Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. Massive Attack

Massive Attack

Ende der Achtziger geht aus dem Künstlerkollektiv „The Wild Bunch“ in Bristol das Trio Massive Attack hervor, welches sich später zu einer der stilbildenden Trip-Hop-Formationen der Neunziger entwickeln soll. Die Gründungsmitglieder Robert (3d) Del Naja, Grant „Daddy G“ Marshall und Andrew „Mushroom“ Vowles veröffentlichen 1990 ihre erste Single „Daydreaming“, der bald weitere folgen. Im Jahr darauf erscheint das Debütalbum „Blue Lines“. Auf dem Album ist auch ein alter Weggefährte aus Wild-Bunch-Tagen zu hören: Tricky.

Kurz nach Erscheinen des Debüts entschließt sich das Trio zu einer Namensänderung. Vor dem Hintergrund des Golfkrieges gibt man sich lieber friedlich und verzichtet auf „Attack“ - nicht ganz freiwillig allerdings, da der Namenszusatz der Selbstzensur der Radiostationen im angloamerikanischen Sprachraum zum Opfer fällt. Das Publikum kann dieser Logik indes nicht folgen, die USA-Tournee im selben Jahr gerät zum Debakel. 1994 tritt man daher wieder als Massive Attack an.

Die Alben „Protection“ (1994) und das Remix-Album „No Protection“ (1995) festigen die Position der Bristoler Trip-Hop-Vorreiter, die inzwischen einer nachwachsenden Generation von Musikern als Leitbild dienen. Zu den neuen Jüngern gehören Gruppen wie Morcheeba und Portishead. 1997 erscheint die EP „Risingson“, die unerwartet düstere Klänge anschlägt - ein Trend, der sich mit dem kommerziell erfolgreichen „Mezzanine“ 1998 fortsetzt. Wie auch das Debütalbum „Blue Lines“, wird auch „Mezzanine“ vom amerikanischen Rolling Stone in die Liste der 500 besten Alben aller Zeiten aufgenommen. Nicht alle jedoch tragen die schwarzseherische Entwicklung der Musik mit: Kurz nach der Veröffentlichung steigt Andrew (Mushroom) Vowles aus.

Bis Anfang 2003 bleibt es beängstigend ruhig um Massive Attack, dann kommt das fast im Alleingang von 3d geschriebene Album „100th Window“ in den Handel. Nach dem 2004 erschienenen „Danny The Dog“ wird es Zeit für eine Retrospektive: „Collected (Best of)“ wagt Anfang 2006 den Blick zurück. Unter den vielen Gastmusikern, die Massive Attack in den vergangenen fünfzehn Jahren beehrt haben, befinden sich unter anderen auch Elizabeth Fraser (Cocteau Twins), Tracey Thorn (Everything But The Girl) und Sinéad O’Connor.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht