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dEUS

Der europäische Independent-Rock erlebte seine Blütezeit zwar in den Achtzigern, aber einige Ausläufer dieser goldenen Jahre zeugen noch von der Vielfalt einer Szene, die eine ganze Generation von Musikern geprägt hat. Die aus dem belgischen Antwerpen stammende Band deus vermischte Anfang der Neunziger Jahre eine verwirrende Bandbreite verschiedenster Einflüsse. Wer sich anstrengt, kann zwischen den Grundfesten aus Rock, Pop, Punk und Elektronika Teilvermächtnisse von Captain Beefheart, Charlie Mingus, Leonard Cohen oder Velvet Underground heraushören. Diese Vielschichtigkeit, zusammen mit ausgereiftem Songmaterial, machte deus zu einer der erfolg- und einflussreichsten belgischen Bands aller Zeiten, die auch im europäischen Ausland über eine große Fangemeinde verfügt. Die Texte der international orientierten Gruppe sind in englischer Sprache gehalten. Viele Besetzungswechsel haben der Formation über die Jahre weniger geschadet, als vielmehr das musikalische Denkgebäude um Gitarrist und Sänger Tom Barman frisch gehalten. Unter den ehemaligen befinden sich Künstler wie Stef Kamil Carlens (Bass), der 1996 ausschied, um sich auf Zita Swoon zu konzentrieren, oder Rudy Trouvé, der sich von 1995 an vornehmlich um die Band Kiss My Jazz und seine Karriere als bildender Künstler kümmerte. 1994 erschien das erste Album von deus, „Worst Case Scenario“, 1996 gefolgt von „In A Bar Under The Sea“. Mit dem 1999 veröffentlichten „The Ideal Crash“ konnten deus auch in Deutschland ihren Ruf als exzellente Pop-Lieferanten festigen. Songs wie „Put The Freaks Up Front“ oder „Sister Dew“ warteten mit ausgeklügelten Arrangements und intelligenten Texten auf. Die experimentelle EP „My Sister = My Clock“ (1995) war zunächst ausschließlich als Fan-Artikel gedacht, wurde aber aufgrund großer Nachfrage schließlich regulär bei Island veröffentlicht. Von 2000 bis 2004 nahmen sich deus eine Auszeit, um andere Projekte verfolgen zu können. Unter anderem wechselte Barman kurzzeitig ins Regiefach („Any Way The Wind Blows“). Im Sommer 2004 traf man sich in der Besetzung Barman, Klaas Janzoons (Keyboards, Violine), Stephane Misseghers (Schlagzeug), Alan Gevaert (Bass) und Mauro Pawlowski (Gitarre) zu neuen Aufnahmen. Das vierte Album, „Pocket Revolution“, steht seit September 2005 in den Regalen.

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