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Fettes Brot

Mit den Fantastischen Vier und dem Rödelheim Hartreim Projekt gehörten Fettes Brot in den Neunzigern zu den Pionieren des deutschen HipHop. Mit augenzwinkernden Texten und musikalischer Experimentierfreude erspielte sich die Band einen festen Platz in der ersten Garde des Deutschen Rap.

Nach dem Ende der Hamburger HipHop-Gruppe Poets Of Peeze machten deren ehemalige Mitglieder Martin Vandreier, alias Doktor Renz, Björn Warns, alias Schiffmeister, und Boris Lauterbach, alias König Boris, zusammen mit den Gebrüdern Schmidt die Gruppe Fettes Brot auf. Musikalisch geprägt von HipHop-Größen wie A Tribe Called Quest oder De La Soul, aber auch von den deutschen Funpunkern Die Ärzte unterschrieb die Band 1993 einen Plattenvertrag beim Hamburger Indie-Label Yo Mama und veröffentlichte wenig später ihre erste EP „Mitschnacker“. Mit der ersten Single „Definition von Fett“ gelang auch prompt der erste kleinere Hit. Von diesem frühen Erfolg zeigte sich auch die Stuttgarter Plattenfirma Intercord beeindruckt und nahm die Gruppe über Yo Mama unter Vertrag.

Mittlerweile zum Trio geschrumpft, machte sich die Band an die Aufnahmen zu ihrem ersten Longplayer. „Auf einem Auge blöd“ erschien Anfang 1995 und enthielt mit „Nordisch bei Nature“ gleich den nächsten Hit, mit dem sich die Gruppe rasch einen ausgezeichneten Ruf in der deutschen HipHop-Szene erspielte. Die Single verkaufte über 150.000 Einheiten und bescherte der Band hervorragende Chartsplatzierungen. Ingesamt präsentierte sich die Gruppe, ähnlich wie die Fantastischen Vier, von einer eher humorigen Seite, was neben den Texten auch am Bandnamen zu erkennen war, mit dem die drei jene oft peinlichen Versuche persiflierten, englische HipHop-Slang-Audrücke ins Deutsche zu übersetzen.

Nach dem Durchbruch mit „Nordisch bei Nature“ legten Fettes Brot nur ein Jahr später mit „Jein“ einen weiteren massiven Hit vor, der bis in die Top Ten der deutschen Charts marschierte und durch ausgiebige Radiopräsenz rasch zum bundesweiten Ohrwurm wurde. Auch das folgende zweite Album „Außen Tophits, innen Geschmack“ erreichte mühelos die Top Ten der Charts und etablierte die Gruppe langsam als feste Größe in der deutschen HipHop-Szene. Nicht minder erfolgreich geriet Album Nummer drei, „Fettes Brot lässt grüßen“, das 1998 auf den Markt kam, und auf dem die Gruppe unter anderem von der Hamburger Indie-Band Tocotronic unterstützt wurde.

1999 traten Fettes Brot einen ungewöhnlichen musikalischen Ausflug an und produzierten mit Swing-Großmeister James Last den Titel „Ruf mich an“ im fulminanten Easy-Listening-Big-Band-Sound, den sie bei einigen Auftritten mit dem großen Mann des Swing auch live präsentierten. Danach war es Zeit für die erste Karriererückschau: Mit „Fettes Brot für die Welt“ veröffentlichte die Band im Jahr 2000 eine Sammlung von B-Seiten und Raritäten, auf der auch einige neue Stücke zu finden waren, darunter der nächste Hit „Da draußen“. Das nächste reguläre Album folgte nur ein Jahr später mit „Demotape“. Mit der ersten Single „Schwule Mädchen“ landeten die drei einen der größten Hits ihrer Karriere und zeigten, dass sie auch nach fast zehnjähriger Bandgeschichte nichts von ihrem schnodderigen Wortwitz und ihrer musikalischen Spontaneität verloren hatten. Mit einer eingedeutschten Coverversion des Rockklassikers „The Joker“, umgetauft in „The Grosser“, gelang gleich danach ein weiterer, ebenso charmanter wie witziger Kassenerfolg.

Pünktlich zum zehnjährigen Jubliäum legte die Band im Jahr 2002 ihre erste vollständige Best-Of-Kopplung vor. „Amnesie - 16 Singles gegen das Vergessen“ rief noch einmal eindrucksvoll die zahlreichen Hits der Band in wohlige Erinnerung und präsentierte auf der beiliegenden DVD über zwei Stunden lang überaus unterhaltsame Aufnahmen aus zehn Jahren Bandgeschichte. Dass die „Best-Of“-Kopplung keineswegs als Ruhestandsankündigung zu verstehen war, machte die Band im Jahr 2005 klar: Mit der erneut äußerst charmanten Single „Emanuela“ belegten Fettes Brot nicht nur den zweiten Platz beim von Stefan Raab ins Leben gerufenen „Bundesvision Song Contest 2005“, sondern stürmten damit einmal mehr in die obersten Regionen der deutschen Charts. Nur wenige Wochen später folgte mit „Am Wasser gebaut“ das fünfte reguläre Studioalbum der Hamburger HipHopper.

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