Cream

Die britische Formation Cream gilt als erste Supergroup des Rock. Nach einem Konzert von John Mayall and the Bluesbreakers beschließen Gitarrist Eric Clapton und der Schlagzeuger Ginger Baker, die Begleitband ihres musikalischen Ziehvaters zu verlassen und gemeinsam mit dem Bassisten Jack Bruce (Manfred Mann) ein Trio zu gründen, welches auf den etwas großspurigen Namen Cream (im Sinne von „Crème de la crème“) getauft wird. Im selben Jahr noch erscheint eine erste Single, „Wrapping Paper“, gefolgt vom Hit „I Feel Free“ und dem Album-Debüt „Fresh Cream“. Die Synthese aus zeitgenössisch zurecht geschneidertem Blues und Psychedelic-Rock, gepaart mit bis zu 20-minütigen Instrumentalpassagen bei Live-Konzerten macht das Trio der drei virtuosen Stars schnell zu einem der größten Unternehmen ihrer Tage. Cream füllen Stadien, touren durch die USA, die Auflagenhöhen ihrer LPs sind gigantisch. „White Room“, „Sunshine Of Your Love“ und „Tales Of Brave Ulysses“ gelten heute als Klassiker der Rockgeschichte und ebnen später dem Hard Rock den Weg. Neben den Protagonisten Clapton, Baker und Bruce gelten der britische Dichter Pete Brown, der zu vielen Cream-Stücken die Texte liefert, sowie der Produzent Felix Pappalardi (später Mitglied von Mountain) als „unsichtbare Bandmitglieder, deren Einfluss etwa auf dem Album „Disraeli Gears“ (1967) deutlich hörbar wird. Ende 1968 können die auseinander driftenden musikalischen Vorstellungen der drei Egos nicht mehr unter einen Hut gebracht werden (Clapton soll einmal bei einem Konzert zu spielen aufgehört haben, ohne dass seine Kollegen überhaupt Notiz davon genommen hätten), und Cream geben ihre Trennung bekannt. Als Jimi Hendrix, ein früherer Angst-Konkurrent Claptons, davon erfährt, bricht er sein eigenes Konzert ab und spielt eine Version von „Sunshine Of Your Love“. Cream verabschieden sich am 26. und 27. November 1968 mit zwei ausverkauften Konzerten in der Royal Albert Hall, die auf dem im Folgejahr erschienenen Album „Goodbye“ dokumentiert sind. Im Mai 2005 geben die drei ergrauten Herren am selben Ort insgesamt vier Reunion-Konzerte. Am 24. Oktober kommt es im Madison Square Garden in New York gar zu einer Uraufführung von „Tales Of Brave Ulysses“ - der Titel wurde in den Sechzigern nie live gespielt.

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