Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. Destiny's Child

Destiny's Child

In den Neunzigern stiegen sie zur erfolgreichsten Frauenband der Welt auf. Nachdem die drei Bandmitglieder allesamt auch als Solointerpretinnen zu Superstars geworden waren, fanden Destiny’s Child wieder zusammen und setzten ihre beeindruckende Erfolgsgeschichte fort. Bereits im zarten Alter von neun Jahren gründete Beyoncé Knowles zusammen mit LaTavia Roberson die Gruppe. Ihren Bandnnamen fanden die gläubigen Mädchen in der Bibel, in einer Passage des Buchs Jesaja.

Überzeugt vom Talent der Tochter gab Beyoncés Vater Mathew Knowles seinen bürgerlichen Beruf auf und widmete sich als Manager ganz dem Aufbau der jungen Gruppe. 1992 schloss sich Beyoncés Cousine Kelendria „Kelly“ Rowland der Gruppe an und absolvierte gemeinsam mit ihren Bandkolleginnen bei der Casting-Show „Star Search“ ihren ersten großen Auftritt vor TV-Publikum. Ein Jahr später komplettierte LeToya Luckett das Line-Up, und das Quartett arbeitete von nun an kontinuierlich an der angestrebten Popstar-Karriere. Tanz- und Gesang-Stunden wechselten sich mit Konzerten in Houston und Umgebung ab. Nach und nach wurden die Hallen größer und Destiny’s Child durften als Vorband für etablierte Künstler wie SWV, Dru Hill und Immature auftreten. 1997 wartete die erste Belohnung für die Mühen: Columbia Records nahm die Formation unter Vertrag.

Ihren ersten Song, „Killing Time“, veröffentlichte Destiny’s Child noch im gleichen Jahr auf dem Soundtrack zum Blockbuster „Men In Black“. Anfang 1998 folgte das gleichnamige Debüt-Album, bei dem die Mädchen von hochrangigen Produzenten wie Wyclef Jean und Jermaine Dupri unterstützt wurden. Gleich die erste Single No No No wurde zum durchschlagenden Hit, verkaufte über eine Millionen Exemplare und gelangte an die Spitze der US-R&B-Charts. Das Album wurde später mit Platin ausgezeichnet. Das Quartett verschwendete keine Zeit und machte sich mit Kevin „She’kspere“ Briggs (u.a. Mariah Carey, TLC) an die Aufnahmen zu ihrem zweiten Album. Mit der ersten Single-Auskopplung „Bills, Bills, Bills“ landete die Gruppe ihren ersten Nummer-Eins-Hit in den Pop-Charts und führte auch ein weiteres Mal die R&B-Hitliste an. Das Album „The Writing’s On The Wall“ enterte die US-Charts auf Position sechs und hielt mit „Bug A Boo“ und „Say My Name“ nicht nur die bis dahin größten Hits der Gruppe bereit, sondern auch die Stücke mit deren Hilfe Destiny’s Child den Durchbruch in die erste Riege der US-R&B-Szene schaffen sollten.

Doch der Erfolg führte auch zu Spannungen: Im Dezember 1999 kam es zum Bruch zwischen LaTavia Roberson, LeToya Luckett und Manager Mathew Knowles. Die beiden Sängerinnen warfen Knowles vor, einen zu großen Teil der Einnahmen selbst einzustecken und außerdem seine Tochter und seine Nichte gegenüber den anderen beiden Mitgliedern zu bevorzugen. Der Manager ließ sich diese Vorwürfe nicht gefallen und warf die beiden Widerständlerinnen kurzerhand aus der Band. Bereits im ab Februar 2000 erstmals ausgestrahlten Video zu „Say My Name“ übernahmen zwei neue Bandmitglieder, Michelle Williams und Farrah Franklin, die Parts der gefeuerten Damen. Dies verärgerte Roberson und Luckett derart, dass sie nicht nur gegen Knowles Klage wegen Vertragsbruch einreichten, sondern gleich noch gegen ihre Ex-Bandkolleginnen vor Gericht zogen. Die juristische Auseinandersetzung begleitete ein verbaler Schlagabtausch, den die zerstrittenen Parteien in den US-Medien öffentlich austrugen. Die zusätzliche Publicity nutzte indes den Verkäufen des Albums: „Writing’s On The Wall“ verkaufte in dieser Zeit über acht Millionen Einheiten.

Im Juli 2000 kam es zum nächsten Zerwürfnis: Nur fünf Monate nach ihrem Einstieg verließ Farrah Franklin die Gruppe. Zur Begründung erklärte das Management, Franklin habe wiederholt Promotion-Termine und Konzerte ausfallen lassen. Die zum Trio geschrumpften Destiny’s Child ließen sich von den personellen Querelen nicht lange aufhalten. Im Oktober veröffentlichten sie den Song „Independent Woman Part 1“ aus dem Soundtrack zum Blockbuster „Charlie’s Angels“ und besetzten damit überwältigende elf Wochen die Spitze der US-Charts. Wenig später begannen die Aufnahmen zum ersten Album als Trio. Zwischenzeitlich erzielten die Sängerinnen eine Einigung mit ihren streitbaren Ex-Kolleginnen, die unter anderem festlegte, dass beide Seiten künftig von öffentlichen Schmähungen abzusehen hätten. Die Klage gegen Vater Knowles hielten LaTavia Roberson und LeToya Luckett indes weiter aufrecht.

Mit „Survivor“ bauten Destiny’s Child ihre Stellung als führende Frauenband im Frühling 2001 weiter aus. Mit dem Titeltrack und „Bootylicious“ gelangen erneut große Hits, und von der CD wurden über vier Millionen Einheiten verkauft. Im Winter reichten die drei das Weihnachtsalbum „8 Days Of Christmas“ nach und kündigten zugleich an, die Gruppe vorübergehend pausieren zu lassen, um sich Soloprojekten zu widmen. Nach Veröffentlichung des Remix-Albums „This Is The Remix“ wurde dieser Plan in die Tat umgesetzt - mit überwältigenden Erfolgen.

Die Solokarrieren der einzelnen Bandmitglieder gewannen rasant an Fahrt: Michelle Williams veröffentliche das vielgelobte Gospel-Album „Heart To Yours“. Kelly Rowland landete im Duett mit Rapper Nelly mit „Dilemma“ einen internationalen Charts-Hit, der in Deutschland gar auf die Spitzenposition gelangte und erreichte auch mit ihrem Album „Simply Deep“ weltweit überzeugende Verkaufszahlen. Zum globalen Superstar wandelte sich indes Beyoncé Knowles: Mit ihrem Solodebüt „Dangerously In Love“ landete sie einen weltweiten Verkaufsschlager und rückte mit Singles wie „Crazy In Love“, „Work It Out“ und „Baby Boy“ auf die vorderen Plätze in den Charts weltweit vor. Daneben gab sie im Mike Myers Film „Austin Powers in Goldmember“ ihr gefeiertes Debüt als Hollywood-Schauspielerin. Den anhaltenden Gerüchten, das Schicksal von Destiny’s Child sei nach den überwältigenden Soloerfolgen der drei Künstlerinnen besiegelt, machten Knowles, Rowland und Williams im Jahr 2004 ein Ende: Im Winter veröffentlichten die wiedervereinten Superdamen mit „Destiny Fullfilled“ ihr viertes Studio-Album.

Videos und Bilder

News und Stories

  • Beyoncés Kussprobleme

    Beyoncés Kussprobleme

    Ehemalige BEM-Accounts28.07.2006

    Bei den Dreharbeiten zu dem Musical "Dreamgirls" tat sich Nachwuchsschauspielerin Beyoncé Knowles sichtlich schwer. Co-Star Jamie Foxx nutzte das gnadenlos aus.