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Deep Purple

1968 verlassen der Orgler Jon Lord und der Gitarrist Richie Blackmore die Gruppe Roundabout und gründen gemeinsam mit dem Sänger Rod Evans, dem Bassisten Nick Simper und dem Schlagzeuger Ian Paice eine nach einer populären Rauschpille benannte Band: Deep Purple. Bereits im Oktober desselben Jahres erfreut sich das Quintett mit einer Version von Joe Souths „Hush“ - einer Auskopplung aus dem Debüt-Album „Shades Of Deep Purple“ - eines gewaltigen Erfolges in den USA. 1969 folgen zwei weitere erfolgreiche Alben: „The Book Of Taliesyn“ und „Deep Purple“, auf welchem erstmals auch Orchesterklänge zu hören sind. Nach ausgedehnten Touren durch die Vereinigten Staaten verlassen Simper und Evans die Band (Purple-Kritiker verweisen allerdings darauf, dass die Band von Anfang an ein knallhart nach marktstrategischen Gesichtspunkten geführtes Unternehmen von Lord und Blackmore gewesen sein soll) und werden durch Ian Gillan (Gesang) und Roger Glover (Bass) ersetzt. Mit den beiden Neuzugängen steht die klassische Besetzung, mit der zunächst das wegweisende „Concerto for Group and Orchestra“ - die erste Zusammenarbeit einer Rockband und eines Symphonieorchesters in der Geschichte der Popmusik - aufgeführt und als LP veröffentlicht wird. Danach reißen Deep Purple alle popmusikalischen Schranken nieder und werden mit ihrem schweren, kraftvollen und dank Schlagzeuger Paice immer lockerem Spiel zu Wegbereitern des modernen Heavy Metal. Alben wie „Deep Purple In Rock“, „Fireball“, „Machine Head“ (auf welchem sich auch der Rock-Evergreen „Smoke On The Water“ befindet) und „Made In Japan“, ein klassisches Live-Doppelalbum, entstehen. Nach „Who Do We Think We Are“ steigen Gillan und Glover 1973 aus. Zwei Unbekannte, die der geschäftstüchtige Lord bereits Wochen zuvor angesprochen haben soll, füllen die Lücke nahtlos. David Coverdale (Gesang) und Glenn Hughes (Bass, Gesang) bringen eine neue, schwärzere Note in die Musik ein. Es folgen die Alben „Burn“ (1974) und „Stormbringer“ (1975). Doch Blackmore ist mit dem neuen, von Coverdales machtvollem Gesang dominierten Sound immer unzufriedener und steigt schließlich aus, um mit Ronnie James Dio Rainbow zu gründen. Seinen Platz nimmt Tommy Bolin ein, der den Anforderungen allerdings nur schwerlich gerecht wird. Nach dem 1976 erschienen Album „Come Taste The Band“ bricht die Band auseinander. Bolin stirbt kurz darauf an einer Überdosis Heroin. Nach acht Jahren Funkstille erscheint 1984 „Perfect Strangers“ wieder in der Besetzung Gillan/Paice/Lord/Blackmore/Glover, welche auch noch das nächste Album „House Of Blue Light“ (1989) übersteht. Danach verabschiedet sich Gillan. Für „Slaves And Masters“ (1990) wird der ehemalige Rainbow-Frontmann Joe Lynn Turner ins Boot geholt. Für „The Battle Rages On“ (1993) kehrt Gillan zurück, danach nimmt aber Blackmore endgültig seinen Hut. Nach einem kurzen Gastspiel des Rock-Virtuosen Joe Satriani wird Steve Morse (Dixie Dreggs) als neuer Gitarrist fest eingestellt. 2002 verlässt schließlich auch Jon Lord (der 2012 an einer Krebserkrankung stirbt) die Gruppe und wird durch den Ex-Rainbow-Tastenmann Don Airey ersetzt. In dieser stabilen Not-Besetzung (lediglich Trommler Paice ist vom ’68er Line-Up übrig) veröffentlichen Deep Purple 2003 das Album „Bananas“ - mit überraschendem Erfolg. 2005 folgte mit „Rapture of the Deep“ das bislang letzte Studio-Album.

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