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Die Ärzte

Mit viel Geduld und einem enormen Schatz an ohrwurmfähigen Hitsongs gelang es den Ärzten, sich über Jahre in Verkaufregionen hochzuspielen, in denen sich auf nationaler Ebene ansonsten musikalisch eher wenig kompatible Kapellen wie Pur oder Bap tummelten. Mit regelmäßigen Kursänderungen ihrer musikalischen Stoßrichtung, gelegentlichen Monster-Hits, die die Nation wochenlang vor sich hinpfiff und unkvonentionellen Aktionen konnten die drei Berliner ihren Erfolg auch ins nächste Jahrtausend hinüberretten.

1982 gründeten Farin Urlaub und Bela B. mit Sahnie am Bass in Berlin Die Ärzte. In der damals noch geteilten Stadt wuchsen sie zu einer lokalen Größe heran und gewannen 1984 den mit 10.000 DM dotierten Senatsrockwettbewerb. Damit finanzierten sie ihre erste Mini LP „Uns Geht’s Prima“. Ende 1984 folgte ihr Major-Debüt „Debil“ bei CBS. 1986 wurde Bassist Sahnie durch The Incredible Hagen ersetzt. Im Jahr darauf setzte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften die beiden Alben „Debil“ und „Die Ärzte“ auf den Index. Ausschlaggebend dafür waren die mit anzüglichen Texten versehenen Stücke „Geschwisterliebe“, und „Claudia hat ’nen Schäferhund“. Es folgten Anzeigen, Auftrittsverbote und einstweilige Verfügungen.

Mitte 1988, auf dem vorläufigen Höhepunkt ihrer Karriere, löste sich das Trio überraschend auf. Als Abschiedsgeschenk an die Fans erschien Ende 1988 das Dreifach-Live-Album „Nach uns die Sintflut“, das Platz eins der deutschen LP Charts belegte. 1993 meldeten sich Die Ärzte mit Rodrigo Gonzalez am Bass und mit dem Album „Die Bestie in Menschengestalt“ zurück. Ihre Anzeige „Die Ärzte (Beste Band der Welt) sucht Plattenfirma“ hatte für Wirbel gesorgt, und die Firmen überschlugen sich mit Angeboten. Das Reunion-Debüt wurde schließlich ebenso bei Metronome veröffentlicht wie die Folgealben „Planet Punk“ und „Le Frisur“, die alle Gold- und Platinstatus erreichten. Nach Auflösung der Metronome Deutschland gründeten Die Ärzte ihr eigenes Label Hot Action Records, bei dem seit 1998 alle ihre Tonträger erschienen. Im gleichen Jahr landeten sie mit der Single „Männer sind Schweine“ ihren bis dato gößten Hit. Das Album „Rock’N Roll Übermensch“ erschien im Mai 2001 und hielt sich fünf Wochen in den Top 100. Im November stieg das Album „Unplugged - Rock’n’Roll Realschule“ auf Platz zwei der Albumcharts ein. Nachdem sie mit Headliner-Auftritten bei zahlreichen Sommerfestivals ihren Status als eine der größten deutschen Rockbands gefestigt hatten, zogen sich die Ärzte für rund zwei Jahre ins Studio zurück. Hier entstand das erste Doppelalbum der Bandgeschichte, „Geräusch“, das 2004 erneut mühelos auf den Spitzenplatz der Charts schoss und bald mit Platin verziert wurde. Mit „Unrockbar“ gelang zudem die zweite Nummer Eins in den Singles-Charts. Im Anschluss widmete sich Sänger Farin Urlaub wieder seiner Solokarriere und veröffentlichte sein zweites Album, „Am Ende der Sonne“, das ebenfalls hohe Charts-Positionen erreichte. Im November 2005 nahm die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften das Ärzte-Frühwerk „Debil“ wieder vom Index. Die Band nutzte die Gelegenheit und brachte die Platte unter dem Titel „Devil“ erneut auf den Markt. Die Fans waren begeistert und die Platte kletterte über 20 Jahre nach ihrer Erstveröffentlichung bis auf Platz fünf der Charts. Im Jahr 2006 widmeten sich die Ärzte verstärkt ihren Soloprojekten: Bela B veröffentlichte das Album „Bingo“, während Farin Urlaub erneut mit seinem Racing Team unterwegs war. Im November erschien die Hits-Kopplung „Bäst Of“, auf der die Ärzte all ihre Singles seit der Wiedervereinigung 1993 versammelten und mit zahlreichen B-Seiten garnierten. Die Doppel-CD debütierte auf Platz eins der deutschen Charts.

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