Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. Sex Pistols

Sex Pistols

Trotz ihrer kurzen Existenz gelten The Sex Pistols als Inkarnation des britischen Punk. Beeinflusst vom Sound der US-amerikanischen Punk-Bewegung nahmen die Pistols ihre Vorreiterrolle vor allem durch ihre öffentlich zur Schau getragenen Hingabe zum Punk als destruktive Lebenseinstellung ein - anders als Zeitgenossen wie die politisch motivierteren The Clash oder die wesentlich ambitionierteren Buzzcocks. Im Jahr 1972 gründet der Schlagzeuger Paul Cook gemeinsam mit Steve Jones (Gesang, später Gitarre) und Wally Nightingale (Gitarre) in London die nach einem Song von Roxy Music benannte Gruppe The Strand, die bald zum regelmäßigen Kundenkreis des Klamottenladens Sex gehört. Von dort aus findet sich nach und nach die erste Besetzung der legendären Punk-Truppe zusammen, die mit dem für Nightingale eingesprungenen Bassisten Glen Matlock und dem Sänger John Lydon alias Johnny Rotten komplettiert wird. Lydon betritt die Boutique in einem selbstgemachten T-Shirt mit der Aufschrift „I hate Pink Floyd“ und wird engagiert. Der Besitzer des Ladens, Malcolm McLaren, übernimmt das Management der Band, die er in „QT Jones and his Sex Pistols“, dann in Sex Pistols umbenennt und gezielt als Einzelfiguren ausstaffiert - kaum anders als bei einer heutigen Boyband. McLaren setzt für die Vermarktung auf simple Provokation: Bereits das erste Konzert der Pistols am 6. November 1975 muss nach zehn Minuten wegen Erregnung öffentlichen Ärgernisses abgebrochen werden. Auch die erste Single „Anarchy In The UK“ (1976) präsentiert die Band als Bürgerschreck. Zu einem Rauschen im Blätterwald kommt es, als Jones bei einem Fernsehinterview das Wort „Fuck“ entfährt. Viele Konzerte der „Anarchy In The UK“-Tour werden von den Behörden verboten, der Rest endet in wüsten Raufereien. Nach einem längeren Engagement in Amsterdam verlässt Matlock die Gruppe und wird durch Lydons Busenkumpel und Pistols-Jünger John Simon Richie ersetzt, den Lydon als Sid Vicious vorstellt. Vicious muss bei Aufnahmen zwar von Jones oder sogar Matlock am Bass gedoubelt werden, mimt den wilden Mann jedoch live so vortrefflich, dass die Band endgültig Kult-Status erringt. Die pünktlich zum Thronjubiläum der Queen veröffentlichte Single „God Save The Queen (The Fascist Regime)“ sorgt 1977 ebenso für Aufregung wie das lang erwartete, einzige Album „Never Mind The Bollocks, Here’s The Sex Pistols“. 1978 ist alles zu Ende. Lydon verlässt die Band und gründet Public Image Limited (PIL). McLaren veröffentlicht mit der Hilfe von Jones und Cook den Film „The Great Rock’n’Roll Swindle“. Sid Vicious gelingt mit einer Version des Evergreens „My Way“ noch ein Solo-Hit, bevor er, des Mordes an seiner Freundin Nancy Spungen verdächtigt, im Februar 1979 an einer Überdosis Heroin stirbt. Lydon, Matlock, Jones und Cook kommen 1996 und 2003 jeweils für eine kurze Tournee zur Aufbesserung der Rente noch einmal zusammen.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht