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Die Prinzen

Mit ihrem frech getextetem A-Capella-Pop hat sich die ostdeutsche Gruppe Die Prinzen eine Stil-Nische im hart umkämpften Musikmarkt ersungen. Unter dem Namen Die Herzbuben traten die ehemaligen Leipziger Chorknaben Sebastian Krumbiegel, Tobias Künzel, Wolfgang Lenk, Jens Sembdner und von 1989 an auch Henri Schmidt noch zu DDR-Zeiten als Pop-Gruppe an. Mit „Ich bin der schönste Junge in der DDR“ gelang dem Quintett sogar ein realsozialistischer Hit. Um eine Verwechslung mit den Wildecker Herzbuben zu vermeiden, nennt sich die Formation 1990 in Die Prinzen um. Im Jahr darauf wird die Produzentin und Musikerin Annette Humpe (Ex-Ideal) auf die Kapelle aufmerksam. Unter ihrer Federführung entstehen die ersten Alben der Prinzen. Das Debüt „Das Leben ist grausam“ enthält die Single-Auskopplung „Millionär“ und wird 1991 zu einem gesamtdeutschen Hit, der der Gruppe einen Echo und eine Goldene Stimmgabel einbringt. „Küssen verboten“ (1992) und „Alles nur geklaut“ (1993) erscheinen wie der Erstling jeweils in einer radiotauglich arrangierten und einer reinen A-Capella-Fassung. Die Prinzen werden schnell zu einer festen Institution in den Verkaufscharts. Auch „Schweine“ ist 1995 noch für Gold gut. Derart vom Erfolg beflügelt, trennen sich die Sänger von ihrer erfahrenen Produzentin, um mit Stefan Raab eine neue Zusammenarbeit zu beginnen. Eine folgenschwere Fehlentscheidung: Der als bester deutscher Produzent 1996 hochgelobte Kölner Faxenmacher fährt mit seiner seichten Produktion von „Alles mit’m Mund“ (1997) den Prinzen-Karren buchstäblich gegen die Wand. Künzel und Lenk basteln danach am Musical „Elixier“, Krumbiegel mit Prinzen-Schlagzeuger Ali Zieme (der wie Bassist Mathias Dietrich inzwischen offiziell zur Band gehört) an einem Projekt namens Club Geheimrat. 1999 kehrt man jedoch vereint wieder ins Rampenlicht zurück: „Soviel Spaß für wenig Geld“ und die Weihnachts-CD „Festplatte“ werden zu neuen Charterfolgen. 2001 versöhnt man sich auch wieder mit Annette Humpe und produziert in Hamburg die zeitgemäß-kritische und daher nicht überall wohlgelittene Single „Deutschland“. 2003 machen Krumbiegel und Zieme unfreiwillig Schlagzeilen, als sie in einem Leipziger Park überfallen werden. Zieme flieht, Krumbiegel landet im Krankenhaus und verfasst den Song „Geh in den Knast“, der für 50 Cent zum Download auf der Prinzen-Homepage bereit steht. Die Einnahmen fließen dem Verein Leipzig Courage zu. Nach „Hardchor“ (2004) präsentieren sich die Prinzen 2006 von einer anderen Seite: Im Januar kommt das Album „Akustisch Live“ in die Plattenläden.

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