Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. BAP

BAP

Der gern als Kölner „Südstadt-Dylan“ bezeichnete Kunststudent, Sänger und Gitarrist Wolfgang Niedeken gründete 1979 seine Band, die er in Anlehnung an den kölschen Begriff für Vater Bap nannte. Mit bodenständigem Vokabular und wenig Gesangstechnik sang Niedeken von den Sorgen kleiner Leute, den großen Widrigkeiten des Lebens, vom Ärger und der Angst seiner Mitmenschen, denen Stücke wie „Helfe kann dir keiner“, „Waschsalon“, „Jupp“ oder „Müsli Män“ aus der Seele sprachen. Die auf eine bestechend simple Art trotzdem literarischen Texte unterschieden sich trotz ihrer sozialkritischen Inhalte angenehm vom platten Politrock und infizierten in Windeseile alle Jugendzentren, Teestuben und WGs der frühen Achtziger mit einem regelrechten Bap-Virus, der sich kaum daran störte, dass die Band musikalisch wenig Neues zu bieten hatte. Auf einem Grundgerüst eingängiger Melodien spielten Bap einen eher rückwärts gewandten Stil zwischen dem Power-Rock der Siebziger, Manfred Mann und Bob Dylan, der vor allem durch das angenehm ungeschliffene, anfangs noch wenig amerikanisierte Spiel des Gitarristen Klaus „Major“ Heuser geprägt wurde. Nach dem Erfolg der ersten zwei LPs „Rockt andere kölsche Lieder“ (1979) und „Affjetaut“ (1980) schlug die ’82er-LP „Für usszeschnigge“ vollends ein: Der Song „Verdamp lang her“ wurde zur Hymne der Halstuch-und-Latzhose-Generation und verhalf auch den folgenden Alben „Von drinne noh drusse“ (1983), „Live“ (1983) und „Zwesche Salzjebäck un Bier“ (1984) zu erklecklichen Verkaufszahlen. Danach flaute die Bap-Mania wieder etwas ab, und auch die Stimmung innerhalb der Band begann zu schwanken. Niedeken, der sich immer mehr als Leitfigur verstand (was er freilich auch war), beschritt 1987 mit „Schlagzeilen“ erstmals Solopfade. Einen respektablen zweiten Frühling erlebten Bap mit „Da Capo“ (1988) und “ X für ‚e U“ (1990), die anschließende Tournee wurde 1991 auf dem Live-Album „Affrocke“ dokumentiert. 1994 erschien Niedekens zweites Solo-Werk „Leopardefell“, eine Sammlung eingedeutschter Dylan-Songs. Nach zahlreichen Umbesetzungen, in deren Zuge schließlich auch Major Heuser die Truppe verließ, ist das ursprüngliche Septett nunmehr zu einem wieder einigermaßen stabilen Quintett zusammengeschrumpft. Bap veröffentlichen weiterhin regelmäßig Alben, die von einer treuen Fangemeinde dankbar angenommen werden. 2001 gelang den Kölnern mit „Aff un Zo“ ein Gassenhauer. 2004 erschien die CD „Sonx“.

Anlässlich des 30jährigen Bandjubiläums legten die Kölner im Herbst 2005 die Best-Of-Kopplung „Dreimal zehn Jahre“ auf Doppel-CD und DVD vor. Das Album vereinte die größten Hits der Band in neuen Versionen, bei denen BAP von zahlreichen prominenten Gastmusikern wie Thomas D, Xavier Naidoo und Ray Davies unterstützt wurden. „Dreimal zehn Jahre“ landete auf Platz sieben der Charts und bescherte der Band eine Goldauszeichnung.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht