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Puhdys

Zu den bekanntesten Rockbands der DDR zählen neben Karat und Silly zweifelsfrei die Puhdys. Das Plakat mit der Aufschrift „Die Puhdys kommen“ war dabei regelmäßig aber auch im Westen zu sehen. 1969 wird die Gruppe im sächsischen Freiberg aus Teilen der 1965 gegründeten Udo-Wendel-Combo gebildet. Der Bandname ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Urbesetzung: Peter Meyer (Keyboards), Udo Jacob (Schlagzeug), Harry...

Zu den bekanntesten Rockbands der DDR zählen neben Karat und Silly zweifelsfrei die Puhdys. Das Plakat mit der Aufschrift „Die Puhdys kommen“ war dabei regelmäßig aber auch im Westen zu sehen. 1969 wird die Gruppe im sächsischen Freiberg aus Teilen der 1965 gegründeten Udo-Wendel-Combo gebildet. Der Bandname ergibt sich aus den Anfangsbuchstaben der Urbesetzung: Peter Meyer (Keyboards), Udo Jacob (Schlagzeug), Harry Jeske (Bass) und Dieter Hertrampf (Gitarre und Gesang). Zu Anfang versuchte man, den Powersound westlicher Rockgruppen wie Led Zeppelin, Uriah Heep und Deep Purple nachzuahmen, entwickelte dann aber recht bald einen etwas ruhigeren Stil, der sich den deutschen Texten besser anpasste. Die Puhdys wurden zur erfolgreichsten DDR-Rockgruppe der Siebziger. Zu „Die Legende von Paul und Paula“ steuerten sie die Filmmusik bei, spielten bei den Weltfestspielen der Jugend in Berlin und beim Internationalen Liederfestival in Sopot. Am 9. November 1976 gab die Band ihr erstes Gastspiel in Westdeutschland in der Hamburger Fabrik. Es sollten weitere Auftritte in Westberlin oder Dortmund folgen. Solche Privilegien haben jedoch ihren Preis. 1979 erscheint ein Werk im Auftrag der Staatsführung: „Doch die Gitter schweigen“ ist ein braves Lied zum 30-jährigen Bestehen der DDR. Danach steht der Kapelle Tür und Tor - und die Staatsgrenze - offen. 1980 mieten die Puhdys ein Londoner Studio, um das englischsprachige Album „Far From Home“ aufzunehmen, 1981 spielen sie vor 12.000 Zuschauern auf der Berliner Waldbühne, im selben Jahr steht die erste Promo-Tournee durch die USA an. Im Jahr darauf werden sie mit dem Nationalpreis der DDR geehrt. Zur Wendezeit mausert man sich vorsichtig: „Neue Helden“ (1989) getextet von Kurt Demmler, handelt unterschwellig von den politischen Umwälzungen der damaligen Epoche. Kurz vor dem Mauerfall trennen sich die Puhdys nach einer großen Abschiedstournee (unter anderem mit den Lords), verkünden jedoch schon 1992 die eigene Wiedervereinigung. Von da an geht alles weiter wie gehabt, dank einer treuen Ost-Gefolgschaft. Nach wie vor heißt es: Die Puhdys kommen. Am 19. Juni 1999 kamen zum 30-jährigen Jubiläum und zum 3000. Puhdys-Konzert 22.000 Fans zur Waldbühne. 20 Millionen verkaufter Alben liegen hinter den Herren Dieter Birr, Peter Meyer, Dieter Hertrampf, Peter Rsym und Klaus Scharfschwerdt. Inzwischen sind die Kinder der ergrauten Veteranen als Bell, Book & Candle selbst musikalisch tätig.

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Bilder

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