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Public Enemy

Die richtungsweisende HipHop-Formation Public Enemy (kurz: PE) wird im Jahr 1982 in Long Island, New York, gegründet. Das Kollektiv um die Kernbesetzung Chuck D., Flavor Flav, Terminator X (später ersetzt durch DJ Lord), Professor Griff und den so genannten Bomb Squad (ein Produzenten-Team) erhält von dem noch in der Aufbauphase befindlichen Label Def Jam einen Plattenvertrag, als Chuck D. den Produzenten Rick Rubin bei einem Freestyle überzeugen kann. Fünf Jahre nach Bandgründung erscheint 1987 das von der Kritik viel beachtete Debüt-Album „Yo! Bum Rush The Show“, 1988 gefolgt von dem revolutionären „It Takes A Nation To Hold Us Back“, das in Form der Hitsingle „Don’t Believe The Hype“ einen ersten größeren Chart-Erfolg verbucht. Beide Veröffentlichungen sorgen bereits auf Grund ihrer politisch direkten und teilweise militanten Sprache für Furore in der HipHop-Community: PE kritisieren die Medien, die Regierung, die soziale Realität und setzen sich dabei insbesondere für die Belange der Afro-Amerikanischen Bevölkerung ein. Auch musikalisch betreten die New Yorker Neuland: Unter den geschickten Händen von Terminator X wird das so genannte Scratching zur Kunst, die innovativen Samples und Beats des Bomb Squad setzen Maßstäbe. Public Enemy sind darüber hinaus die erste Rap-Gruppe, die Welttourneen unternimmt und so die noch kleinen Szenen in Europa und Asien nachhaltig prägt. Der in den Neunzigern entstandene Britcore-Stil mag auf diese Einflüsse zurückzuführen sein. In der Zusammenarbeit mit der Thrash-Metal-Formation Anthrax, aus welcher im Jahre 1991 der Titel „Bring Tha Noise“ hervorgeht, sieht mancher gar die Geburtsstunde eines neuen Crossover-Stils, der später von Bands wie Rage Against The Machine oder Linkin Park weiterentwickelt wird. Das bislang erfolgreichste Album der Gruppe, „Fear Of A Black Planet“, wird 2005 in die Library of Congress aufgenommen. Es enthält unter anderem die Single „Fight The Power“, die zu den wichtigsten der HipHop-Geschichte gerechnet wird. Public Enemy, deren Verbindungen zur radikalen Black-Power-Zelle „Security Of The First World“ viel diskutiert worden ist, tragen auch zu einer virtuellen Revolution bei: Sie sind die erste Band, die ihre Music im MP3-Format im Internet anbietet. Das Anfang 2006 veröffentlichte, bedeutungsschwangere Album „Rebirth Of A Nation“ kommt freilich auch als physischer Tonträger in den Handel.

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