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© Brendan Cox

Linkin Park

Als sich die kurzlebige Nu-Metal-Welle im Jahr 2000 bereits ihrem Scheitelpunkt näherte, schickten sich Linkin Park an, das Feld von hinten aufzurollen und hängten dabei in kürzester Zeit die damaligen Genreersten erfolgsmäßig locker ab. Mit einer explosiven Mischung aus schneidigen Metal-Riffs, elektronischen Beats, Rap-Gesang und kehligen Refrains stürmten Linkin Park mit ihrem Debüt-Album „Hybrid Theory“ weltweit die Hitlisten und galten für gewisse Zeit als spannendste Band im Hardrock-Bereich.

Drummer Rob Bourdon, Gitarrist Brad Delson und MC Mike Shinoda verband bereits seit ihrer High-School-Zeit eine Freundschaft. Nach ihrem Abschluss gründeten sie zusammen mit DJ Joseph Hahn und Bassist Dave „Phoenix“ Farrell die Gruppe Xero, die später in Hybrid Theory umbenannt wurde. Als Sänger Chester Bennington 1999 das Sextett komplettiert hatte, beschloss die Gruppe ihren finalen Namenswechsel, um einem Rechtsstreit mit einer gleichnamigen Band vorzubeugen. Als Namensgeber fungierte ein nach dem US-Präsidenten Abraham Lincoln benannter Park in ihrer Heimatstadt Los Angeles, der im amerikanischen Englisch ähnlich wie „linkin“ ausgesprochen wird.

Durch zahlreiche Live-Konzerte, unter anderem im legendären Whisky, erspielte sich die Gruppe rasch einen hervorragenden Ruf in ihrer Heimatstadt. Dennoch wollte zunächst keine Plattenfirma Gefallen an Linkin Park finden, und die Gruppe musste mehrere Absagen der Labels hinnehmen. Schließlich erklärte sich mit Warner doch noch ein Major bereit, die Band unter Vertrag zu nehmen. Eine Entscheidung, die die Verantwortlichen nicht bereuen sollten, wie sich nach Veröffentlichung des nach dem alten Bandnamen benannten Debütalbums „Hybrid Theory“ rasch herausstellen sollte.

Die CD schoss direkt in die Top 20 der US-Charts, wurde nach drei Wochen vergoldet und hatte innerhalb von einem Monat die Millionenmarke passiert und damit Platinstatus erreicht. Auch in Deutschland legte das Album eine beeindruckende Charts-Performance vor: „Hybrid Theory“ debüttierte auf Rang zwölf, kletterte bis auf zwei und ergatterte während seines 72-wöchigen Charts-Aufenthalts Platin und Dreifachgold. Stetig angefeuert wurden die Verkäufe dabei von den insgesamt fünf Single-Auskopplungen „One Step Closer“, „Crawling“, „In The End“, „Paper Cut“ und „Points Of Authority“, die allesamt zu gefeierten Alternative-Hits wurden. Das komplette Jahr 2001 verbrachten Linkin Park auf Tournee. Bei der Family-Values-Tour, u.a. mit den Deftones und der anschließenden „Project: Revolution“-Tour mit Cypress Hill spielte die Band in diesem Jahr rekordverdächtige 324 Konzerte.

Anfang 2002 galt es dann, den Lohn für die Mühen einzusammeln: Bei der Grammy-Verleihung erhielt die Gruppe drei Nominierungen und durfte schließlich den Award in der Kategorie „Best Hard Rock Performance“ für „Crawling“ mit nach Hause nehmen. „Hybrid Theory“ hatte sich bis dahin allein in den USA über acht Millionen mal verkauft. Trotz des strapaziösen Live-Jahres gönnte sich die Band im Anschluss keine Pause und begab sich umgehend ins Studio, um mit „Reanimation“ ein Remix-Album des Debüts zu produzieren, das Mitte 2002 erschien und in Deutschland bis auf Platz drei vorstieß.

Nach diesem Appetithäppchen folgte im März 2003 mit „Meteora“ der Nachfolger des kolossalen Debütalbums. Ihr musikalisches Erfolgsrezept setzte die Gruppe darauf ein weiteres Mal perfekt um und landete damit in Deutschland aus dem Stand an der Chartsspitze. Der Zweitling hielt sich in der Folge über 60 Wochen in den deutschen Charts, mit der ersten Single „Somewhere I Belong“ gelang erneut ein fulminanter Hit. Zum zweiten Mal ging die Gruppe im Frühjahr 2003 auf ihre jährliche „Project: Revolution“-Tour, diesmal begleitet von Mudvayne, Xzibit und Blindside. Einige geplante Auftritte bei diversen Somerfestivals, darunter auch Rock im Park und Rock am Ring, mussten Linkin Park kurzfristig absagen, nachdem Sänger Bennington am Zwerchfell erkrankt war und operiert werden musste. Doch pünktlich zur „Summer Sanatarium“ Tour durch die USA mit Metallica, Limp Bizkit, Mudvayne und den Deftones war der Sänger wieder einsatzbereit.

Im Rahmen der Tour schnitten Linkin Park ihren Auftritt in Texas mit, der später auf CD und DVD veröffentlicht wurde. „Live In Texas“ erreichte Platz neun der deutschen Charts und hielt sich 23 Wochen in der Hitliste.

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