Pet Shop Boys

Am 19. August 1981 treffen sich der Musikjournalist Neil Tennant (Gesang) und der Architekturstudent Chris Lowe (Elektronik) in einem Elektrogeschäft (kein „Pet Shop“ also) auf der Kings Road in London Chelsea. Sie entdecken ein gemeinsames Interesse für tanzbare Musik und beginnen Songs zu schreiben. Zu Anfang nennt sich das Duo, das später zu einer der wichtigsten Pop-Institutionen der Achtziger und Neunziger werden soll, noch West End. Wenig später sattelt man auf Anraten einiger Freunde (die nun tatsächlich in einer Zoohandlung arbeiten) auf den Namen Pet Shop Boys um. Aus Disco, schwülem Schlager und Kraftwerk-Verschnitten basteln die beiden einen ebenso leichtfüßigen wie pompösen Plastik-Pop, der in seinen Texten die brüchige Moral der bürgerlichen Gesellschaft aufs Korn nimmt. Die unterkühlt-melancholischen Synthesizer-Hymnen handeln vom Leben in der Vorstadt („Suburbia“), Gewinnsucht („Opportunities“) oder von der Kirche suggerierten Schuldgefühlen („It’s A Sin“). 1984 erscheint auf einem kleinen US-Label das Debüt „West End Girls“, welches nach Verhandlungen mit der EMI ein Jahr später dort nochmals erscheint und den Startschuss für eine beispiellose Karriere gibt. Rund vierzig Mal gelingt den beiden der Einstieg in die Top 40 der britischen Charts, davon schaffen sie es viermal bis auf die Spitzenposition. Alben wie „Disco“ (1986) und „Actually“ (1987) verkaufen sich wie geschnitten Brot. Noch bevor das Duo zum ersten Mal auf der Bühne steht, sind Tennant und Lowe auf der Leinwand zu sehen: Jack Bonds „It Couldn’t Happen Here“ bietet eine wilde und über Strecken zähe Mischung aus den verschiedensten Stereotypen. 1989 wagen die Pet Shop Boys erstmals den direkten Publikumskontakt. Mit einer Melone auf dem Haupt näselt Tennant zur Musik aus dem Computer. Mit Bernard Sumner (New Order) und Johnny Marr (Ex-Smiths) gastiert das Paar unter dem Namen Electronic 1991 erstmals in den Staaten - mit einer Musicalversion ihrer eigenen Karriere. Nach der Veröffentlichung des Albums „Very“ (1993) setzen die Pet Shop Boys mit dem Remix der Blur-Single „Girls And Boys“ einen Trend: Es ist schick, sich von den beiden Engländern mischen zu lassen. Die so geworbenen Kunden reichen von David Bowie („Hello Spaceboy“, 1996) über Yoko Ono („Walking On Thin Ice“, 2003) bis hin zu Rammstein („Mein Teil“, 2004). Tennant und Lowe sind in der Vergangenheit immer wieder auch als Komponisten für andere Musiker tätig gewesen. Liza Minelli schrieben sie 1989 das Album „Results“ auf den Leib, und Kylie Minogue sang auf ihrer Tour 2005 das Duett „In Denial“ zu einem Neil Tennant vom Band. Von September 2004 an arbeiten die Pet Shop Boys an einem - zum Teil bereits live aufgeführten - Soundtrack zu Sergej Eisensteins Filmklassiker „Panzerkreuzer Potemkin„. Das Album „Battleship Potemkin“ kommt im September 2005 auf den Markt. Im Frühjahr 2006 erscheint mit „I’m With Stupid“ der erste Vorbote des wenig später folgenden neuen Studioalbums „Fundamental“, das von Fans und Medien gleichermaßen wohlwollend aufgenommen wird.

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