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R.E.M.

© Anton Corbijn

Sie gelten als Ur-Väter des Alternative Rock und beeinflussten im Laufe ihrer Karriere zahlreiche spätere Top-Bands. Die Gruppe, die 1980 unter dem Namen Twisted Kites ihr erstes Konzert gab, sollte als R.E.M. zu einem der bedeutendsten Rockacts der Welt werden. Trotz millionenfachen Plattenverkäufen, Platinauszeichnung und dem Gewinn mehrerer Grammy-Awards haben R.E.M. nie das hohe Ansehen und den ungetrübten Respekt...

Sie gelten als Ur-Väter des Alternative Rock und beeinflussten im Laufe ihrer Karriere zahlreiche spätere Top-Bands. Die Gruppe, die 1980 unter dem Namen Twisted Kites ihr erstes Konzert gab, sollte als R.E.M. zu einem der bedeutendsten Rockacts der Welt werden. Trotz millionenfachen Plattenverkäufen, Platinauszeichnung und dem Gewinn mehrerer Grammy-Awards haben R.E.M. nie das hohe Ansehen und den ungetrübten Respekt der Independent-Szene verloren. Seit ihrem Durchbruch in den Neunzigern gelten sie als ungebrochene Indie-Helden, die trotz hochdotierten Majorverträgen ihren Wurzeln treu geblieben sind und sich in ihrem künstlerischen Treiben nie von den Mächten des Musikbusiness verbiegen ließen.

1978 lernte Sänger Michael Stipe in Athens, Georgia, den Gitarristen Peter Buck in dem örtlichen Plattenladen Wuxtry Record Store kennen, in dem Buck arbeitete. Beide entdeckten schnell ihre gemeinsamen musikalischen Vorlieben und beschlossen, eine Band zu gründen. Über Bekannte fanden die beiden in Schlagzeuger Bill Berry und Bassist Michael Mills ihre Mitmusiker und gaben schließlich am 5. April 1980 ihr erstes Konzert bei einer Party in der Kirche ihrer Heimatstadt. Noch unter dem Namen Twisted Kites spielte die Gruppe eine Reihe von Punk-Coverversionen. Wenig später benannte sich die Band in R.E.M. um und lernte ihren Manager Jefferson Holt kennen. Während der nächsten anderthalb Jahre gab die Gruppe, deren musikalische Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt noch eher beschränkt war, unermüdlich Konzerte im Süden der USA und erspielte sich so bereits früh eine treue Anhängerschaft.

Im Sommer 1981 nahmen die Musiker ihre Debüt-Single „Radio Free Europe“ auf, die in einer 1000er-Auflage beim Indie-Label Hib-Tone erschien und sich schnell zum Hit bei diversen College-Radio-Stationen entwickelte. Das Label I.R.S. Records wurde auf R.E.M. aufmerksam, nahm die Band Anfang 1982 unter Vertrag und veröffentlichte bereits im Frühling die Debüt-EP „Chronic Town“. Das erste komplette Album, „Murmur“, wurde im Jahr 1983 von der amerikanischen Musikpresse euphorisch begrüßt: Der „Roling Stone“ wählte es zum Album des Jahres, noch vor Millionen-Sellern wie „Thriller“ von Michael Jackson und „Synchronicity“ von The Police. Mit Unterstützung der bereits enormen Fanbasis gelangte das Debütalbum bereits bis in die Top 40 der US-Charts. Speziell bei Anhängern der gerade entstehenden Independent-Szene genoss R.E.M. mit ihren unermüdlichen Tourneen, ihrer Abneigung gegenüber Videos und ihrer Unterstützung von College Radios größten Respekt. 1984 folgte das zweite Album „Reckoning“, auf dem die Gruppe ihren Stil weiter verfeinerte und bereits zahlreiche Gruppen veranlasste, dem R.E.M.-Sound nachzueifern. Mit „Fables Of The Reconstruction“ veröffentlichte die Band 1985 ihr bis dato erfolgreichstes Album, von dem allein in den USA über 300.000 Einheiten verkauft wurden. Auf jede Veröffentlichung folgte eine ausgedehnte Tournee, ihre Alben veröffentlichten die Künstler seinerzeit im Jahresrhythmus. 1986 folgte dementsprechend mit „Lifes Rich Pageant“ bereits das vierte Album, bevor die Gruppe 1987 mit „Dead Letter Office“ eine Sammlung von B-Seiten und Raritäten auf den Markt brachte. Ihren konstanten Aufstieg setzte R.E.M. im Herbst 1997 mit der Veröffentlichung von „Document“ fort. Erstmals erreichte die Band die Top Ten der US-Charts und landete mit „The One I Love“ ihren bis dahin größten Single-Hit. „Document“ wurde später in den USA mit Platin ausgezeichnet und wurde auch in Großbritannien zum durchschlagenden Erfolg.

1988 trennte sich die Gruppe von I.R.S. Records und unterschrieb für angeblich sechs Millionen Dollar einen Majorvertrag bei Warner. Die erste Veröffentlichung beim neuen Label enttäuschte die Erwartungen nicht: „Green“ erreichte Doppel-Platinstatus, maßgeblich angefeuert von der Hit-Single „Stand“. Die Band startete nach der Albumveröffentlichung zu ihrer bis dato größten Tour, die sie erstmals auch durch die Stadien der USA führte. Die Strapazen der gigantischen Konzertreise hinterließen ihre Spuren, und so legten die Musiker nach ihrer Rückkehr nach Athens eine ausgedehnte Pause ein - die viel zitierte Ruhe vor dem Sturm, wie sich herausstellte: Mit „Out Of Time“ lieferten R.E.M. im Frühjahr 1991 ihr bis heute erfolgreichstes Album ab, das die endgültige Aufnahme der Band in die Riege der bedeutendsten Rockgruppen der Welt markierte. Die CD stieg in den USA und in Großbritannien auf Position eins der Charts ein und verkaufte in der Folge weltweit über zehn Mio. Einheiten. Mit „Losing My Religion“ enthielt das Album einen bis heute in seiner Strahlkraft ungebrochenen Welthit.

Mit „Automatic For The People“ ließ die Gruppe dem Durchbruchs-Album im Herbst 1992 ein weiteres Erfolgswerk folgen. Die CD erreichte mit neun Mio. weltweit verkauften Einheiten fast das Niveau des Vorgängers und präsentierte mit „Drive“, „Man On The Moon“ und „Everybody Hurts“ einige der stärksten Songs, die sie je aufgenommen hatten. Seit der strapaziösen „Green“-Tour hatte R.E.M. seither von größeren Live-Aktivitäten abgesehen. Erst mit Veröffentlichung ihres neunten Albums, „Monster“ , beschloss die Band, wieder auf ausgedehnte Tour zu gehen. Doch die Konzertreise sollte von Rückschlägen geprägt werden: Bereits nach zwei Monaten musste die Band die Tour unterbrechen, nachdem sich Bill Berry einer Gehirn-Operation unterziehen musste. Einen Monat später erkrankte auch Michael Mills und musste seinerseits am Magen operiert werden. Und auch Michael Stipe kam unters Messer, nachdem er sich einen Leistenbruch zugezogen hatte. Trotz der Zwischenfälle wurde die „Monster“-Tour ein durchschlagender finanzieller Erfolg.

1996 verlängerte die Gruppe ihren Plattenvertrag mit Warner und erhielt dafür nach Medienberichten mit 80 Millionen Dollar die bis dahin höchste Vorauszahlung in der Geschichte der Musikindustrie. Ironischerweise stellte sich die erste Veröffentlichung nach Vertragsabschluss, „New Adventures In Hi-Fi“ , als Flop heraus. Im Sommer 1997 gab die Band bekannt, das Berry Bills die Gruppe in Freundschaft verlassen habe, um sich fortan auf seiner Farm einem ruhigen Lebensabend zu widmen. Die zum Trio geschrumpfte Band suchte keinen Ersatz für den Schlagzeuger, sondern verließ sich fortan auf die Dienste eines Drum-Computers. 1998 meldeten sich R.E.M. mit ihrem elften Album „Up“ zurück, gefolgt von „Reveal“ im Jahr 2001. Das 13. Album ihrer über 20jährigen Karriere veröffentlichte R.E.M. im Herbst 2004 mit „Around The Sun“.

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