Mit progressiven Kompositionen, hintergründigen Texten, Klangexperimenten und bombastischen Live-Shows konnten die 1965 im englischen Cambridge gegründeten Pink Floyd neue Maßstäbe in der Rockmusik setzen. Die Band zählt heute mit geschätzten 200 Millionen verkaufter Alben weltweit zu den erfolgreichsten Rockgruppen überhaupt. Pink Floyd gehen 1964 aus einer Formation hervor, die sich nacheinander Sigma 6, The Meggadeaths (!) und Abdahs nennt. Der Gitarrist Bob Klose, der Bassist Roger Waters, der Schlagzeuger Nick Mason und der Keyboarder Rick Wright schließen sich nach der Auflösung der Abdahs zu einer Gruppe mit Namen Tea Set zusammen. Kurz darauf schließt sich ihnen der Gitarrist Syd Barrett an, auf dessen Vorschlag hin die Band erst in The Pink Floyd Sound, dann in The Pink Floyd umbenannt wird. 1967 erscheint die erste Single „Arnold Lane“, die aufgrund ihrer Fremdartigkeit jedoch kaum im Radio gespielt wird. Im selben Jahr überraschen Pink Floyd mit der LP „The Piper At The Gates Of Dawn“, deren bizarre Klangmuster maßgeblich von Barrett bestimmt sind. Dessen übermäßiger LSD-Konsum führt jedoch bald zu Problemen innerhalb der Gruppe, so dass Roger Waters schließlich die Leitung übernimmt und Barrett durch seinen Schulfreund David Gilmour ersetzt wird. Gilmours exzellentes, sphärisches Gitarrenspiel prägt fortan den Sound der Gruppe. Mit dem 1973 veröffentlichten „Dark Side Of The Moon“ gelingt Pink Floyd weltweit der Durchbruch. Das Album wird zu einer der meistverkauften Platten in der Musikgeschichte und definiert die Stilrichtung der Band, die bei Live-Auftritten inzwischen ganz hinter ihrer eigenen Bühnenshow zurückgetreten ist: Filmeinspielungen, gigantische Ballonwesen und Pyrotechnik machen die Konzerte zu frühen Multimedia-Spektakeln. Während der Aufnahmen zur 1979 veröffentlichten Rockoper „The Wall“, einem ehrgeizigen Bombastprojekt, das nur wenige Male live umgesetzt werden kann, kommt es zu Querelen innerhalb der Band, ausgelöst durch Waters‘ immer stärker werdenden Führungsanspruch. Nach dem in Floyd’schen Dimensionen nicht sehr erfolgreichen Album „The Final Cut“ (eine Blaupause für die Solo-Alben des Exzentrikers Waters) erklärt dieser das Kapitel Pink Floyd für beendet. Als Gilmour und Mason 1986 eine neue Formation zusammenstellen, kommt es zu einem erbitterten Rechtsstreit um den Gruppennamen, der schließlich zu Gunsten Gilmour/Mason entschieden wird. Die LP „A Momentary Lapse Of Reason“ (1987) präsentiert eine runderneuerte Version der Band - mit Rick Wright als Gastmusiker. Nach „The Division Bell“ (1994) und dem 1995 erschienenen Live-Album „P.U.L.S.E.“ wird es jedoch still um die gealterten Rock-Pioniere, die am 5. Juli 2005 beim Londoner „Live 8“-Konzert noch einmal in ihrer klassischen Besetzung mit Roger Waters zusammenkommen. Am 25. November lässt Waters verlauten, er sei gewillt, wieder mit den alten Weggefährten zusammenzuspielen, deren Einverständnis vorausgesetzt.

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