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New Order

Der Bandname soll eines Tages in der Zeitung gestanden haben: „The People’s New Order of Kampuchea“. Die britische Underground-Band New Order enstand 1980 aus den verbliebenen Mitgliedern von Joy Division, nachdem deren Sänger Ian Curtis Selbstmord begangen hatte. Gitarrist und Sänger Bernard Sumner (bürgerlich Bernard Dicken), Bassist Peter Hook, Stephen Morris (Schlagzeug) und Morris‘ Ehefrau Gillian Gilbert (Keyboards, 2001 ersetzt durch Phil Cunningham) verbanden monotone Disco-Rhythmen, Punk und Elektronika zu einem düster-melodischen, treibenden Gemisch zwischen Mainstream und Independent Pop. Zu Anfang setzten New Order die Arbeit ihrer vorherigen Inkarnation fort, was bewirkte, dass sie in Indie-Kreisen schnell neuen Kultstatus erreichten. Bald jedoch gelang es, einen eigenen Sound zu entwickeln und zu etablieren, dessen Einfluss auf die Techno-Bewegung keinesfalls zu unterschätzen ist. Wie Joy Division waren auch New Order bei Factory Records unter Vertrag - obwohl man von einem solchen kaum sprechen konnte, da es gemäß der gängigen Geschäftspraxis des Labels keine schriftlichen Vereinbarungen mit den Künstlern gab. Der Vorteil: Die Rechte an dem aufgenommenen Material blieben bei der Band. 1981 erschien das Album-Debüt „Movement“. Doch die Disco-Anleihen in der Musik machten New Order vor allem zu einer erfolgreichen Single-Band: „Perfect Kiss“, „Bizarre Love Triangle“ oder „True Faith“ waren längst zu Dancefloor-Klassikern geworden, als 1987 das Doppelalbum „Substance“ mit den Remixes erschien. „Blue Monday“ wurde gar zur (bis 1988) meistverkauften Maxi aller Zeiten. Nach dem Longplayer „Technique“ (1989) kursierten Gerüchte, die interviewscheue Band würde sich trennen. Tatsächlich befassten sich die Mitglieder allesamt mit Soloprojekten: Sumner gründete mit Johnny Marr (The Smiths) das Projekt Electronic, Hook gab in den Gruppen Revenge und Monaco den Ton an, und Morris und Gilbert schufen sich als „The Other Two“ eine eigene Nische. Nach der Veröffentlichung des Albums „Waiting For The Sirens‘ Call“ (2005) wurde New Order bei den NME-Awards der Titel „Godlike Geniuses“ verliehen - wie zuvor Ozzy Osbourne, den Happy Monday oder The Clash. New Order sind für Sammler übrigens eine Lebensaufgabe: Viele Titel sind nur als Single erschienen, manche nicht in Großbritannien, andere in kleiner Stückzahl - angeblich ein Schachzug der Plattenfirma, um die Band interessanter zu machen.

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