance“ (1980) werden trotz geringer Verkaufszahlen von der Kritik hochgelobt, wenn es auch recht laute Stimmen gibt, die der Band geistigen Diebstahl bei den Beatles und Roxy Music vorwerfen. Unter der Führung des ehrgeizigen Kerr bewegen sich die Simple Minds jedoch immer stärker in Richtung eines groß angelegten, elektronisch-romantischen Popklangs aus Gitarren-Glissandi und Hall-Welten, der sich erstmals auf dem von Steve Hillage produzierten Doppel-Album „Sons And Fascination/Sister Feelings Call“ zu voller Blüte entfaltet. „New Gold Dream“ bringt 1982 schließlich den internationalen Durchbruch, wenngleich sich die Karriere der Band immer ein wenig im Schatten der Überflieger U2 bewegen wird. „Don’t You (Forget About Me)“ - ein zunächst Bryan Ferry angebotener, doch von diesem abgelehnter Song - eröffnet schließlich eine Hitserie, die in „Alive And Kicking“, „Sancity Yourself“ und „Ghost Dancing“ ihre Fortsetzung findet. Inzwischen tritt die Gruppe in Stadien auf, wo Kerr als charismatischer Pop-Prediger die Massen hypnotisiert. Das Live-Album „In The City Of Light“ (1987) dokumentiert diese Phase eindrucksvoll. Das von Trevor Horn produzierte „Belfast Child“, ein aus dem irischen Volkslied „She Moved Through The Fair“ entwickeltes Stück, bewegt 1989 auch die sozialkritischeren Gemüter. Danach begibt man sich auf die Suche nach einer musikalischen Zukunft. Als 1991 „Real Life“ (bereits ohne MacNeil) erscheint, ist der Markt für Synth-Pop längst ausgereizt. Dennoch gelingt den Simple Minds abermals der Einstieg in die Hitlisten. Das Rumpfduo Kerr und Burchill lässt sich mit der Veröffentlichung weiterer Alben zwar reichlich Zeit, kann aber den Biss der alten Tage nicht wiederholen. „Good News From The Next World“ (1994) klingt gut, aber etwas abgehangen. Nach dem 2002 erschienenen „Cry“ legen die Simple Minds im September 2005 das Album „Black & White“ vor.

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